Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Gauck fordert Unternehmen zu mehr Realismus bei China-Geschäften auf

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11.05.2023

Essen (dpa) *14:51 Uhr – Kunststoffhersteller rechnen mit sinkender Produktion

Deutschlands Kunststoffhersteller rechnen in diesem Jahr mit einer sinkenden Produktionsmenge. Nach einem Rückgang um rund zehn Prozent 2022 werde es dieses Jahr wohl ein ähnliches Minus geben, teilte der Verband Plastics Europe Deutschland am Donnerstag in Essen mit. Grund ist eine sinkende Nachfrage. Da die Firmen wegen höherer Kosten kräftig an der Preisschraube drehten und die sogenannten Erzeugerpreise für die Kunststoffe um fast ein Viertel stiegen, zog der Umsatz um 13,6 Prozent an.

Sorgen bereiten hohe Energiepreise und zeitraubende Genehmigungsverfahren. Der Verbandsvorsitzende Ralf Düssel mahnte Reformen und staatliche Unterstützung an. «Die deutsche Kunststoffindustrie kann die Krise nur überstehen, wenn wir die hohen Energiepreise, die ein klarer Standortnachteil sind, schnellstmöglich in den Griff bekommen.»

Nur mit den richtigen Rahmenbedingungen könne die Industrie richtungsweisende Investitionen tätigen, damit man in Deutschland im Jahr 2045 klimaneutral und «vollständig zirkulär» arbeiten könne, sagte Düssel. Dies ist ein Verweis auf die Kreislaufwirtschaft, in der Kunststoffe nach ihrer Nutzung wiederverwertet und erneut genutzt werden, anstatt in Müllkraftwerken verbrannt zu werden.

In dem Verband sind Firmen organisiert, die Kunststoff-Granulate und andere Produkte herstellen, die später von anderen Unternehmen zu Plastikflaschen, Verpackungen, Behältnissen oder Verschalungen verarbeitet werden. Verbandsmitglieder sind zum Beispiel Evonik und BASF. Kunststoff sei omnipräsent im Alltag – es gehe nicht nur um Verpackungen, sondern auch um Elektronik, Haushaltsgeräte, Spielzeug, Windräder und Solarpanels.

Leverkusen (dpa) *08:13 Uhr – Niedrigere Glyphosatpreise: Bayer blickt etwas vorsichtiger auf 2023

Andauernder Druck auf die vor Jahresfrist außergewöhnlich hohen Preise für den Unkrautvernichter Glyphosat stimmen Bayer für dieses Jahr etwas vorsichtiger. Konzernchef Werner Baumann bestätigte am Donnerstag zwar den Konzernausblick im Grundsatz, rechnet nun aber «mit einer Zielerreichung im unteren Korridor unserer Prognose.» Die übrigen Geschäfte dürften sich indes im dann zweiten Halbjahr besser entwickeln, hieß es weiter. So schwächelte auch die Pharmasparte zum Jahresstart wegen schwächerer Geschäfte mit dem Blutgerinnungshemmer Xarelto.

Der Umsatz des Dax-Konzerns fiel im ersten Quartal im Jahresvergleich leicht auf 14,4 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank knapp 15 Prozent auf rund 4,5 Milliarden Euro. Analysten hatten hier im Mittel mehr erhofft.

Der Gewinn sank um ein Drittel auf knapp 2,2 Milliarden Euro. Bayer kalkuliert für das laufende Jahr um Effekte aus Wechselkursveränderungen bereinigt mit einem Umsatz von 51 bis 52 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) soll auf dieser Basis 12,5 bis 13 Milliarden Euro erreichen.

Darmstadt (dpa) *07:29 Uhr – Merck kämpft weiter mit sinkendem Corona-Geschäft – Gewinn sinkt

Der Rückgang der Corona-Erlöse und die anhaltende Schwäche im Verkauf von Flüssigkristallen für Bildschirme haben dem Darmstädter Dax-Konzern Merck zum Jahresauftakt zugesetzt. Abseits von Übernahmen und Wechselkurseffekten konnten die Darmstädter ihren Umsatz aus eigener Kraft nur noch leicht auf rund 5,3 Milliarden Euro ankurbeln, nachdem der Konzern in der Pandemie noch stark gewachsen war. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) ging um etwa knapp drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 1,59 Milliarden Euro zurück, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten hier mit noch weniger gerechnet. Nach Steuern sank der Gewinn auf 800 Millionen Euro, nach 884 Millionen ein Jahr zuvor.

«2023 wird für uns ein Übergangsjahr», betonte Merck-Chefin Belen Garijo laut Mitteilung. Der Vorstand hatte schon im Frühjahr eine vorsichtige erste Prognose abgegeben, und bezifferte zum ersten Quartal nun seine Ziele erstmals genau. So soll dieses Jahr der Umsatz bei 21,2 bis 22,7 Milliarden Euro herauskommen. Im Vorjahr waren es 22,2 Milliarden Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis dürfte auf 6,1 bis 6,7 Milliarden Euro sinken verglichen mit 6,8 Milliarden im vergangenen Jahr.

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