Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Gauck fordert Unternehmen zu mehr Realismus bei China-Geschäften auf

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04.05.2023

Stuttgart (dpa) *14:32 Uhr – Engpass bei Medikamenten: Lucha fordert schnelle Maßnahmen vom Bund

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) fordert vom Bund schnelle Maßnahmen zur Sicherung der Medikamentenversorgung. «Es besteht dringender Diskussions- und vor allem Handlungsbedarf», sagte der derzeitige Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz am Donnerstag in Stuttgart.

Die Versorgung mit lebensnotwendigen Präparaten wie Antibiotika, Insulin oder Krebsmedikamenten müsse nachhaltig gesichert werden. Auch brauche es eine Strategie, um sich auf den Winter vorzubereiten, wenn Erkältungskrankheiten wieder zunähmen.

Lucha will, dass das Thema auch Mitte Mai beim nächsten Treffen der Länder mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf die Tagesordnung kommt. «Die Versäumnisse der Vergangenheit müssen wir schonungslos analysieren und zügig die Weichen für die Entwicklung einer europäischen Strategie stellen», sagte er.

Er plädiert dafür, dass in sogenannten Rabattverträgen, die Krankenkassen und Hersteller abschließen, nicht nur der günstigste Preis den Ausschlag gibt. Dadurch erhofft sich Lucha, dass mittelfristig wieder mehr Arzneimittelhersteller in Europa produzieren.

Cambridge (dpa) *14:21 Uhr – Umsatz von Moderna sinkt wie Nachfrage nach Covid-Impfstoff

Das Biotechunternehmen Moderna bekommt die sinkende Nachfrage nach seinem Covid-19-Impfstoff zu spüren. Der Konzernerlös brach im ersten Quartal um fast 70 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Dollar (rund 1,7 Mrd Euro) ein, wie das Unternehmen am Donnerstag in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts mitteilte. Damit schnitt der Konzern jedoch deutlich besser ab als am Markt befürchtet.

Auch das Ergebnis fiel unerwartet gut aus, denn Analysten hatten mit einem hohen Verlust gerechnet. Stattdessen erzielte Moderna unter dem Strich einen Gewinn von 79 Millionen Dollar. Allerdings hatte der Konzern vor einem Jahr mit rund 3,7 Milliarden Dollar noch ein Vielfaches dieser Summe verdient. Damals hielt die Pandemie die Welt noch in Atem.

Die Covid-Impfung ist bisher das einzige Produkt mit einer Marktzulassung. Der Hersteller geht davon aus, in diesem Jahr noch mindestens fünf Milliarden Dollar Umsatz mit dem Impfstoff erzielen zu können. Die USA, Japan und die EU verhandelten über neue Lieferungen für den Herbst, hieß es in der Mitteilung. Das Unternehmen sei in Gesprächen mit Staaten und potenziellen privaten Kunden in aller Welt, sagte Marketingvorstand Arpa Garay der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Der Konzern sucht zugleich nach seinem nächsten kommerziellen Erfolg und steckte dafür im vergangenen Quartal mehr Geld in die Forschung. Der Konzern verfolgt bei Tests möglicher Grippeimpfstoffe und personalisierte Krebstherapien erneut den mRNA-Ansatz, auf dem auch sein Covid-19-Vakzin basiert.

London (dpa) *08:52 Uhr – Shell verdient operativ mehr als erwartet – weiterer Aktienrückkauf

Shell hat im ersten Jahresviertel trotz zuletzt niedrigerer Gas- und Ölpreise operativ fast so viel verdient wie im starken Vorquartal. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn sei in den drei Monaten bis Ende März im Vergleich zum Jahresende 2022 nur um zwei Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar (8,7 Mrd Euro) gefallen, teilte der Konzern am Donnerstag in London mit. Experten hatten mit einem deutlich stärkeren Rückgang gerechnet.

Der Umsatz sei im Quartalsvergleich um 14 Prozent auf 87 Milliarden Dollar gefallen. Da der Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 die Gas- und Ölmärkte stark beeinflusst hat, blickt Shell derzeit auf die Entwicklung von Quartal zu Quartal und nicht im Vergleich zum Vorjahr. Da die Geschäfte für den Ölkonzern weiter gut laufen und viel abwerfen, hält Shell das Tempo bei den Aktienrückkäufen anders als der Konkurrent BP. Das Unternehmen kündigte den Rückkauf von eigenen Anteilen für weitere vier Milliarden Dollar an.

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