Holzminden (dpa) *14:36 Uhr – Symrise muss Pflichtübernahmeangebot für Swedencare vorlegen
Der Duftstoff-Hersteller Symrise muss nach einer weiteren Anteilsaufstockung an Swedencare ein Pflichtübernahmeangebot für den schwedischen Haustiernahrungsspezialisten vorlegen. Mittlerweile würden 30 Prozent der Anteile gehalten und damit müsse binnen vier Wochen ein Übernahmeangebot erfolgen, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag mit. Die Swedencare-Aktien legten auf die Nachricht hin um elf Prozent zu.
Produkte für Heimtiernahrung sind in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Wachstumstreiber für Symrise geworden. 2021 war der Konzern bei Swedencare eingestiegen und baute die Beteiligung dann immer weiter aus.
Im Zuge steigender Zinsen an den Kapitalmärkten war der Swedencare-Aktienkurs 2022 allerdings – wie die Kurse vieler Wachstumsunternehmen – eingebrochen, und zwar um gut 80 Prozent.
Zudem hatte das Wachstum der Schweden im vergangenen Jahr teilweise unter weniger Aufträgen großer Kunden gelitten, da diese erst einmal ihre hohen Lagerbestände abgebaut hatten. Wegen des Kurseinbruchs musste Symrise Ende 2022 auf die damals knapp 30-prozentige Beteiligung 126 Millionen Euro abschreiben.
London (dpa) *13:50 Uhr – Fresenius hebt Ziele für Medikamentensparte Kabi an
Fresenius-Chef Michael Sen drückt beim Umbau des Gesundheitskonzerns weiter aufs Tempo. Er hob am Donnerstag anlässlich eines Kapitalmarkttages die Ziele für die Tochter Kabi für dieses Jahr an und zeigte sich auch mittelfristig optimistischer. Dabei sollen vor allem der Ausbau des Geschäfts mit biotechnologisch hergestellten Nachahmerpräparaten sowie mit klinischer Ernährung und Medizintechnik das Wachstum von Kabi beschleunigen.
Angepeilt ist nun ein Umsatzplus aus eigener Kraft im mittleren einstelligen Prozentbereich 2023, zuvor hatte ein niedriger bis mittlerer einstelliger Zuwachs im Plan gestanden. Auch die Profitabilität soll höher liegen als bisher erwartet.
Wachstum verspricht sich Kabi etwa im Geschäft mit Medizintechnik, das Infusions- und Ernährungssysteme sowie Transfusionsmedizin und Zelltherapien umfasst. Auch das Geschäft mit klinischer Ernährung soll in den kommenden Jahren weiter zulegen.
Fresenius-Chef Sen hat seit seinem Amtsantritt im Oktober allen Sparten des Dax-Konzerns ehrgeizige Renditeziele verordnet. Zudem läutete Sen einen Umbau ein, um Fresenius nach Gewinnwarnungen in Serie wieder auf Kurs zu bringen. Fortan will sich Fresenius mit Kabi und der Klinikkette Helios auf nur noch zwei Pfeiler konzentrieren.
Im Gegenzug soll der Dialyseanbieter Fresenius Medical Care in eine normale Aktiengesellschaft umgewandelt werden, damit das Sorgenkind nicht mehr voll bilanziert werden muss. FMC soll ebenso wie die Projektgesellschaft Vamed nur als Finanzbeteiligung geführt werden.
Leuna (dpa/sa) *10:31 Uhr – Forschungsanlage zu E-Fuels soll in Leuna gebaut werden
Im Chemiepark Leuna im Saalekreis soll in Zukunft zu strombasierten Kraftstoffen geforscht werden. Nach einer umfangreichen Analyse habe das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Park als Standort für den Bau einer Forschungsanlage ausgewählt, um zeitnah strombasierte Kraftstoffe in industriellem Maßstab herstellen zu können, teilte das DLR am Donnerstag in Köln mit. Mit Unternehmen und weiteren Forschungseinrichtungen sollen zukünftig notwendigen großtechnischen Technologien und Verfahren entwickelt und getestet werden.
Der Bau für die Forschungsanlage soll den Angaben zufolge im Januar 2024 beginnen. «Strombasierte Kraftstoffe sind – neben alternativen Antrieben und weiteren Verbesserungen bei Effizienz und Nutzung – eine wichtige Säule für eine klima- und umweltverträglichen Mobilität, insbesondere für den Flug- und Schiffsverkehr», sagte die DLR-Vorsitzende Anke Kaysser-Pyzalla. Das Forschungszentrum, das seinen Hauptsitz in Köln hat, werde seine Pläne nun konkretisieren.
Als Innovationsstandort wolle Deutschland die Technologie rund um die strombasierten Kraftstoffe – auch E-Fuels genannt – fördern und weiterentwickeln, erklärte Bundesverkehrsminister Volker Wissing. In Leuna sollen Firmen und Forschungseinrichtungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammengebracht wird. Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff begrüßte die Entscheidung. «Mit der Entscheidung für den Chemiestandort Leuna, wird der Strukturwandel im Mitteldeutschen Braunkohlerevier weiter forciert.»
Stand: 08.12.2025
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Das DLR gehört zum Bundesverkehrsministerium. Für die Planung der neuen Forschungsanlage stellte das Ministerium den Angaben zufolge 12,7 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Umsetzung sollen Mittel in einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag bewilligt werden. Der Betrieb der Anlage ist vorerst bis 2035 geplant.