Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Gauck fordert Unternehmen zu mehr Realismus bei China-Geschäften auf

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24.05.2023

Berlin (dpa) *14:22 Uhr – Bundesregierung setzt ersten Rahmen für Wasserstoffnetz

In Deutschland sollen in den kommenden Jahren erste Strukturen eines Wasserstoffnetzes aufgebaut werden. Das Bundeskabinett beschloss dazu am Mittwoch eine Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes mit Regelungen zum rechtlichen und regulatorischen Rahmen. Das Wasserstoff-Kernnetz werde in der ersten Stufe wichtige Infrastrukturen umfassen, die bis 2032 in Betrieb gehen sollen, teilte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Mittwoch mit. Er nannte das Gesetz einen wichtigen Schritt.

In dem Gesetz werde die Genehmigung eines solchen Kernnetzes durch die Bundesnetzagentur geregelt. Ziel sei es, alle zentralen Wasserstoff-Standorte anzubinden und alle Regionen Deutschlands zu berücksichtigen. Die Betreiber von Ferngasnetzen sollen das Wasserstoff-Kernnetz in den kommenden Monaten ausarbeiten, so Habeck.

Anschließend werde es eine Erörterung mit der Öffentlichkeit, den Ländern und verschiedenen Marktteilnehmern geben. Die Bundesnetzagentur werde schließlich die Ausgestaltung des Netzes genehmigen. In einer zweiten Stufe soll bis Ende des Jahres eine umfassende Wasserstoff-Netzentwicklungsplanung im Energiewirtschaftsgesetz verankert werden.

«Unser Ziel ist der zügige Hochlauf des Wasserstoffmarktes», teilte der Minister mit. Damit solle die Dekarbonisierung vor allem in Wirtschaftsbereichen mit hohen Treibhausgasemissionen vorangebracht werden.

Frankfurt/Main (dpa) *06:01 Uhr – Maschinenbau: PFAS-Chemikalien wichtig für Energiewende-Technologien

Deutschlands Maschinenbauer fürchten bei einem umfassenden Verbot sogenannter PFAS-Chemikalien auch um wichtige Technologien für die Energiewende. Die Chemikalien seien unverzichtbar etwa für die Herstellung von Brennstoffzellen, Wärmepumpen oder Solaranlagen, teilte der Branchenverband VDMA mit. Ein umfassendes Verbot, wie es die EU plane, habe in der Industrie verheerende Wirkung.

«Eine fundierte Risikobewertung der 10.000 Stoffe wurde nicht vorgenommen, hier soll einfach alles über den gleichen Kamm geschert werden», kritisierte Sarah Brückner, Leiterin VDMA Umwelt und Nachhaltigkeit. Zu der Chemikaliengruppe zählen geschätzt über 10.000 einzelne Substanzen, die in Alltagsprodukten wie Anoraks, Pfannen oder Kosmetik verarbeitet sind. Sie werden aber auch in industriellen Prozessen und Komponenten eingesetzt, etwa in Dichtungen, Ventilen oder Schläuchen. Weil sie extrem langlebig sind, werden PFAS auch Ewigkeits-Chemikalien genannt.

In der Europäischen Union wird über ein mögliches Verbot der Chemikaliengruppe diskutiert. Deutschland und andere Länder hatten vorgeschlagen, die Herstellung, Verwendung und das Inverkehrbringen von PFAS fast komplett zu verbieten. Der Vorschlag sieht je nach Anwendung Übergangsfristen vor. Für einige wenige Bereiche gäbe es unbegrenzte Ausnahmen. Wegen der enormen Vielfalt an Verbindungen ist ein Großteil der Stoffe bislang noch nicht untersucht. Es geht also um eine Art Vorsichtsmaßnahme.

Der Maschinenbauverband forderte eine differenzierte Regulierung der Stoffe, die auf einer wissenschaftlichen Basis beruht. Ausnahmen vom Verbot sollte es für PFAS-Produkte geben, die nicht mit der Umwelt in Berührung kommen, zum Beispiel, weil sie im Inneren einer Maschine verbaut seien. Auch PFAS-Chemikalien, die nach der Definition der Industriestaatenorganisation OECD als «polymers of low concern» (wenig besorgniserregende Polymere) gelten, sollten ausgenommen werden.

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