Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Gauck fordert Unternehmen zu mehr Realismus bei China-Geschäften auf

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02.05.2023

Warschau/Brüssel (dpa) *23:21 Uhr – Polnischer Minister bittet Pfizer um Verzicht auf Impfstoffverkauf

Der polnische Gesundheitsminister Adam Niedzielski bittet den Impfstoffhersteller Pfizer, bestehende Verträge nicht erfüllen zu müssen. Trotz einer stabileren gesundheitlichen Lage in den Ländern der Europäischen Union plane der Pharma-Konzern weiterhin Hunderte Millionen Impfdosen nach Europa zu liefern, was sinnlos sei, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel vorliegt. Die meisten würden wohl vernichtet, da sie nur begrenzt haltbar seien und die Nachfrage nicht hoch sei.

Trotz besten Willens, einen Kompromiss zu finden, sei Pfizer nicht bereit, Flexibilität zu zeigen und realistische Vorschläge zu machen, wie der veränderten Situation begegnet werden könnte. Der aktuelle Vorschlag sehe zwar weniger Dosen vor, verlange aber eine Stornogebühr in Höhe der Hälfte des Preises für eine Dosis, die noch nicht produziert worden sei.

Der Appell fällt in den polnischen Wahlkampf. In dem Nachbarland Deutschlands wird im Herbst ein neues Parlament gewählt. Die Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hat dafür im April eine Werbetour durch das ganze Land begonnen. Gesundheitsminister Niedzielski gehört persönlich nicht der PiS an, sondern ist parteilos.

In seinem Brief an die Pfizer-Aktionäre unterstreicht er dennoch die außenpolitische Linie der Regierungspartei: Man konzentriere sich solidarisch auf die Hilfe für das von Russland angegriffene Nachbarland Ukraine und bringe dafür große Opfer. Der Konzern möge sich daher ebenso moralisch verhalten und Solidarität anstelle von Gewinnstreben in den Vordergrund stellen.

New York (dpa) *13:19 Uhr – Trotz Corona-Einbußen: Pfizer schlägt sich zum Jahresauftakt gut

Für den US-Arzneimittelkonzern Pfizer ist das Auftaktquartal trotz deutlicher Einbußen vor allem im Geschäft mit seinem Covid-Impfstoff besser ausgefallen als gedacht. Der Konzernumsatz sank zwar im ersten Jahresviertel im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent auf knapp 18,3 Milliarden Dollar, Analysten hatten im Schnitt jedoch mit einem weitaus größeren Rückgang gerechnet. Abseits des Covid-Geschäfts konnte Pfizer aus eigener Kraft um fünf Prozent zulegen, wie der Pharmakonzern am Dienstag in New York mitteilte. Der Gewinn unter dem Strich ging hingegen um 30 Prozent auf 5,54 Milliarden Dollar (5,04 Mrd Euro) zurück.

Der Vorstand bestätigte die Jahresziele und geht damit für 2023 weiter von einem deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang aus. Pfizer steht vor interessanten Zeiten, mit einer laut Konzernlenker Albert Bourla «nie dagewesenen Zahl» an neuen Medikamenten in der Pipeline. Mit diesen hofft der Vorstand, dem abflauenden Rückenwind durch die Corona-Pandemie etwas entgegensetzen zu können.

London (dpa) *08:40 Uhr – Ölkonzern BP verdient im ersten Quartal mehr als erwartet

Der Energiekonzern BP hat im ersten Quartal die niedrigeren Öl- und Gaspreise zu spüren bekommen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn ging im Jahresvergleich um rund ein Fünftel auf knapp fünf Milliarden Dollar (4,5 Mrd Euro) zurück, wie das britische Unternehmen am Dienstag mitteilte. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen der Experten. Inklusive Sondereffekte betrug der Gewinn 8,2 Milliarden Dollar. Wegen der Abschreibung seiner Beteiligung am russischen Ölkonzern Rosneft und des Rückzugs aus dem Geschäft in Russland war im Vorjahreszeitraum unter dem Strich ein Verlust von 20,4 Milliarden Dollar angefallen.

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