Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Gauck fordert Unternehmen zu mehr Realismus bei China-Geschäften auf

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09.05.2023

Hamburg (dpa) *21:11 Uhr – Evotec und Novartis arbeiten zusammen

Der Pharma-Wirkstoffforscher Evotec aus Hamburg kooperiert mit dem schweizerischen Pharmakonzern Novartis. Die zwischen der amerikanischen Evotec-Tochter Just - Evotec Biologics und der ebenfalls amerikanischen Novartis-Tochter Sandoz vereinbarte Zusammenarbeit führe unmittelbar zu einer Vorabzahlung an Evotec in zweistelliger Millionenhöhe, wie das Unternehmen am Dienstagabend in Hamburg mitteilte. Hinzu kommen weitere zukünftige Zahlungen. Bei der Partnerschaft geht es unter anderem um die Entwicklung und anschließende Herstellung mehrerer biopharmazeutisch hergestellter Nachahmermedikamente (Biosimilars). Der Aktienkurs von Evotec legte auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um zwei Prozent im Vergleich zum Schlusskurs im Xetra-Hauptgeschäft zu.

Wiesbaden/Königswinter (dpa/lhe) *14:05 Uhr – Hinz: «Historische Chance» für Beschränkung von PFAS-Chemikalien

Hessen dringt auf ein bundesweites Signal für eine europaweite Beschränkung sogenannter PFAS-Chemikalien. Bei der Umweltministerkonferenz in dieser Woche in Königswinter bei Bonn trete sie für eine geschlossene Haltung aller ihrer Amtskolleginnen und -kollegen ein, teilte die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Dienstag mit. Der Vorschlag zur Beschränkung von PFAS-Chemikalien, der derzeit auf europäischer Ebene beraten wird, ist laut Hinz «eine historische Chance, aber seine Umsetzung keineswegs sicher. Deshalb braucht er unbedingt Unterstützung und zwar jetzt.»

PFAS-Chemikalien in der Umwelt seien überall in Deutschland nachweisbar: «Einmal freigesetzt bleiben sie dort für immer. Sie sind eine Gefahr für die Ökosysteme und gefährden die sichere Lebensmittelversorgung und die menschliche Gesundheit. Dabei gibt es schon jetzt oftmals etablierte Alternativen für PFAS», sagte Hinz.

Zu der Chemikaliengruppe zählen geschätzt mehr als 10.000 einzelne Substanzen, die in Alltagsprodukten wie Anoraks, Pfannen und Kosmetik verarbeitet sind. Sie finden auch in Industrieprozessen Anwendung.

Weil sie extrem langlebig sind, werden PFAS auch Ewigkeitschemikalien genannt.

Bernau am Chiemsee (dpa/lby) *10:23 Uhr – Propangas entweicht bei Wartungsarbeiten aus Tank – Monteur verletzt

Ein Monteur ist bei Wartungsarbeiten an einem Flüssiggastank in Oberbayern verletzt worden. Eine kleine Menge Propangas sei am Montag aus dem Tank entwichen, wodurch der 45-Jährige leichte Erfrierungen am Unterarm erlitten habe, teilte die Polizei am Dienstag mit. Wegen der Gefahr einer Gasexplosion in der näheren Umgebung in Bernau am Chiemsee (Landkreis Rosenheim) führte die Feuerwehr Messungen durch. Das Pfarrheim nebenan musste danach durchgelüftet werden. Weitere Menschen seien nicht verletzt worden.

Kassel (dpa) *08:10 Uhr – Weiter Druck auf Düngerpreise: K+S senkt Jahresausblick

Die Kaufzurückhaltung der Landwirte zum Jahresstart und deren Folgen stimmen den Düngerkonzern K+S für 2023 vorsichtiger. So erfolgte die Preisfestsetzung großer Kali-Lieferanten mit Indien erst Anfang April, also später als sonst oft üblich. Damit fehlte lange eine Richtschnur für die Branche, und viele Landwirte hielten sich mit Käufen im wichtigen ersten Quartal zurück. In Übersee sollte sich zudem die Erholung der Kalipreise in das zweite Halbjahr verschieben, wie das Unternehmen am Dienstag weiter mitteilte.

K+S-Chef Burkhard Lohr rechnet für 2023 mit einem operativen Ergebnis (Ebitda) von 1,15 bis 1,35 Milliarden Euro. Bislang wurde ein Rückgang auf 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, nach einem Rekordwert von 2,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Konkret erwartet K+S für 2023 insgesamt einen durchschnittlichen Kalidüngerpreis deutlich unter dem Wert des ersten Quartals von 499 Euro je Tonne, nach 628 Euro 2022. Dass die Kosten nicht mehr so stark steigen dürften wie bisher gedacht, könne das nicht komplett ausgleichen, hieß es. Hinzu kämen höhere Kosten und Bewertungseffekte aus bergbaulichen Rückstellungen, die das Ergebnis 2023 im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich belasten dürften.

Das operative Ergebnis fiel zum Jahresstart bei einem fast stabilen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro um gut 13 Prozent auf 454 Millionen Euro. Höhere Erlöse im Industriegeschäft, also etwa mit der Chemiebranche, konnten dabei einen moderaten Umsatzrückgang im Landwirtschaftssegment nicht kompensieren. Zusätzlich hätten höhere Kosten und Bewertungseffekte aus bergbaulichen Rückstellungen belastet. Gleichwohl übertraf K+S die mittlere Gewinnerwartung von Analysten. Unter dem Strich blieben für die Anteilseigner gut 263 Millionen Euro hängen, nach knapp 311 Millionen vor einem Jahr.

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Köln (dpa/lnw) *02:00 Uhr – Lanxess-Chef für Industriestrompreis

Der Chef des Chemiekonzerns Lanxess, Matthias Zachert, unterstützt die Vorschläge des Bundeswirtschaftsministeriums für einen Industriestrompreis. «Jetzt kommt es auf die konkrete Ausgestaltung und vor allem auf die schnelle und handwerklich saubere Umsetzung an», sagte Zachert der «Rheinischen Post» (Dienstag) laut Vorabmeldung. «Wir hoffen, dass alle in der Ampelkoalition den Willen dazu haben und an einem Strang ziehen.» Andernfalls würden die energieintensiven deutschen Industrien ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

Grundsätzlich gelte, dass Lanxess bis 2040 klimaneutral werden wolle, sagte Zachert. «Damit wir diese Transformation erfolgreich bewältigen können, brauchen wir mittelfristig ausreichend Energie aus erneuerbaren Quellen, und zwar zu wettbewerbsfähigen Marktpreisen.»

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte am Freitag ein Konzept für einen milliardenschweren staatlich subventionierten Industriestrompreis vorgelegt. Ziel ist es, wettbewerbsfähige Strompreise sicherzustellen.

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