Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie

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16.10.2024

Reichling (dpa/lby) *16:36 Uhr – Bagger bereiten umstrittene Gasbohrung in Reichling vor

Acht Tage nach der Freigabe durch das Bergamt Südbayern haben die Bauarbeiten am künftigen Bohrplatz begonnen. Bagger und Bauarbeitern starteten mit der Vorbereitung des Areals zwischen Wiesen und einem Waldstück. Die Firma Genexco will – trotz zahlreicher Proteste – auf dem Gelände in der Gemeinde Reichling (Landkreis Landsberg am Lech) unweit des auch bei Touristen beliebten Ammersees nach Erdgas bohren. Das Unternehmen vermutet in rund 3.000 Metern Tiefe relevante Gasvorkommen.

Voraussichtlich im ersten Quartal 2025 sollen dann die Erkundungsbohrung beginnen – laut Genexco werden diese rund vier Wochen dauern. Dafür wird dann auch ein Bohrturm aufgebaut. Beaufsichtigt werden die Arbeiten durch das Bergamt Südbayern.

Die geplanten Gasbohrungen in Reichlingen sorgen seit Monaten für viel Kritik in der Umgebung und in der Bevölkerung. Rund zwei Dutzend Anwohner wollen etwa die Gasförderung verhindern, in dem sie den Abtransport von Gas über ihre Grundstücke nicht zulassen. Damit wäre der Bau einer Leitung für den etwaigen Abtransport von Gas nicht möglich. Das würde aber nur relevant, wenn überhaupt entsprechend Gas gefunden und für den Abbau eine Genehmigung erteilt würde.

Unterstützt werden die Kritiker von den Umweltorganisationen Greenpeace und Bund Naturschutz, die ebenfalls eine Gasförderung in Bayern kategorisch ablehnen: «Diese Gasbohrungen verlängern die Abhängigkeit des Freistaats von fossilen Brennstoffen. In Zeiten einer sich beschleunigenden Erderhitzung samt zerstörerischer Überschwemmungen und Stürme absolut unverantwortlich», sagte Saskia Reinbeck von Greenpeace. Bayern habe ein riesiges Potenzial bei sauberer Energie aus Wind und Erdwärme, der Freistaat brauche keine riskanten Gasbohrungen. Das Unternehmen Genexco Gas verteidigt die Gasförderpläne. Regionales Gas schone – verglichen mit importiertem Flüssiggas – Geldbeutel und Klima.

Rostock (dpa) *13:38 Uhr – Untersuchungen auf Öltankschiff «Annika» weitgehend beendet

Brandermittler und Polizei haben ihre Untersuchungen auf dem nach einem Brand auf der Ostsee havarierten Öltankschiff «Annika» weitgehend abgeschlossen. Die Polizei beendete ihre Arbeit an Bord nach eigenen Angaben bereits am Dienstag.

Mitarbeiterinnen der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) gingen am Mittwoch nochmals kurz auf das Schiff. Grundsätzlich seien die Arbeiten aber vor Ort abgeschlossen, so eine BSU-Schiffsingenieurin. Die Ergebnisse zur Brandursache werden nun analysiert, bewertet und in einem Bericht zusammengefasst. Bis zur Vorlage wird es vermutlich mehr als ein Jahr dauern. Zunächst war die Ursache für den Brand nicht bekannt.

Das BSU stuft den Vorfall als «schweren Seeunfall» ein. Die «Annika» war mit 640 Tonnen Schweröl an Bord auf dem Weg von Rostock nach Travemünde, als am Freitagmorgen rund 4,5 Kilometer vor dem Ostseebad Heiligendamm an Bord Feuer ausbrach. Fast das gesamte Achterdeck stand in Flammen. Die Rauchwolken waren vom Strand aus zu sehen. Nach ersten Löscharbeiten auf See war das 73 Meter lange und 12 Meter breite Schiff dann in der Nacht zum Samstag von Schleppern in den Rostocker Überseehafen bugsiert worden.

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