Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Millionenstrafe für Pharmakonzern Teva

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17.10.2024

Ludwigshafen (dpa/lrs) *17:57 Uhr – Chemikalie von BASF-Gelände in den Rhein gelangt

Rund 250 Kilogramm eines vom Chemiekonzern BASF verwendeten Stoffs sind in Ludwigshafen in den Rhein gelangt. Es handele sich um Pantolacton, das schwach wassergefährdend und leicht biologisch abbaubar sei, erklärte der Konzern in Ludwigshafen. Aufgrund der ausgetretenen Menge und der Verdünnung im Rhein habe zu keiner Zeit eine Gefährdung für Wasserorganismen oder Menschen bestanden. Die zuständigen Behörden seien informiert. Der Austritt ereignete sich zwischen 10.00 und 11.30 Uhr aus dem Kühlwassersystem der BASF in Ludwigshafen, erklärte der Konzern. Er sei gestoppt. Die Ursache werde noch ermittelt.

Pantolacton sei ein Ausgangsprodukt für Nahrungsergänzungsmittel sowie medizinische und kosmetische Produkte. Es könne schwere Augenreizungen verursachen. Das rheinland-pfälzische Umweltministerium habe vorsorglich eine Information an die Rheinanlieger herausgegeben.

Darmstadt (dpa) *09:22 Uhr – Merck setzt auf KI – Ziele für Pharmasparte eingedampft

Der Darmstädter Merck-Konzern dampft nach zwei Flops bei wichtigen Medikamentenkandidaten seine Ambitionen für sein Pharmageschäft ein. Das Dax-Unternehmen ist jedoch zuversichtlich, nach dem Corona-Boom und einem deutlichen Gewinnrückgang 2023 mittelfristig wieder zu wachsen. Dabei will Merck dank des aktuellen Aufschwungs von KI-Anwendungen von mehr Dynamik in seiner Elektroniksparte mit Halbleitermaterialien profitieren. Das teilte der Konzern anlässlich eines Kapitalmarkttags in Darmstadt mit.

In der Elektroniksparte, die Merck zuletzt durch eine Übernahme gestärkt hatte, soll mittelfristig der Umsatz im Schnitt jährlich um fünf bis neun Prozent wachsen – statt der ursprünglich geplanten drei bis sechs Prozent.

Dem Pharmageschäft traut Merck dagegen auf mittlere Sicht nur noch ein leichtes jährliches Umsatzplus zu – statt wie bisher ein mittlerer einstelliger Zuwachs. Zuletzt musste der Konzern nach gescheiterten Medikamententests seine Hoffnungen auf das Krebsmittel Xevinapant und Evobrutinib gegen Multiple Sklerose begraben. Auch im Laborgeschäft sinken wegen geringerer Erwartungen an das China-Geschäft die mittelfristigen Ambitionen.

Die Prognose für das laufende Jahr bekräftigte Vorstandschefin Belen Garijo. Merck hatte im Sommer sein Gewinnziel wegen guter Geschäfte mit Krebsmedikamenten und einer Erholung bei Halbleitermaterialien für KI-Anwendungen angehoben. Übernahmen blieben ein fester Bestandteil der Merck-Strategie, sagte Garijo. Für größere Zukäufe liege der Fokus auf dem Laborgeschäft. Merck wolle zudem mehr in Lizenzverträge bei Arzneikandidaten investieren.

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