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06.07.2021

Berlin (dpa) *15:43 Uhr – Altmaier und Branche vereinbaren Handlungspakt für Chemieindustrie

Angesichts großer Herausforderungen für mehr Klimaschutz hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit der Chemieindustrie einen «Handlungspakt» für die Branche beschlossen. Ziel sei es, die Weichen für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des Chemie- und Pharmastandorts Deutschland zu stellen, heißt es in dem am Dienstag vorgestellten Konzept.

Altmaier sprach von gewaltigen Herausforderungen für die Chemie- und Pharmaindustrie. Bei der Transformation zu CO2-Neutralität müssten Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften und Wissenschaft eng zusammenarbeiten.

Der Präsident des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), Christian Kullmann, erklärte, die Branche sei der Schlüssel für die Transformationsaufgabe zur Klimaneutralität. Um dies zu erreichen, benötige die Chemiebranche nach der «Roadmap 2050» des VCI mehr als 600 Terrawattstunden Grünstrom im Jahr – dies sei mehr als der aktuelle Stromverbrauch in Deutschland.

Entlastungen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit hätten weiter eine zentrale Bedeutung, wie Energie-und Stromsteuerentlastungen und eine Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung, heißt es. Ziel sei, dass die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms in den nächsten fünf Jahren schrittweise abgesenkt und schließlich ganz abgeschafft werde.

Gleichzeitig müssten die Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter sinken. Ein in der EU diskutierter CO2-Grenzausgleichsmechanismus wird laut Konzept von der chemischen Industrie jedoch überwiegend kritisch beurteilt. Ein Schlüssel zur Transformation der Chemieindustrie sei Wasserstoff.

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