Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Kein Dioxin im Ruß: Umweltamt weiter vorsichtig

Seite: 13/14

Firmen zum Thema

02.07.2021

Genf (dpa) *17:24 Uhr – WHO-Chef Tedros: Biontech muss mehr bei Technologietransfer tun

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Mainzer Firma Biontech zu mehr Engagement aufgerufen, um die Impfstoffproduktion weltweit anzukurbeln. «Ich bitte Firmen wie Biontech, Pfizer und Moderna dringend, ihr Wissen zu teilen, damit wir die Entwicklung neuer Produktionsstätten beschleunigen können», sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Es würden zwar neue Standorte für die Herstellung von Corona-Impfstoffen entwickelt, aber der Prozess komme schneller voran, wenn die Firmen ihre Technologie offen teilen würden.

Ärmere Länder hätten immer noch nicht genügend Impfstoff, um wenigstens zehn Prozent ihrer Bevölkerung bis Ende September zu impfen, während reiche Länder schon deutlich weiter seien, sagte Tedros. Die Regierungen dieser Länder würden zwar inzwischen Impfdosen spenden, es handele sich dabei aber immer noch nur um einen Tropfen auf den heißen Stein.

Er verwies zudem auf die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus. «Wir sind in einer sehr gefährlichen Periode der Pandemie», sagte Tedros. Kein Land sei bereits sicher, wenn das Virus mangels Impfungen in vielen Ländern mutieren könne, warnte er. Die Delta-Variante wurde seinen Angaben zufolge inzwischen in mindestens 98 Ländern nachgewiesen.

Wesseling (dpa/lnw) *16:37 Uhr – Shell startet in Wesseling Produktion von «grünem» Wasserstoff

Der Öl- und Erdgaskonzern Shell hat in Wesseling bei Köln eine Wasserstoff-Anlage in Betrieb genommen. Sie hat nach Unternehmensangaben vom Freitag eine Leistung von 10 Megawatt und kann pro Jahr bis zu 1300 Tonnen «grünen» Wasserstoff produzieren. Diese Art von Wasserstoff wird mit Ökostrom gewonnen, Kohle spielt keine Rolle.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) legte symbolisch den Hebel um für die Elektrolyse zur Wasserstoffproduktion. Er sprach von einem «Startschuss in ein klimaneutrales Industrieland».

Stahlhütten, Chemiefabriken und Zementwerke benötigen Wasserstoff, um künftig bei der Produktion kein klimaschädliches Kohlendioxid mehr auszustoßen. Auch synthetische Brenn- und Kraftstoffe können mit Wasserstoff hergestellt und im Transportbereich eingesetzt werden. Die EU und der Bund unterstützen den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft mit Milliardensummen.

Shell plant in Wesseling bereits eine weitere Elektrolyse-Anlage mit 100 Megawatt Leistung. Diese könnte Ende 2024 fertiggestellt sein, eine endgültige Investitionsentscheidung ist aber noch nicht gefallen.

Köln (ots) *07:02 Uhr – Befindlichkeitsumfrage: Chemie-Führungskräfte auch im zweiten Coronajahr zufrieden mit Personalpolitik

Auch im zweiten Jahr der Coronapandemie sind die Führungskräfte in der deutschen Chemie- und Pharmabranche weitestgehend zufrieden mit der Personalpolitik ihrer Unternehmen. Das zeigt die diesjährige Befindlichkeitsumfrage des VAA unter den außertariflichen und leitenden Angestellten von Deutschlands drittgrößtem Industriezweig.

Wie im Vorjahr liegt die Durchschnittsnote für die personalpolitischen Maßnahmen der Unternehmen bei 2,8. Für die Personalpolitik im Kontext mit der Coronakrise vergaben die Befragten mit 1,6 allerdings eine deutlich bessere Bewertung als bei den Kernfragen der Befindlichkeitsumfrage.

An der Spitze des Umfragerankings steht in diesem Jahr der Mainzer Glaskonzern Schott, gefolgt vom Leverkusener Polymerhersteller Covestro. Die beiden Unternehmen haben somit im Vergleich zum Vorjahr die Plätze getauscht. Hinter Schott und Covestro kann der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim seinen dritten Platz aus dem Vorjahr verteidigen.

Mit Shell, Daiichi Sankyo und Celanese konnten 2021 drei Unternehmen, deren Konzernmutter nicht in Deutschland ansässig ist, ihre Bewertung deutlich verbessern und im Ranking vorrücken. Der bayerische Chemiekonzern Wacker erhielt dagegen eine deutlich schlechtere Bewertung als im Vorjahr und fiel von Platz zehn auf Platz 14 zurück. 2019 hatte Wacker noch auf dem dritten Platz gelegen.

Auch die Umfrageteilnehmer bei B. Braun Melsungen vergaben schlechtere Bewertungen als 2020, sodass der hessische Pharma- und Medizinbedarfshersteller nach Platz zwölf im Vorjahr nun auf Platz 19 von 23 steht.

Die jährliche VAA-Befindlichkeitsumfrage wurde 2021 zum 20. Mal durchgeführt. Sie ist ein anerkanntes und unabhängiges Barometer für die Stimmung der außertariflichen und leitenden Angestellten in der Chemie- und Pharmaindustrie. An der Befindlichkeitsumfrage 2021 von Mitte April bis Mitte Mai beteiligten sich mehr als 2.700 Personen.

(ID:47489748)