Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Kein Dioxin im Ruß: Umweltamt weiter vorsichtig

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Firmen zum Thema

08.07.2021

Berlin (dpa) *14:53 Uhr – Mineralölwirtschaft will sich in neuem Verband organisieren

Die Mineralölwirtschaft in Deutschland will ihre Interessen künftig in einem neuen Verband organisieren. Der neue Verein soll «en2x - Wirtschaftsverband Fuels und Energie» heißen und die bisherigen Interessenvertretungen - den 1946 gegründeten Mineralölwirtschaftsverband (MWV) sowie das 1984 ins Leben gerufene Institut für Wärme und Mobilität (IWO) - vollständig ersetzen, wie der MWV am Donnerstag mitteilte. Darauf hätten sich die bisherigen Mitgliedsunternehmen beider Organisationen zuvor verständigt. Sitz von en2x werde Berlin.

Mit dem neuen Verband wolle die Branche auf die anstehenden Transformationen angesichts der politischen Klimaziele reagieren und sich neu aufstellen, hieß es. Ob sich die künftige Interessenvertretung auch personell verändern wird, oder ob dieselben Verantwortlichen in ähnlicher Position weitermachen, blieb am Donnerstag zunächst offen. Solche Fragen sollten bald geklärt werden, sagte ein Sprecher.

Braunschweig (dpa/lni) *11:46 Uhr – Für Corona-Medikament: Pharmaunternehmen kauft Anteile von Corat

Zur schnelleren Entwicklung eines Mittels gegen Covid-19 hat sich das Braunschweiger Start-up Corat Therapeutics mit dem bayerischen Unternehmen Dermapharm zusammengetan. Die Partnerschaft solle die klinische Entwicklung beschleunigen und die Ausweitung der Produktion vereinfachen, um das Medikament schneller für die Patienten verfügbar zu machen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Donnerstag. Demnach steigt der Arzneimittelhersteller aus Grünwald bei München mit einem Millionenbetrag bei den Niedersachsen ein.

Über den genauen Übernahmepreis für die Geschäftsanteile sei zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart worden. Aus einer Pflichtmitteilung vom Mittwoch geht hervor, dass Dermapharm im Zuge einer Kapitalerhöhung 24,9 Prozent der Anteile am Braunschweiger Unternehmen erlangt. Corat entwickelt derzeit ein Antikörper-Präparat zur Behandlung von Covid-19-Patienten im Krankenhaus mit moderaten bis schweren Symptomen.

Marl (dpa/lnw) *09:08 Uhr – Evonik nimmt neue Großanlage für Spezialkunststoff in Betrieb

Im Chemiepark Marl geht eine neue Anlage für die Produktion eines speziellen Kunststoffs offiziell in Betrieb. Der Chemiekonzern Evonik hat für rund 400 Millionen Euro seine bestehenden Kapazitäten für die Herstellung von Polyamid (PA) 12 um mehr als 50 Prozent erhöht. Es handelt sich nach Angaben des Unternehmens um die bislang größte Investition von Evonik in Deutschland. Zur Eröffnung der Anlage, von der Teile bereits laufen, kommen auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und der Vorsitzende der Chemiegewerkschaft IGBCE, Michael Vassiliadis, nach Marl.

Evonik bezeichnet Polyamid 12 als Hochleistungskunststoff, der besonders hohen Belastungen ausgesetzt werden könne. Die weltweite Nachfrage wachse stetig. Der Kunststoff werde für Brems- und Kraftstoffleitungen in Autos und in der Medizintechnik verwendet, Rohre aus PA 12 könnten einfach verlegt werden und etwa bei Gasleitungen die deutlich schwereren Rohre aus Stahl ersetzen. Einen Nachfrageschub gebe es auch durch die Entwicklung des 3D-Drucks, bei dem Polyamid 12 eingesetzt werde.

07.07.2021

Mannheim (dpa/lsw) *15:50 Uhr – Pharmahändler Phoenix will McKesson-Geschäfte übernehmen

Der Mannheimer Pharmagroßhändler Phoenix will sich in Europa breiter aufstellen und Teile von US-Konkurrent McKesson kaufen, darunter die Europazentrale in Stuttgart. Beide Unternehmen unterzeichneten nach Angaben vom Mittwoch eine Vereinbarung über den Erwerb auch von McKesson-Geschäften in Belgien, Frankreich, Irland, Italien, Portugal und Slowenien. Der Verkauf müsse aber noch kartellrechtlich genehmigt werden.

Das Familienunternehmen Phoenix beschäftigt in Europa nach früheren Angaben mehr als 39 000 Menschen, beliefert Apotheken und Kliniken mit Medikamenten und betreibt zugleich über 2800 eigene Apotheken in 14 Ländern. Der Umsatz stieg im coronageprägten Geschäftsjahr 2020/21 (31. März) um 3,2 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern legte von 164,9 auf 234,7 Millionen Euro zu.

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