Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Kein Dioxin im Ruß: Umweltamt weiter vorsichtig

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27.07.2021

Leverkusen (dpa) 19:53 -Mindestens zwei Tote, viele Verletzte

IBei einer verheerenden Explosion in einer Müllverbrennungsanlage im Chempark Leverkusen sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Beschäftigte wurden am Dienstagabend noch vermisst. «Die Suche nach den Vermissten läuft weiter auf Hochdruck. Leider schwindet die Hoffnung, sie lebend zu finden, zusehends», sagte Chempark-Leiter Lars Friedrich laut Mitteilung. Die Zahl der Verletzen wurde vom Betreiber wie von der Polizei mit 31 angegeben.

Wie viele Menschen noch dem Unglück noch gesucht werden, war zunächst nicht genau klar. In der Mitteilung des Betreibers vom Abend hieß es: "Vermisst werden noch fünf Mitarbeiter*innen, die Suche nach ihnen läuft weiterhin auf Hochdruck."

Leverkusen (dpa) 17:25Zahl der Verletzten gestiegen, Entwarnung

Bei einer verheerenden Explosion in einer Müllverbrennungsanlage im Chempark Leverkusen ist mindestens ein Mitarbeiter ums Leben gekommen. Vier weitere wurden nach dem Unglück am Dienstag nach Angaben der Betreiberfirma Currenta noch vermisst. Die Polizei zählte bis zum Abend 31 Verletzte. Fünf von ihnen wurden intensivmedizinisch versorgt. Die Ursache für die Explosion war zunächst unklar.

"Wir sind tief betroffen über diesen tragischen Unfall und den Tod eines Mitarbeiters. Unser besonderes Mitgefühl gilt vor allem den Angehörigen, aber auch den Kollegen, die mit ihm zusammengearbeitet haben»", sagte Chempark-Leiter Lars Friedrich. Es seien schwere Stunden, viele Anwohner hätten Angst, berichtete Friedrich bei einem eilig anberaumten Pressetermin am Nachmittag. Nach den vermissten Personen werde mit Hochdruck gesucht. "Wir haben Hoffnung, dass die vier Vermissten noch lebend gefunden werden."

Nach der Explosion brannte das Tanklager mit Lösungsmitteln stundenlang, ehe das Feuer am Mittag unter Kontrolle und weitgehend gelöscht war. "Die Löscharbeiten mussten warten, bis eine Stromleitung vom Netz getrennt war", erklärte die Stadt. Sogar die Feuerwehr im rund 60 Kilometer entfernten Dortmund warnte vor möglichen Geruchsbelästigungen.

Anwohner wurden vorsorglich aufgefordert, geschlossene Räume aufzusuchen sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Erst am Nachmittag hob Leverkusen die Warnung für die meisten Stadtteile wieder auf - nur im besonders betroffenen Stadtteil Bürrig galt sie weiterhin. Wegen des möglichen Schadstoffausstoßes wurden Anwohner zudem vor dem Verzehr von Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten gewarnt. Eine Einschätzung, ob in den Niederschlägen nach dem Brand «relevante Stoffe» zu finden seien, sei nach Auskunft des Landesumweltamtes (LANUV) noch nicht möglich.

Leverkusen (dpa) 14:00 Leverkusen (dpa Toter nach Explosion im Leverkusener Chempark gefunden

Nach der schweren Explosion im Leverkusener Chempark ist ein vermisster Mitarbeiter tot aufgefunden worden. Das teilte die Betreiberfirma Currenta am Dienstagnachmittag mit. Die Explosion hatte sich nach Angaben der Firma aus bisher unbekannter Ursache gegen 9.30 Uhr im Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig ereignet. Danach kam es zu einem Brand in dem Tanklager, der gegen Mittag gelöscht worden war.

Wie Currenta weiter mitteilte, wurden nach dem Unglück in der Müllverbrennungsanlage noch vier Mitarbeiter vermisst. Laut Stadt Leverkusen wurden vier Schwerverletzte und zwölf Verletzte geborgen.

Anwohner des Chemiebetriebs waren aufgefordert, geschlossene Räume aufzusuchen sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ordnete das Ereignis in die Warnstufe «Extreme Gefahr» ein.

Zahlreiche Einsatzkräfte der Werksfeuerwehr, Polizei und Luftmesswagen waren im Einsatz. Erste Luftmessungen der Umweltschutzeinheiten im Kölner Norden ergaben laut Feuerwehr gegen Mittag, dass derzeit keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Die Messungen würden fortgesetzt. Gleichwohl wurden Autofahrer aufgefordert, Fahrzeugfenster geschlossen zu halten und die Lüftungen auszustellen. Zahlreiche Autobahnen rund um Köln und Leverkusen waren stundenlang gesperrt.

Nach der Explosion brannte nach Angaben der Stadt ein Tank mit Lösungsmitteln. «Die Löscharbeiten mussten warten, bis eine Stromleitung vom Netz getrennt war. Das ist nun geschehen. Die Löscharbeiten beginnen», teilte die Kommune am Mittag mit.

Kassel (dpa) 09:20 -BASF-Mehrheitsbeteiligung Wintershall Dea verdient deutlich mehr

Die BASF-Mehrheitsbeteiligung Wintershall Dea hat im zweiten Quartal dank kräftig gestiegener Öl- und Gaspreise operativ deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Zudem profitierte der Öl- und Gaskonzern von höheren Produktionsmengen und niedrigeren Investitionen. Im zweiten Quartal legte der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Explorationskosten (Ebitdax) auf 636 Millionen Euro zu. Das waren zwar 140 Prozent mehr als im Vorjahr, allerdings hatte die Corona-Pandemie mit den starken Einschränkungen im täglichen Leben das Unternehmen da besonders stark getroffen.

Unter dem Strich stand Gewinn von 52 Millionen Euro nach einem Verlust von 703 Millionen Euro im Vorjahr. Bereinigt um Sondereffekte wies das Unternehmen einen Überschuss von 168 (Vorjahr: 87) Millionen Euro aus. Der Umsatz betrug 1,5 Milliarden Euro nach 685 Millionen Euro im von der Corona-Krise geprägten Vorjahresquartal. Aufgrund der deutlich besseren Finanzlage schütteten die Kasseler für das zweite Quartal

100 Millionen Euro an die Gesellschafter BASF und Letter One aus.

Letter One ist eine Beteiligungsgesellschaft, in der der russische Oligarch Michail Fridman seine Dea-Anteile gebündelt hat. Im ersten Quartal war bereits eine Zahlung von 500 Millionen Euro an die Anteilseigner gegangen.

München (dpa) 08:18 -Ifo: Industrie erwartet steigende Exporte - Stimmung etwas schlechter

Ungeachtet der andauernden Corona-Krise und des Chipmangels gehen die meisten Branchen der deutschen Industrie von weiter steigenden Exporten in den nächsten Monaten aus. Zwar hat sich laut Münchner Ifo-Institut die Stimmung unter den ausführenden Unternehmen im Juli etwas verschlechtert, doch insgesamt laufe die Exportwirtschaft nach wie vor sehr gut. Der Ifo-Index der Exporterwartungen sank von 25 auf 24,5 Punkte, einen nach wie vor hohen Wert. Vor einem Jahr war der Index noch im Minus gewesen.

Laut Ifo erwarten nahezu alle Branchen einen Anstieg der Exporte, insbesondere Elektroindustrie, Maschinenbau und Nahrungsmittelindustrie. Die Autoindustrie rechnet demnach mit moderaten Zuwächsen.

Berlin (dpa) 05:31 -DIW schlägt milliardenschwere staatliche Technologiefonds vor

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schlägt milliardenschwere staatliche Technologiefonds vor, um den digitalen und ökologischen Wandel in der Industrie zu unterstützen. Um einen wirksamen Anstoß zur Transformation der Industrie zu leisten, sollte der Bund dafür schätzungsweise etwa 30 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, hieß es in dem Vorschlag anlässlich der Bundestagswahl im September.

Gerade für die Exportnation Deutschland ist dem DIW zufolge eine wettbewerbsstarke, innovative Industrie von zentraler Bedeutung. Die Industrie steht für mehr als 80 Prozent der deutschen Ausfuhren. «Die digitalen und ökologischen Herausforderungen sind gigantisch und machen milliardenschwere Investitionen über die kommenden Jahre erforderlich», schreiben die Wissenschaftler. Die inhaltliche Ausrichtung der Fonds darf sich aus Sicht des DIW allerdings nicht nur an wirtschaftlichen Interessen ausrichten, sondern muss sich an breiten gesellschaftlichen Anforderungen orientieren. Als Technologiefelder nennt das DIW unter anderem Mikroelektronik, Batteriezellen, grünen Wasserstoff, digitale Plattformen oder additive Fertigung. Die Projekte sollten ferner so angelegt sein, dass nicht nur einzelne Unternehmen davon profitierten.

Singapur (dpa) 07:54 -Ölpreise legen etwas zu

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 74,72 US-Dollar. Das waren 22 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um

16 Cent auf 72,07 Dollar.

Nach wie vor bleibt der Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ein bestimmendes Thema am Ölmarkt. Trotz neuer Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in einigen Regionen der Welt wird am Markt aber mittlerweile erwartet, dass sich die Erholung der Nachfrage nach Rohöl fortsetzen werde.

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