Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Kein Dioxin im Ruß: Umweltamt weiter vorsichtig

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Firmen zum Thema

29.07.2021

New York (dpa) 22:48- Dow wieder auf Rekordjagd

Dank nachlassender Inflationsängste haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag mit Gewinnen geschlossen und weitere Höchststände erklommen. Neue Unternehmenszahlen brachten Licht und Schatten.

Der Dow Jones Industrial verbuchte ein Rekordhoch von knapp 35 172 Punkten und stieg letztlich um 0,44 Prozent auf 35 084,53 Zähler.

Auch der marktbreite S&P 500 erklomm einen weiteren Höchststand und rückte schließlich um 0,42 Prozent auf 4419,15 Punkte vor. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,20 Prozent auf 15 048,36 Punkte aufwärts.

Leverkusen (dpa) 16:16 - Nach Explosion in Leverkusen drei weitere Tote gefunden

Zwei Tage nach der verheerenden Explosion in einer Leverkusener Müllverbrennungsanlage haben Einsatzkräfte drei weitere Menschen tot in den Trümmern gefunden. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Köln am Donnerstag mit. Die Zahl der nunmehr bestätigten Todesopfer erhöhte sich damit auf fünf. Zwei Menschen würden weiter vermisst, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Detonation hatte sich am Dienstagmorgen in einem Tanklager des Chemparks - einem Gelände mit Chemie-Unternehmen - ereignet. Die Suche nach Vermissten gestaltete sich schwierig.

Leverkusen (dpa) 16:03 - Bayer legt weitere Milliarden für US-Glyphosatstreit zur Seite

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer legt für den ohnehin schon teuren Glyphosatrechtsstreit in den USA weitere Milliarden zur Seite. Für das zweite Quartal 2021 werde eine zusätzliche Rückstellung in Höhe von brutto 4,5 Milliarden US-Dollar

(3,8 Milliarden Euro) vor Steuern und Abzinsung gebildet, um mögliche langfristige Risiken zu reflektieren, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag mit. Das geschehe, falls das oberste US-Gericht einen wegweisenden Fall entweder nicht zur Verhandlung annehme oder im Sinne der Kläger urteile. In diesem Fall würde Bayer ein eigenes Programm aufsetzen, um mit weiteren Klagen in der Sache umzugehen.

Gleichwohl zeigte sich der Konzern zuversichtlich, dass der Supreme Court ein für das Unternehmen vorteilhaftes Urteil fällt.

Ludwigshafen (dpa/lrs) 15:58 - Weltkriegsbombe auf BASF-Firmengelände gefunden

Auf dem Firmengelände des Chemieunternehmens BASF in Ludwigshafen ist am Donnerstag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg inklusive Zünder gefunden worden. Die britische Fliegerbombe sei 250 Kilogramm schwer, teilte das Unternehmen mit. Es bestehe keine Gefahr für Mitarbeiter und Bürger, die Bombe sei gesichert. Die Entschärfung ist erst für Ende August geplant, da hierfür aus Sicherheitsgründen eine 25 Meter lange Schutzpyramide erstellt wird. Diese besteht hauptsächlich aus Sand, das Innere der Pyramide ist laut BASF durch ein Zugangsrohr erreichbar. Gefunden worden war die Bombe bei einer Überprüfung im Vorfeld von Bauarbeiten im Werksteil Nord.

Leuven (dpa) 14:44 - AB Inbev verdient operativ weniger als erwartet

Die weltgrößte Bierbrauer Anheuser-Busch Inbev hat sich im zweiten Quartal zwar kräftig von der Corona-Krise erholt.

Wegen hoher Rohstoffkosten und stark gestiegener Marketingausgaben blieb das operative Ergebnis aber hinter den Erwartungen zurück. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei um 42 Prozent auf 4,85 Milliarden US-Dollar (4,1 Mrd Euro) gestiegen, teilte das im EuroStoxx 50 notierte Unternehmen am Donnerstag mit. Bereinigt um die Wechselkursveränderungen sowie Zu- und Verkäufe habe das Plus 31 Prozent betragen. Der Umsatz legte aus eigener Kraft um 28 Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar zu. AB Inbev stellt unter anderem Budweiser, Beck's, Stella Artois und Corona Extra her. An der Börse wurden die Quartalsbilanz mit Enttäuschung aufgenommen.

Steigende Rohstoffkosten könnten dem Konzern beim geplanten Abbau der Schulden einen Strich durch die Rechnung machen, lautete eine Sorge von Investoren. In den ersten sechs Monaten zog die Nettoverschuldung im Vergleich zum Jahresende 2020 auf 83,4 Milliarden Dollar an. Das ist etwa das 4,4-fache des auf das Jahr hochgerechneten operativen Gewinns. Angestrebt werde ein Wert von 2,0.

Leverkusen (dpa) 09:17 - Nach Explosion in Leverkusen: Polizei ermittelt am Unglücksort

Nach der verheerenden Explosion mit zwei Toten auf einem Gelände von Chemie-Unternehmen in Leverkusen begutachten Ermittler der Kölner Polizei den Unglücksort. Der Brandort könne am Donnerstag betreten werden, die Ermittler seien wohl den ganzen Tag vor Ort, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei am Morgen. Es sei eine «Puzzlearbeit» und unwahrscheinlich, dass die Unglücksursache sofort herausgefunden werde. Durch die Explosion am Dienstagmorgen waren mindestens 2 Menschen getötet worden. 31 wurden nach Angaben der Chempark-Betreiberfirma Currenta verletzt. 5 Menschen werden noch vermisst. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, ist minimal.

Die Polizei werde mit zwei Teams vor Ort sein, sagte der Sprecher. Ein Team stehe bereit um zu dokumentieren und zusammen mit der Feuerwehr eventuell Leichen zu bergen. Die Begehung finde mit Vertretern vom Umweltbehörden, Sachverständigen, des Unternehmens und des Landeskriminalamts statt. Die Polizei will bei den Ermittlungen auch Drohnen einsetzen. Laut Polizei ist fraglich, ob alle Bereiche schon begangen werden können: Teile seien einsturzgefährdet, andere Bereiche kontaminiert. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion gegen unbekannt.

Singapur (dpa) 08:04 - Ölpreise legen weiter zu

Die Ölpreise haben am Donnerstag ihre moderaten Aufschläge vom Vortag ausgebaut. Am Morgen kostete ein Barrel (159

Liter) der Nordseesorte Brent 74,25 Dollar. Das waren 38 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 39 Cent auf 72,78 Dollar. Die Preise rangieren damit etwa vier Dollar unter ihren Anfang Juli erreichten Mehrjahreshochs.

Auftrieb erhielten die Preise zuletzt von einem durch die Bank schwächeren Dollar. Die US-Währung reagierte auf Hinweise der Notenbank Fed vom Vorabend, die zwar Signale für eine weniger lockere Geldpolitik gab, hierbei aber vage blieb. Da Rohöl in Dollar gehandelt wird, vergünstigt ein fallender Dollarkurs den Rohstoff für Interessenten außerhalb des Dollarraums und steigert häufig deren Nachfrage. Unterstützung erhielt der Ölmarkt auch durch Lagerdaten aus den USA: Die Bestände an Rohöl fielen in der vergangenen Woche auf den tiefsten Stand seit Anfang 2020. Dies kann Folge einer anziehenden Nachfrage oder eines geringeren Angebots sein. Die Ölpreise reagieren auf rückläufige Vorräte häufig mit Preisaufschlägen.

Vevey (dpa) 07:51 - Nestlé mit starkem ersten Halbjahr

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé ist dank anhaltend guter Geschäfte im Einzelhandel im ersten Halbjahr stark gewachsen. Zudem wirkten sich Preiserhöhungen und zuletzt auch der Wegfall von Corona-Beschränkungen positiv aus. Organisch - also gerechnet ohne Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe - legten die Erlöse um 8,1 Prozent zu, wie der Konzern am Donnerstag in Vevey mitteilte. Nominal betrug das Plus 1,5 Prozent auf knapp 42 Milliarden Schweizer Franken (38,7 Mrd Euro). Unter dem Strich konnte Nestlé damit seinen Gewinn auf 5,9 Milliarden Franken steigern.

Das Management um Konzernchef Mark Schneider passte seine Ziele für das Jahr etwas an. So rechnet Nestlé nun mit einem organischen Wachstum um 5 bis 6 Prozent. Zuvor hatte der Konzern noch ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich anvisiert, was ein Plus von 4 bis 6 Prozent bedeutet.

London (dpa) 04:31 - Britische Wirtschaft erleichtert über Ende der Quarantänepflicht in England

Die britische Wirtschaft hat die Aufhebung der Quarantänepflicht für Reisende aus der EU und den USA begrüßt. «Für die langfristige Erholung unserer Wirtschaftsbeziehung ist es von enormer Bedeutung, dass Reisen im Personen- und Handelsverkehr wieder in beide Richtungen möglich sind», sagte die Geschäftsführerin der britischen Handelskammer in Deutschland, Ilka Hartmann. Viele Unternehmen im bilateralen Handel profitierten vom Ende der Maßnahmen. Hartmann forderte, die Kosten für notwendige Corona-Tests auf ein Minimum zu begrenzen.

Vom 2. August an müssen sich vollständig geimpfte Reisende aus der EU und den USA nicht mehr wie bisher für mindestens fünf Tage nach Ankunft in häusliche Isolation begeben. Notwendig sind allerdings weiterhin ein negativer Corona-Test vor der Einreise sowie ein weiterer Test spätestens am 2. Tag nach der Ankunft in England.

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