Newsticker August: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Weltkriegsbombe in Chemieareal in Tschechien gesprengt

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26.08.2024

Omsk (dpa) *17:37 Uhr – Toter und Verletzte bei Feuer in russischer Großraffinerie

In einer der größten russischen Ölraffinerien in der sibirischen Stadt Omsk ist ein Brand ausgebrochen. Sieben Arbeiter wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht, teilten die regionalen Behörden der staatliche Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Einer von ihnen erlag seinen Verletzungen, berichtete die Agentur Interfax.

Das Feuer in einer Produktionsanlage brannte demnach auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern. Es sei inzwischen unter Kontrolle gebracht worden. Die Ursache werde ermittelt. Nach offiziellen Angaben läuft der Betrieb weiter.

Die Raffinerie in Omsk gehört zu Gazpromneft, der Öltochter des großen staatlichen Gaskonzerns Gazprom. Brände in russischen Raffinerien gingen in den vergangenen Monaten häufig auf ukrainische Drohnenangriffe zurück. Angesichts einer Entfernung von rund 3000 Kilometern zwischen Omsk und der Ukraine erschien das in diesem Fall jedoch unwahrscheinlich.

Erlangen (dpa/lby) *14:10 Uhr – Millionenförderung für fränkisches Wasserstoff-Projekt

Millionenförderung für ein Wasserstoff-Projekt aus Mittelfranken: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat der Erlanger Firma Hydrogenious LOHC Technologies einen Förderbescheid in Höhe von 72,5 Millionen Euro überreicht. Der Bund übernimmt 70 Prozent der Mittel, der Freistaat Bayern 30 Prozent.

Das Unternehmen will damit eine Anlage zur Abgabe von flüssigem Wasserstoff in Bayern errichten. Mit dem Projekt «Green Hydrogen @ Blue Danube» sollen ab 2028 jährlich bis zu 1.800 Tonnen Wasserstoff an Industrieunternehmen im Donauraum gelangen. Der Standort der Anlage steht derzeit noch nicht fest.

Habeck bezeichnete die von dem Erlanger Unternehmen entwickelte Anlage als Pionierarbeit und lobte die flexiblen Einsatzmöglichkeiten der sogenannten LOHC-Technologie.

Diese steht für Liquid Organic Hydrogen Carriers und meint damit die Möglichkeit, Wasserstoff an eine Flüssigkeit zu binden, um ihn so besser speichern und transportieren zu können. Das Erlanger Unternehmen nutzt dazu das schwer entflammbare Öl Benzyltoluol.

Dies bietet nach Firmenangaben den Vorteil, dass die Bindung des Wasserstoffs mit der Flüssigkeit bei deutlich geringeren Temperaturen möglich ist als etwa bei Amoniak, wie es bei anderen Lösungen zum Einsatz kommt. Auch sei der Umgang mit Benzyltoluol deutlich gefahrloser als mit Amoniak. Das Öl kann mit Lastwagen, Zügen oder auch Schiffen transportiert werden.

Das Unternehmen entwickelt neben Anlagen zur Abgabe des flüssigen Wasserstoffs auch Wasserstoff-Speicher und arbeitet mit Partnern an Lösungen zum Transport und dem Einsatz der LOHC-Technologie im Bereich Mobilität.

Leuna (dpa/sa) *12:14 Uhr – Feuer in Chemiepark Leuna gelöscht

Im Chemiepark Leuna ist am Morgen nach einer Verpuffung ein Feuer ausgebrochen. Im Laufe des Vormittags sei der Brand gelöscht worden, sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Infraleuna. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Es habe eine Verpuffung an einem Lkw-Auflieger gegeben. Anwohner berichteten in den sozialen Netzwerken, dass es zuvor einen lauten Knall und eine Druckwelle gegeben habe, die auch noch in angrenzenden Wohngebieten zu spüren gewesen seien. Der Zwischenfall ereignete sich auf dem Gelände von Linde, einem Hersteller von Gasen. Der Betrieb im Chemiepark sei durch den Brand nicht beeinträchtigt. Das Unternehmen suche derzeit nach dem Grund für die Verpuffung.

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