Newsticker August: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Weltkriegsbombe in Chemieareal in Tschechien gesprengt

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02.08.2024

Düren/Köln (dpa/lnw) *19:11 Uhr – Nachbarschaft von Dürener Firma soll kein Garten-Obst essen

Nach dem Austritt eines Stoffs bei Atcoat in Düren empfehlen Umwelt-Experten den Anwohnern, vorsorglich kein Obst oder Gemüse aus ihrem Garten zu essen. Das teilte die Bezirksregierung Köln am Freitag mit. Die Empfehlung stamme vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV), das Proben genommen habe.

Bei der Firma in Düren-Merken war nach Angaben der Bezirksregierung am 25. Juli ungeplant sogenanntes Alkydharz auf Basis von Sojaöl freigesetzt worden. Dabei handle es sich nicht um einen Gefahrstoff, so die Behörde. Zunächst sei auch angenommen worden, dass sich der Austritt nur «lokal» auf das Betriebsgelände beschränkt habe. Im Laufe der Woche hätten Anwohner dann aber von klebrigen Flecken auf Oberflächen berichtet. Das LANUV habe dann am Freitag Proben genommen.

Das Ergebnis demnach: Eine akute Gefährdung sei nicht zu erwarten. Da man eine vollkommene «Ungefährlichkeit bei größerer Aufnahme in den Körper» aber nicht «restlos» ausschließen könne, empfehle man, vorerst kein Obst und Gemüse aus den umliegenden Gärten zu essen. Nicht zu erwarten sei aber, dass sich die Stoffe in den Pflanzen oder im Boden anreichern. Die «nächsten Fruchtfolgen» könnten daher normal genutzt werden.

Schiermonnikoog (dpa) *09:24 Uhr – Greenpeace beendet Blockade auf Nordsee

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace beendet die Protestaktion gegen eine geplante Erdgasförderung vor der niederländischen und deutschen Nordseeküste. Greenpeace beugt sich einem Urteil eines Gerichts in Amsterdam vom Donnerstagabend. Das Gericht hatte dem niederländischen Energieunternehmen One-Dyas Recht gegeben, das eine einstweilige Verfügung gegen die Umweltschützer beantragt hatte.

One-Dyas will vor den Wattenmeerinseln Schiermonnikoog und Borkum nach Erdgas bohren. In dieser Woche sollte die Bohrplattform installiert werden. Doch das wurde von rund 20 Aktivisten von Greenpeace seit Dienstag mit Booten und treibenden Inseln verhindert.

One-Dyas hatte geklagt und erklärt, dass die Bauarbeiten durch die Protestaktion stark verzögert würden. Dadurch käme auch der für Dezember geplante Start der Erdgasproduktion in Gefahr. Das Gericht verwies darauf, dass dafür alle Genehmigungen erteilt worden waren. Greenpeace darf nun nicht näher als 500 Meter an die Baustelle kommen.

Die Umweltschutzorganisation sowie auch Inselbewohner fürchten Umweltschäden für die Küste, die Inseln und das Wattenmeer. Greenpeace ist gegen die Produktion fossiler Energien angesichts der Klimakrise. «Die Aktivisten ziehen nun ab, aber unser Protest geht weiter», erklärte Greenpeace auf X.

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