Waldenburg (dpa/lsw) *15:43 Uhr – Explosionsschutz-Spezialist Stahl macht mehr Umsatz
Der Explosionsschutz-Spezialist Stahl hat im ersten Halbjahr gute Geschäfte gemacht und sieht sich auf bestem Weg zu seinen Jahreszielen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz um 12,4 Prozent auf 174 Millionen Euro, wie der börsennotierte Mittelständler aus Waldenburg (Hohenlohekreis) mitteilte. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen stieg um 8 Prozent auf 10,3 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben davon 5,8 Millionen Euro übrig (plus 2,5 Prozent).
Der Auftragseingang lag demnach bei rund 181 Millionen Euro – und damit 2,8 Prozent unter dem Vorjahreswert von 186 Millionen Euro. Die Investitionsbereitschaft der Kunden sei hoch. Von Januar bis Juni sei insbesondere der Auftragseingang aus den Zentralregionen – Afrika und Europa ohne Deutschland – gestiegen. In den anderen Regionen sei der Eingang leicht rückläufig gewesen, hieß es.
Unternehmenschef Mathias Hallmann teilte mit: «Die Nachfrage unserer Kunden hat sich belebt und die eingeleiteten strategischen Maßnahmen greifen.» Im laufenden Jahr sollen unter anderem Prozesse im Finanz- und IT-Bereich optimiert werden, was die Grundlage für künftige Kosteneinsparungen legen soll.
Man sei zuversichtlich, die Ziele für 2024 zu erreichen. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 335 bis 350 Millionen Euro. 2023 waren es 330,6 Millionen Euro. Außerdem rechnet das Management für 2024 mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) vor Sondereinflüssen zwischen 35 und 45 Millionen Euro, nach 38,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Düsseldorf (dpa) *15:05 Uhr – Uniper will über 3,4 Milliarden Staatshilfe zurückzahlen
Der während der Energiekrise mit staatlichen Milliardenzahlungen gerettete Energiekonzern Uniper will im kommenden Frühjahr mehr als 3,4 Milliarden Euro an den Bund zurückzahlen. Dies teilte das Unternehmen in Düsseldorf mit. Uniper gehört seit der Energiekrise 2022 vorübergehend dem deutschen Staat.
Die Summe besteht zum einen aus einer Rückstellung aus dem vergangenen Jahr mit einem Wert von 2,9 Milliarden Euro Ende Juni. Bei den übrigen rund 540 Millionen Euro handelt es sich vor allem um Geld, das Uniper im August 2022 im Zuge des Gasstreits mit dem russischen Gaskonzern Gazprom einbehalten hatte. Nach einem Schiedsgerichtsurteil darf das Unternehmen das Geld nun gegen Schadenersatzansprüche gegen Gazprom aufrechnen und für die Rückzahlung an den Bund bereithalten.
«Die genaue Höhe der Zahlungsverpflichtung wird nach Vorliegen der Geschäftszahlen für 2024 ermittelt», sagte Finanzvorständin Jutta Dönges am Donnerstag in Düsseldorf bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. «Beide Zahlungen sind als Rückzahlungen an den deutschen Steuerzahler zu betrachten.» Mit der Rückzahlung folgt Uniper einer EU-Auflage.
Uniper geriet 2022 in Schieflage, nachdem Russland nach dem Angriff auf die Ukraine seine Gaslieferungen erst verringerte und dann einstellte. Die Ersatzbeschaffungen kosteten Milliarden. Damit Uniper nicht in die Knie ging, zahlte Deutschland Beihilfen von rund 13,5 Milliarden Euro und wurde mit über 99 Prozent Mehrheitseigentümer.
Der Bund ist verpflichtet, seine Beteiligung bis spätestens 2028 auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie zu reduzieren. Die Beihilfen wurden von der EU-Kommission unter Auflagen genehmigt. «Es ist damit zu rechnen, dass der Bund vor allem aus dem Verkauf seiner Anteile an Uniper weitere Erlöse erzielen wird», betonte Dönges.
Uniper-Chef Michael Lewis äußerte sich zufrieden mit der bisherigen Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr und verwies auf Investitionsentscheidungen mit einem Volumen von rund 400 Millionen Euro. «Die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft von Uniper sind gestellt. Wir stehen bereit, unseren Beitrag zur Beschleunigung der Energiewende zu leisten», betonte er.
Im ersten Halbjahr verbuchte der Energiekonzern einen bereinigten Nettogewinn von mehr als 1,1 Milliarden Euro nach 2,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet Uniper unterm Strich mit einem Gewinn zwischen 1,1 und 1,5 Milliarden Euro.
Stand: 08.12.2025
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