Blaichach (dpa/lby) *17:37 Uhr – Feuerwehr muss Chemikalienbehälter einer Wäscherei kühlen
Weil mehrere Behälter mit Chemikalien einer Wäscherei sich wegen der Hitze ausdehnten und zu bersten drohten, haben zahlreiche Feuerwehrkräfte die Tanks mit Wasser heruntergekühlt. Über hundert Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) seien am Dienstag bei der Wäscherei in Blaichach (Landkreis Oberallgäu) im Einsatz gewesen. Sie konnten ein Auslaufen der Chemikalien verhindern, teilte die Polizei mit. Noch in der Nacht habe dann eine Spezialfirma die Behälter abtransportiert.
Bereits in der Nacht zu Dienstag gab es einen Großeinsatz in der Wäscherei. Dort war bei einem Betriebsunfall ein chemischer Stoff aus einem 1.000 Liter-Tank ausgelaufen. Dieser habe mit einer weiteren Chemikalie reagiert, wodurch gesundheitsschädliche Stoffe entstanden seien. Insgesamt wurden vier Menschen verletzt. Die Einsatzkräfte haben daraufhin die Chemikalien in Tanks gepumpt und auf den Hof gestellt, wo sie sich erhitzten.
Biotechnologie wird in Rheinland-Pfalz ganz großgeschrieben. Die Ampelregierung in dem Bundesland mit dem Corona-Impfstoffhersteller Biontech will laut Koalitionsvertrag sogar zum Biotechnologiestandort Nummer eins werden.
Die zurückgetretene Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hielt die Biotechnologie für eine der größten Zukunftschancen des Landes. Ihr Nachfolger Alexander Schweitzer (auch SPD) schaut sich an diesem Donnerstag in Mainz die wichtigsten Einrichtungen und Baustellen für künftige Institute an.
Auf dem Programm stehen der Besuch der Baustelle des Neubaus für das Forschungsinstitut Tron. Das ist die Abkürzung für Translationale Onkologie. Die gemeinnützige Gesellschaft entstand 2010. Tron forscht an Wirkstoffen zur immuntherapeutischen Behandlung von Krebs und anderen Krankheiten.
Im Anschluss geht es in die Institute für Molekulare Biologie sowie für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung. Schweitzer sieht sich das Hochschulerweiterungsgelände und mehrere Baufelder an. Zum Abschluss steht die Deutschlandzentrale des dänischen Pharmaunternehmens Novo Nordisk auf dem Programm.
Baden-Baden (dpa/lsw) *15:09 Uhr – Minus in Chemiebranche im Südwesten kleiner als bundesweit
Im ersten Halbjahr hat die chemische Industrie in Baden-Württemberg wie erwartet Rückgänge beim Umsatz verbucht. Mit 2,7 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro war das Minus im Jahresvergleich im Land aber geringer als im Bundesschnitt (minus 3,5 Prozent), wie die Branchenverbände in Baden-Baden mitteilten.
Die Zahl der Mitarbeitenden stieg im Südwesten mit 1,2 Prozent auf rund 65.000 deutlicher als im Bund, wo das Plus 0,4 Prozent betrug. Die Statistik auf Basis von Angaben des Statistischen Landesamtes berücksichtigt nur Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten.
In Baden-Württemberg verzeichnete der Bereich Pharma den Angaben zufolge von Januar bis Juni ein Umsatzwachstum von 1,4 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro, getrieben vom Geschäft innerhalb Deutschlands (plus 5,0 Prozent). Die leicht positive Beschäftigtenbilanz ist demnach auch dieser Teilbranche zu verdanken (plus 2,8 Prozent).
Hingegen schloss die chemische Industrie ohne diese Sparte mit minus 4,3 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro ab. Dabei war der Rückgang mit 10,0 Prozent beim Inlandsumsatz deutlich größer als im Ausland (minus 1,0 Prozent). Der Anteil im Inland macht den Angaben nach allerdings nur gut ein Drittel am Gesamtumsatz aus.
Stand: 08.12.2025
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Die umstrittene Erdgasförderung in der Nordsee vor der Insel Borkum rückt näher. Das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover erteilte dem niederländischen Energiekonzern One-Dyas eine auf 18 Jahre befristete Genehmigung für die Bohrungen, die unter dem Meeresboden in deutsches Gebiet reichen.