Newsticker September: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Machbarkeitsstudie: CO2-Pipelines für Chemieindustrie nötig

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23.09.2024

Kristiansand (dpa) *17:35 Uhr – Schiff mit Ammoniumnitrat in Nordsee wieder unterwegs

Nach Tagen vor der Südküste Norwegens ist ein beschädigter Frachter mit rund 20.000 Tonnen Ammoniumnitrat an Bord nun auf dem Weg in seine Heimat im Mittelmeer. Wie aus Angaben der Schiffs-Trackingdienste Vesselfinder und Marinetraffic hervorgeht, hat die «Ruby» in der Nordsee Kurs Richtung Malta genommen, wo sie demnach am 8. Oktober eintreffen soll. Statt durch Skagerrak und Kattegat Richtung Ostsee war das Schiff somit westlich von Dänemark Richtung Süden unterwegs.

Die dänische Schifffahrtsbehörde bestätigte der Nachrichtenagentur Ritzau, dass die «Ruby» nun doch nicht durch dänische Gewässer fahren werde. Das Schiff sei angewiesen worden, nach Malta zu fahren, um seine Ladung zu entladen, ehe es seine Fahrt zur Reparatur in einer nahe gelegenen Werft fortsetzen könne.

Der Weg des Frachters wird wegen seiner Ladung von mehreren Anrainerstaaten der Nord- und Ostsee genau verfolgt. Ammoniumnitrat gilt als Auslöser der Katastrophe im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut im August 2020, wo über Jahre große Mengen der Chemikalie unsachgemäß im Hafen gelagert worden waren. Mehr als 200 Menschen kamen damals bei einer verheerenden Explosion ums Leben.

Die «Ruby» fährt unter maltesischer Flagge und war auf der nordrussischen Halbinsel Kola in See gestochen. Unter unklaren Umständen zog sie sich kurz nach dem Verlassen des russischen Hafens Schäden am Rumpf zu, fuhr jedoch weiter. Im nordnorwegischen Tromsø wurde sie wegen ihrer riskanten Ladung aus dem Hafen verwiesen. Als Zielort für eine Reparatur galt dann das litauische Klaipeda, aber die Behörden des baltischen EU-Staates haben die Einfahrt bereits ebenso verweigert wie die schwedischen Häfen Göteborg und Uddevalla. Die dänische Schifffahrtsbehörde hätte die Durchfahrt durch dänische Gewässer nur mit einem Lotsen an Bord erlaubt.

Ammoniumnitrat dient vor allem als Hauptbestandteil von Düngemittel, kann aber auch als Sprengstoff verwendet werden. Experten wiesen in den vergangenen Tagen in skandinavischen Medien darauf hin, dass sich das Material nicht ohne Weiteres entzünde. Auch sein Transport auf See ist alles andere als ungewöhnlich - für Misstrauen sorgte jedoch, dass das Schiff in Russland losgefahren ist.

Strausberg (ots) *12:01 Uhr – Aresus gibt Strategie zur Erweiterung der Produktionskapazitäten für den pharmazeutischen Wirkstoff Sinecatechins bekannt

Aresus Pharma, ein Unternehmen der Dermago-Gruppe, Deutschland, gibt den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit ANI Pharmaceuticals, USA, zur Etablierung eines neuen Herstellers für den pharmazeutischen Wirkstoff Sinecatechins (Synonyme: Extrakt aus Grünteeblättern, Polyphenon E) bekannt, um die langfristige Deckung der weltweit steigenden Nachfrage nach diesem Wirkstoff sicherzustellen.

Die erste kommerzielle Lieferung von Sinecatechins vom neuen Hersteller, der bereits von beiden Unternehmen ausgewählt wurde, wird für 2027 erwartet, nachdem die zuständigen Arzneimittelbehörden in Europa und den USA die Zulassung erteilt haben.

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