Newsticker September: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Machbarkeitsstudie: CO2-Pipelines für Chemieindustrie nötig

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18.09.2024

Gurugram und Ahmedabad, Indien (ots/PRNewswire) *16:14 Uhr – Hygenco unterzeichnet Absichtserklärung mit REC zur Finanzierung von grünem Ammoniakprojekt

Hygenco Green Energies, ein Pionier bei der Herstellung von kostengünstigem grünem Wasserstoff, meldete den Abschluss einer Absichtserklärung mit REC (vormals Rural Electrification Corporation) zur Finanzierung von Hygencos grünem Ammoniak-Projekt in Gopalpur, Odisha. Unterzeichnet wurde die Absichtserklärung im Rahmen der 4. Global Re-Invest in Gandhinagar, Gujarat.

Das Green Ammonia Project des Unternehmens ist Teil seiner langfristigen Vision, die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren. Im Rahmen der Absichtserklärung wird REC bis zu 280 Millionen Dollar für das Projekt bereitstellen, während Hygenco plant, in den nächsten Jahren rund 2,5 Milliarden Dollar in seine Projekte für grünen Wasserstoff und grünes Ammoniak in ganz Indien zu investieren. Das Ziel von Hygenco ist es, ein weltweit führender Anbieter von Lösungen für grünen Wasserstoff und grünes Ammoniak zu werden.

Düsseldorf (dpa) *14:46 Uhr – Greenpeace weist erneut Mikroplastik im Rhein nach

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat erneut Plastik im Rhein entdeckt. In den zwischen Köln und Düsseldorf entnommenen Proben fanden sich pro Kubikmeter Rheinwasser flussaufwärts durchschnittlich 1,1 fabrikneue Mikroplastikpartikel, wie Greenpeace mitteilte. Auffällig hoch sei die Konzentration am Chemiepark Dormagen.

Stellenweise ist die Verschmutzung den Angaben zufolge rund doppelt so hoch wie 2020 gewesen, als Greenpeace erstmals einen Report über die Belastung des Rheins mit Mikroplastik veröffentlichte. Bei einer Untersuchung Ende 2021 konnte die Umweltschutzorganisation pro Kubikmeter Rheinwasser 0,63 fabrikneue Mikroplastikpartikel pro Kubikmeter entdecken.

Erstmals hat Greenpeace nach eigenen Angaben bei den aktuellen Stichproben linsenförmige Plastikpartikel mit weniger als 0,5 Millimeter Durchmesser gefunden, die nicht zuzuordnen seien. Im Durchschnitt fanden sich 0,11 dieser Partikel pro Kubikmeter. Das Ergebnis lasse vermuten, dass es sich um Rückstände aus einer industriellen Produktion handelt.

Grob geschätzt transportiere der Rhein täglich 258 Millionen Mikroplastikpartikel Richtung Nordsee. Das ist mehr als doppelt so viel wie bei den Messungen 2021 (125 Millionen). «Es ist besorgniserregend, dass sich die Belastung vermutlich sogar verschlimmert hat und sich Partikelarten finden lassen, die uns bisher unbekannt waren», sagt Julios Kontchou, Ökotoxikologe von Greenpeace. «Das NRW-Umweltministerium muss endlich feststellen, woher die Mikroplastikpartikel im Rhein stammen und die Verschmutzung beenden.»

Der Chemiepark-Betreiber Currenta erklärte auf Anfrage, dass die Ergebnisse vor einer Stellungnahme zunächst eingehend geprüft würden. Bislang gebe es vereinzelte und im Grunde nicht vergleichbare Untersuchungen zu Mikroplastik im Rhein. Validierte und anerkannte Messmethoden fehlten. Obwohl es bisher keine spezifischen Grenzwerte oder gesetzliche Regelungen gebe, strebe man an, Mikroplastik-Emissionen zu reduzieren. In einigen Betrieben werde Abwasser daher etwa mit einem Filtersystem behandelt und damit Mikroplastik zurückgehalten.

Bitterfeld-Wolfen (dpa) *14:14 Uhr – Europas erste Lithiumhydroxid-Raffinerie eröffnet

In Bitterfeld-Wolfen hat das Unternehmen AMG Europas erste Lithiumhydroxid-Raffinerie in Betrieb genommen.

Dort sollen künftig bis zu 20.000 Tonnen Lithiumhydroxid für E-Auto-Batterien produziert werden. Die Menge sei ausreichend für die Batterien von rund 500.000 Elektrofahrzeugen, teilte das Unternehmen mit. Bis 2030 könne die jährliche Produktion – nach Marktlage – auf bis zu 100.000 Tonnen Lithiumhydroxid in Batteriequalität ausgeweitet werden.

Die eigenen Investitionskosten beziffert AMG mit 140 Millionen Euro, 5,5 Millionen Euro seien zudem aus der regionalen Wirtschaftsförderung gekommen. In Bitterfeld seien in einem ersten Modul 80 Arbeitsplätze entstanden. Abnehmer für das Lithiumhydroxid seien Kathoden- und Zellhersteller von Batterien in Ungarn und Polen.

«Mit der Raffinerie sind wir First Mover und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit der deutschen und europäischen Industrie mit dem kritischen Rohstoff Lithium», erklärte der Vorstandsvorsitzende und CEO der AMG N.V., Heinz Schimmelbusch.

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