gesponsertAutomatisierte Beschickungssysteme für die Tabletten- und Kapselfertigung Vom Pulver zur Pille

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Die Pharmafertigung erfordert höchste Präzision, Hygiene und Reproduzierbarkeit. Entscheidend hierbei ist ein kontrolliertes Materialhandling. Geschlossene, pneumatische Förder- und Beschickungssysteme bewegen Pulver und Granulate schonend, entmischungsarm und platzsparend – auch bei geringer Bauhöhe.

In der Tabletten- und Kapselfertigung spielt das Materialhandling eine zentrale Rolle. Pulvermischungen, Granulate oder Pellets müssen zuverlässig und schonend von einem Prozessschritt zum nächsten transportiert werden. (Bild:  © Fotoatelier Bernhard e.K.; Azo; KI-generiert)
In der Tabletten- und Kapselfertigung spielt das Materialhandling eine zentrale Rolle. Pulvermischungen, Granulate oder Pellets müssen zuverlässig und schonend von einem Prozessschritt zum nächsten transportiert werden.
(Bild: © Fotoatelier Bernhard e.K.; Azo; KI-generiert)

Die Herstellung pharmazeutischer Produkte zählt zu den anspruchsvollsten Produktionsprozessen der Prozessindustrie. Wirkstoffe und Hilfsstoffe müssen mit höchster Präzision verarbeitet werden, gleichzeitig gelten strenge Anforderungen an Hygiene, Dokumentation und Reproduzierbarkeit der Prozesse. Besonders in der Tabletten- und Kapselfertigung spielt das Materialhandling eine zentrale Rolle. Pulvermischungen, Granulate oder Pellets müssen zuverlässig und schonend von einem Prozessschritt zum nächsten transportiert werden, ohne dass sich ihre Eigenschaften verändern. Automatisierte Förder- und Beschickungssysteme sorgen dafür, dass diese Anforderungen zuverlässig erfüllt werden und gleichzeitig die Effizienz der Produktionsanlagen steigt.

Rohstoffbereitstellung von Anfang an mitdenken

In modernen Produktionsumgebungen beginnt die Herausforderung bereits bei der Rohstoffbereitstellung. Nach dem Mischen oder Granulieren müssen Materialien den nachfolgenden Maschinen kontinuierlich zugeführt werden. Dabei darf es weder zu Entmischungen noch zu mechanischen Belastungen kommen, die die Partikelstruktur verändern könnten. Gleichzeitig müssen geschlossene Systeme eingesetzt werden, um Staubemissionen zu vermeiden und den Kontakt zwischen Bedienpersonal und Wirkstoffen zu minimieren. Das ergibt einen maximalen Bediener- und Produktschutz.

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Für diese Aufgaben entwickelt Azo seit Jahrzehnten automatisierte Rohstoffhandling-Systeme, die von der Materialannahme über Lagerung, Dosierung und Förderung bis hin zur Maschinenbeschickung reichen. Die Containerhandlingsysteme sowie die pneumatischen Fördersysteme sind darauf ausgelegt, pulverförmige oder granulatartige Schüttgüter schonend, entmischungsarm und hygienisch durch Produktionsanlagen zu transportieren.

Ein wesentliches Merkmal dieser Technologie ist der geschlossene Materialtransport. Die Produkte werden über Rohrleitungen oder Schläuche gefördert, während Vakuumpumpen oder Gebläse den notwendigen Unterdruck erzeugen. Dadurch lassen sich Pulver oder Granulate zuverlässig transportieren, ohne dass offene Übergabestellen entstehen. Gleichzeitig ermöglicht die flexible Rohrleitungsführung eine Integration der Fördertechnik in bestehende Produktionslayouts, selbst wenn die räumlichen Bedingungen begrenzt sind. Pneumatische Fördersysteme gelten daher als besonders wirtschaftlich, hygienisch und betriebssicher.

Die Bauhöhe ist entscheidend

In der pharmazeutischen Produktion spielt die verfügbare Bauhöhe häufig eine entscheidende Rolle. Tablettenpressen oder Kapselfüllanlagen sind in der Regel in Reinräumen installiert, in denen nur begrenzter Platz über den Maschinen vorhanden ist. Eine klassische Beschickung im freien Fall aus großen Chargencontainern lässt sich daher oft nicht realisieren. Gleichzeitig werden immer größere Gebinde eingesetzt, um Gebindewechsel zu reduzieren und den Materialfluss zu optimieren.

Pneumatische Fördersysteme bieten hier eine flexible Lösung. Sie ermöglichen die Beschickung von Maschinen unabhängig von der vorhandenen Bauhöhe und sorgen dafür, dass auch große Chargencontainer effizient genutzt werden können.

In der Tablettenproduktion kommt der kontinuierlichen und gleichmäßigen Beschickung der Tablettenpresse eine besondere Bedeutung zu. Pulvermischungen oder Granulate müssen konstant in den Fülltrichter der Maschine gelangen, damit Gewicht und Wirkstoffverteilung der Tabletten stabil bleiben. Moderne Beschickungssysteme arbeiten deshalb bedarfsorientiert. Sensoren überwachen den Füllstand im Trichter der Tablettenpresse und lösen automatisch einen neuen Förderzyklus aus, sobald das Materialniveau unter einen definierten Wert sinkt.

Schonende Förderung empfindlicher Materialien

Das Fördergut wird dabei über pneumatische Saugleitungen aus Chargencontainern oder Fässern entnommen und in einen Abscheider transportiert, der das Produkt von der Förderluft trennt. Solche Abscheider sind speziell auf unterschiedliche Produkteigenschaften ausgelegt und stehen beispielsweise im Hygienic Design zur Verfügung. Das bedeutet, es gibt keine Toträume, eine Rautiefe bis <0,6 µm, und der Abscheider ist leicht zerlegungs- und reinigungsfreundlich. Anschließend gelangt das Material in den Maschinenbehälter, während die Förderluft über Filter gereinigt und wieder abgeführt wird. Durch automatisch abreinigbare Filtersysteme bleibt die Förderleistung konstant, während der Wartungsaufwand gering bleibt.

Auch bei der Kapselfertigung ist eine zuverlässige und schonende Materialzufuhr entscheidend. Kapselfüllmaschinen benötigen sowohl Pulvermischungen oder Pellets als auch eine kontinuierliche Versorgung mit Leerkapseln. Besonders empfindliche Produkte erfordern dabei Fördertechnologien, die mechanische Belastungen möglichst vermeiden. Pneumatische Saugstrom-Fördersysteme ermöglichen genau diese schonende Förderung. Durch präzise einstellbare Unterdrücke lassen sich selbst empfindliche Materialien transportieren, ohne dass Partikelstrukturen verändert oder Kapseln beschädigt werden.

Siebmaschine für toxische, staubende oder hochaktive Stoffe

Die Wirbelstrom-Siebmaschine Azo DA 650 Vario ist in der Containment-Ausführung speziell für den Umgang mit toxischen, staubenden oder hochaktiven Stoffen ausgelegt. Wartungs- und Reinigungsarbeiten können unter geschlossenen Bedingungen durchgeführt werden, wodurch Bediener zuverlässig geschützt und Emissionen vermieden werden.

Kundennutzen auf einen Blick:

  • Produktsicherheit durch zuverlässige Kontrollsiebung.
  • Bedienerschutz beim Handling kritischer Pulver.
  • Schonende Produktbehandlung durch Wirbelstrom-Siebprinzip.
  • Flexibler Einsatz durch anpassbare Dosierung und Leistung.

Zu den typischen Einsatzgebieten zählen die Pharma- und Chemieindustrie sowie die Verarbeitung von Wirkstoffen (API), Additiven, Feinchemikalien oder hochwertigen Lebensmittelzutaten.

Neben der Fördertechnik selbst, spielt auch die Konstruktion der Beschickungseinheiten eine wichtige Rolle. Kompakte Fördergeräte können direkt an Maschinen angebaut werden und übernehmen dort die automatische Materialzufuhr. Solche Einheiten erzeugen den notwendigen Unterdruck selbstständig und transportieren das Schüttgut über eine Saugleitung in den Abscheider. Nach Abschluss des Förderzyklus öffnet sich die Pendelklappe des Abscheiders, sodass das Material in den Maschinentrichter fließen kann. Anschließend reinigen Druckluftimpulse automatisch die Filterelemente, bevor der nächste Förderzyklus beginnt. Die elektronische Steuerung überwacht dabei kontinuierlich den Prozess und meldet beispielsweise, wenn an der Produktaufgabestelle kein Material mehr vorhanden ist.

Automatisiertes Rohstoffhandling für Rückverfolgbarkeit

Automatisierte Beschickungssysteme lassen sich darüber hinaus nahtlos in umfassende Produktionslinien integrieren. Neben der Förderung übernehmen sie auch Funktionen wie das Wiegen, Dosieren oder Sammeln von Chargen ohne Kreuzkontaminationen. In solchen Gesamtlösungen werden Rohstoffe beispielsweise aus Containern oder Silos entnommen, kontrollgesiebt, automatisch gewogen und anschließend dem jeweiligen Prozessschritt zugeführt. Präzise Dosiersysteme sorgen dafür, dass Rezepturen exakt eingehalten werden und jede Zugabe dokumentiert werden kann. Damit leisten automatisierte Rohstoffhandling-Systeme einen wichtigen Beitrag zur Rückverfolgbarkeit und Qualitätssicherung in der pharmazeutischen Produktion.

Auch wirtschaftlich eröffnen automatisierte Beschickungssysteme erhebliche Potenziale. Durch die automatisierte Materialzufuhr können Produktionslinien über längere Zeiträume stabil betrieben werden, ohne dass Bedienpersonal ständig eingreifen muss. So können beispielsweise bis zu drei Abscheider für eine Tablettenpresse aus derselben Linie versorgt werden. Gerade bei kapitalintensiven Anlagen wie Tablettenpressen oder Kapselfüllmaschinen führt dies zu einer deutlich besseren Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten.

Mit zunehmender Digitalisierung der pharmazeutischen Produktion gewinnt das automatisierte Materialhandling weiter an Bedeutung. Fördertechnik, Dosiersysteme und Prozesssteuerung wachsen immer stärker zusammen und bilden die Grundlage für hochautomatisierte Produktionslinien. Pneumatische Fördersysteme übernehmen dabei eine zentrale Rolle, da sie unterschiedliche Prozessstufen zuverlässig miteinander verbinden und gleichzeitig eine schonende Handhabung sensibler Produkte gewährleisten.

Damit werden sie zu einem wichtigen Baustein der Pharmafabrik der Zukunft, in der Materialflüsse, Prozessdaten und Qualitätskontrollen eng miteinander verknüpft sind. Automatisierte Beschickungssysteme leisten so einen entscheidenden Beitrag, um den steigenden Anforderungen an Effizienz, Qualität und Sicherheit in der pharmazeutischen Produktion gerecht zu werden.

Besuchen Sie die Experten von Azo auf der Interpack in Düsseldorf in Halle 4, Stand E25.

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