Leverkusen (dpa) *15:58 Uhr – Bande soll Schrott für 3,7 Millionen Euro gestohlen haben
Eine Bande soll Schrott im Wert von 3,7 Millionen Euro vom Gelände des Chemieparks Leverkusen gestohlen haben. Ermittelt wird wegen schweren Bandendiebstahls gegen sechs verdächtige Angestellte im Alter von 31 bis 57 Jahren, die teils bei Schrottunternehmen arbeiten, teils bei Firmen, die auf dem Gelände des Chemieparks ansässig sind, wie Staatsanwaltschaft und Polizei Köln mitteilten.
Am Morgen seien sieben Firmen und Wohnungen in Leverkusen, Köln, Bergisch Gladbach sowie in Sachsen-Anhalt auf richterliche Anordnung durchsucht worden. Seit 2021 sei Schrott konspirativ abtransportiert und verkauft worden. Es seien Mobiltelefone, Festplatten, Laptops, eine sechsstellige Summe Bargeld, zwei Schusswaffen, Munition und ein Schlagring sichergestellt worden.
Duisburg (dpa/lnw) *15:39 Uhr – Hoher Millionenschaden bei Chemiewerk-Brand – Anlage steht
- Der Großbrand im Duisburger Werk des Grillo-Konzerns hat nach ersten Unternehmens-Schätzungen einen höheren zweistelligen Millionenschaden angerichtet. Die Zinksulfat-Anlage, in der ein Feuer ausgebrochen war, müsse derzeit vollständig gestoppt werden, teilte das Unternehmen mit. Wie lange der Stillstand dauere, lasse sich derzeit noch nicht absehen, sagte eine Sprecherin.
Die Mitarbeiter würden am Mittag in einem internen Meeting informiert. Die Brandursache sei weiter nicht geklärt, sie werde intensiv untersucht, heißt es in der Mitteilung. Die Kriminalpolizei habe routinemäßig die Ermittlungen der Brandursache übernommen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Dies bedeute aber nicht, dass man von Brandstiftung ausgehe, sagte eine Sprecherin. Solange der Brandort noch nicht betreten werden könne, sei die Ursache völlig offen. Sobald das Gelände betretbar sei, werde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein externer Brandsachverständiger eingesetzt.
Am Standort arbeiten insgesamt rund 400 Menschen, davon etwa 130 im Geschäftsbereich Chemie. Für sie gilt der Stillstand. Die übrigen Beschäftigten in der Grillo-Zentrale und in einer Metallproduktion am Standort könnten weiter ihrer Arbeit nachgehen, so das Unternehmen.
Nach dem Feuer liefen am Mittag noch Nachlöscharbeiten, es gebe immer noch einzelne Glutnester, so das Unternehmen. Im Laufe der Nacht seien die Einsatzkräfte vor Ort reduziert worden, teilte die Feuerwehr mit. Am Vormittag waren demnach noch etwa 20 Feuerwehrkräfte mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Aufgrund von Einsturzgefahr sei der Brandort teils abgesperrt worden.
Dem Unternehmen zufolge gab es bei dem Brand eine leicht verletzte Person, die aufgrund von Atemwegsreizungen vor Ort im Rettungswagen behandelt und danach wieder entlassen worden sei. Fünf Polizisten hätten nach dem Einsatz am Brandort über Kopfschmerzen oder Atemwegsbeschwerden geklagt und seien selbstständig zur Behandlung ins Krankenhaus gefahren, sagte die Polizeisprecherin. Zeitweise waren 250 Kräfte der Feuerwehr bei dem Großbrand im Einsatz.
Der Brand war gestern am späten Nachmittag aus zunächst unbekannten Gründen in der Zinksulfat-Anlage des Unternehmens entstanden, wie eine Unternehmenssprecherin sagte. Das Feuer wurde demnach um 16.20 Uhr bemerkt. Als die Feuerwehr mit den Löscharbeiten begonnen habe, sei auch das Dach der Produktionshalle in Brand geraten, sagte der Vorstandschef des Unternehmens, Ulrich Grillo.
Durch das Feuer stand eine tiefschwarze Rauchwolke über dem Norden der Stadt, die später Richtung Oberhausen weiterzog. Mit einer offiziellen Warnmeldung forderte die Stadt die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben und Fenster und Türen zu schließen. Bereits am Abend gab es aber Entwarnung. Bei Messungen hätten alle Werte weit unter den kritischen Konzentrationen gelegen, sagte ein Feuerwehrsprecher.
Das in Duisburg hergestellte Zinksulfat wird als Basis-Chemikalie etwa in der Papier- und Stoffindustrie und sogar als Nahrungsergänzungsmittel verwendet und ist laut Firmenchef Grillo kein gefährliches Produkt.
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Das Pharmaunternehmen Merz hat am Standort Dessau-Roßlau eine neue Produktionslinie in Betrieb genommen. Das Unternehmen investierte nach Angaben der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt (IMG) rund 50 Millionen Euro in die sterile Abfülllinie. «Der Biopharmapark in Dessau-Roßlau ist einer der innovativsten und dynamischsten Industriestandorte in Sachsen-Anhalt», sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Die Investition sei auch ein klares Bekenntnis zum Standort in Sachsen-Anhalt.
Im Frühjahr war bekanntgeworden, dass das Pharmaunternehmen langfristig Kapazitäten in Richtung Dessau-Roßlau verlegen und seinen Standort im hessischen Reinheim in den kommenden Jahren schließen will. Die Bündelung am Standort Dessau-Roßlau vereinfache die Logistikkette und ermögliche eine hohe Flexibilität, um besser auf das sich ständig ändernde Marktumfeld reagieren zu können, teilte das Unternehmen damals mit.
Am Standort in Dessau stelle Merz Produkte her, die auf der ganzen Welt vertrieben würden, sagte Geschäftsführer Philip Burchard. Die Nachfrage steige. «Wir haben diesen Standort in den vergangenen Jahren stark entwickelt und setzen auf weiteres Wachstum.»
München (dpa) *08:40 Uhr – Geschäftsklima in Chemie steigt überraschend
Nach zwei Rückgängen in Folge hat sich das Geschäftsklima in der deutschen chemischen Industrie im August überraschend aufgehellt. Der vom Ifo-Institut erhobene Index stieg um 4,2 auf einen Wert von minus 5,6 Punkten, wie die Münchner Wirtschaftsforscher mitteilten. Vor allem die aktuelle Geschäftslage bewerteten die befragten Unternehmen mit plus 1,2 Punkten wieder deutlich positiver. Die Erwartungen für die kommenden Monate verschlechterten sich allerdings leicht.
«Die Stimmung in der Chemischen Industrie trotzt dem allgemeinen Abwärtssog», sagt Ifo-Expertin Anna Wolf. «Der seit fast einem Jahr andauernde Rückgang der Energiepreise trägt zur wirtschaftlichen Stabilisierung in der Chemie bei.»
Breite Zuversicht herrscht in der Branche aber bei weitem nicht. So klagten 40,1 Prozent der Unternehmen über rückläufige Auftragsbestände. Allerdings lagen zumindest die Exporterwartungen leicht im positiven Bereich.
Duisburg (dpa/lnw) *07:56 Uhr – Nachlöscharbeiten nach Großrand in Chemiewerk dauern an
Nach einem Großbrand im Duisburger Werk des Grillo-Konzerns laufen die Nachlöscharbeiten auch am Morgen weiter. Ein Einsatzende sei noch nicht absehbar, teilte die Feuerwehr am Morgen mit. Im Laufe der Nacht hätten nach und nach die Einsatzkräfte vor Ort reduziert werden können. Aktuell seien noch 30 Einsatzkräfte vor Ort. Aufgrund von Einsturzgefahr können die betroffenen Hallen nicht begangen werden.
Der Brand war gestern am späten Nachmittag aus zunächst unbekannten Gründen in der Zinksulfat-Anlage des Unternehmens entstanden, wie eine Unternehmenssprecherin sagte. Das Feuer wurde demnach um 16.20 Uhr bemerkt. Als die Feuerwehr mit den Löscharbeiten begonnen habe, sei auch das Dach der Produktionshalle in Brand geraten, sagte der Vorstandschef des Unternehmens, Ulrich Grillo.
Durch das Feuer stand eine tiefschwarze Rauchwolke über dem Norden der Stadt, die später Richtung Oberhausen weiterzog. Mit einer offiziellen Warnmeldung forderte die Stadt die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben und Fenster und Türen zu schließen. Bereits am Abend gab es aber Entwarnung. Bei Messungen hätten alle Werte weit unter den kritischen Konzentrationen gelegen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Am Morgen teilte die Feuerwehr mit, dass alle durchgeführten Messungen unterhalb der Grenzwerte gewesen seien.
Dem Unternehmen zufolge gab es bei dem Brand eine leicht verletzte Person, die aufgrund von Atemwegsreizungen vor Ort im Rettungswagen behandelt worden sei. Die betroffene Person habe nach der Erstversorgung wieder entlassen werden können. Weitere Personen seien nicht verletzt worden, hieß es am Morgen von der Feuerwehr. Zeitweise waren 250 Kräfte im Einsatz.
Das in Duisburg hergestellte Zinksulfat wird als Basis-Chemikalie etwa in der Papier- und Stoffindustrie und sogar als Nahrungsergänzungsmittel verwendet und ist laut Firmenchef Grillo kein gefährliches Produkt. Das Werk mit nach Unternehmensangaben rund 400 Mitarbeitern wurde evakuiert. Man müsse in den nächsten Tagen entscheiden, ob und wie lange die Produktion ausgesetzt werde, sagte Grillo am Abend.
Der Schaden werde aktuell noch bewertet, und die genaue Ursache des Brandes sei derzeit Gegenstand intensiver Untersuchungen, heiß es vom Unternehmen. Die Polizei ermittelt nach Angaben der Feuerwehr zur Brandursache.