Newsticker September: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Machbarkeitsstudie: CO2-Pipelines für Chemieindustrie nötig

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04.09.2024

Bitterfeld-Wolfen (dpa) *13:01 Uhr – Mann stirbt bei Explosion im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen

Bei einem Unfall im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt ist ein Mann getötet worden. Der Baggerfahrer sei am Vormittag mit der Schaufel gegen einen Gasbehälter gekommen, der dadurch explodierte, sagte ein Sprecher der Polizei. Zuvor hatte unter anderem die «Mitteldeutsche Zeitung» berichtet.

Der Mann starb nach Angaben der Polizei noch am Unfallort im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Seine Identität ist demnach noch nicht abschließend geklärt. Wie genau es am Vormittag zu dem Unfall kam, sei Teil der nun aufgenommenen Ermittlungen, ergänzte der Polizeisprecher.

Leuna (dpa/sa) *08:01 Uhr – Erstmals grünes Methanol in Leuna hergestellt

Rund ein Jahr nach Inbetriebnahme einer Pilotenanlage ist im Chemiepark in Leuna grünes Methanol produziert worden. Die Herstellung sei eine «absolute Weltneuheit», sagte der Vorstand des Betreiberunternehmens C1 Green Chemicals, Christian Vollmann, der Deutschen Presse-Agentur. Den Angaben nach könnte kosteneffizient hergestelltes Methanol unter anderem eine klimaneutrale Kraftstoffalternative für die Containerschifffahrt sein.

Bislang wird Methanol nur durch sogenannte heterogene Katalyse hergestellt, erklärte Vollmann. «Dies hat sich nun geändert. Zum ersten Mal wurde Methanol unter realen Bedingungen in einem Chemiepark mittels homogener Katalyse produziert.» Das heiße: «Wir haben damit die Reaktionsbedingungen fundamental vereinfacht. Die etablierte Katalyse benötigt 250 Grad Celsius und 80 Bar Druck, um zu funktionieren. Unsere dagegen nur 110 Grad und 20 bar. Das sind in der Chemie Welten.»

In Zukunft könnte das umweltfreundlicher produzierte Methanol auch in größeren Mengen hergestellt werden, sagte der Unternehmenschef. Im weiteren Verlauf des Forschungsprojektes stehe nun unter anderem im Fokus, die Effizienz der Anlage zu steigern.

Ziel des auf drei Jahre angelegten Projektes ist den Angaben nach, Kohlenstoffdioxid aus industriellen Emissionen sowie grünen Wasserstoff als Ausgangsstoffe für die Herstellung zu benutzen, um so den Kohlenstoffkreislauf in der Methanolproduktion zu schließen. So sollen Treibhausgasemissionen reduziert werden.

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