Newsticker September: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Machbarkeitsstudie: CO2-Pipelines für Chemieindustrie nötig

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25.09.2024

Wasserburg am Inn (dpa/lby) *17:06 Uhr – In Teilen Wasserburgs riecht es nach faulen Eiern

In Teilen Wasserburgs am Inn und Eiselfing (Landkreis Rosenheim) hängt seit Dienstagabend ein Geruch von faulen Eiern in der Luft. Schuld sei ein ausgelaufenes Gebinde in einem Industriebetrieb, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Durch einen Abwasserkanal ist der ausgelaufene Schwefelwasserstoff dann laut Landratsamt Rosenheim weiterverteilt worden.

Der unangenehme Geruch sei weiter in Teilen der Stadt wahrnehmbar, heißt es in der Mitteilung. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht, teilten Stadt und Landratsamt mit. Die Bevölkerung wurde demnach dennoch über Warn-Apps auf dem Smartphone über den Grund für den Geruch informiert.

Mainz/Ludwigshafen (dpa/lrs) *4:01 Uhr – BASF-Sparpaket: Regierung stehe im engen Austausch mit dem Konzern

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) hat dem Ludwigshafener Chemieriesen BASF die Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz zugesagt. «Die Landesregierung steht in sehr engem Austausch mit den energieintensiven Unternehmen des Landes, selbstverständlich auch mit der BASF», sagte die Wirtschaftsministerin der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Der Sparkurs der BASF wie auch die geplanten Einschnitte beim Autobauer VW verdeutlichten aber, vor welchen Herausforderungen die Unternehmen in Deutschland derzeit stehen.

Der Ludwigshafener Dax-Konzern leidet unter gestiegenen Energiepreisen und Kostendruck. Als Konsequenz hat das Management ein weiteres milliardenschweres Sparprogramm und einen erneuten Stellenabbau im Stammwerk Ludwigshafen angekündigt. BASF macht in Deutschland seit zwei Jahren Verlust. Der größte Produktionsstandort des Konzerns soll neu aufgestellt werden. Erwartet wird, dass Details dazu und dem neuen Zielbild für Ludwigshafen am Donnerstag im Rahmen des Kapitalmarkttags verkündet werden.

Die chemische Industrie stehe wie die anderen energieintensiven Industriezweige in Europa und gerade auch in Deutschland unter einem erheblichen internationalen Wettbewerbsdruck. Dieser Druck sei besonders in den exportorientierten Branchen ausgeprägt, erklärte die FDP-Politikerin. Bei der Situation von BASF handele es sich demnach nicht um ein rheinland-pfälzisches Spezifikum, sondern um Fragen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland sowie Europa insgesamt.

Land, Bund und die Europäische Kommission seien daher alle dazu aufgerufen, die Rahmenbedingungen der energieintensiven Branchen wie der chemischen Industrie so zu verbessern, dass die Unternehmen dieser Branchen am Standort Deutschland international wettbewerbsfähig bleiben, betonte Schmitt.

Die Wirtschaftsministerin rief dazu auf, bei den Industrieunternehmen nicht nur deren Funktion als Arbeitgeber für viele Menschen zu sehen, sondern auch die Kapazitäten bei Forschung und Entwicklung zu betrachten. Das ist ebenso relevant für Wohlstand und Beschäftigung wie die Produktion im engeren Sinne.

Dabei sei sie mit Blick auf den BASF-Standort Ludwigshafen sehr zuversichtlich, betonte Schmitt. Deutschland sei immer noch ein guter Standort für die Forschung in der chemischen Industrie. «Auch in meinen Gesprächen mit der BASF wird immer wieder deutlich, dass der Standort Ludwigshafen im Konzern seine bedeutende Rolle erhalten wird und gerade im Bereich der Forschung, die Grundlage jeder industriellen Weiterentwicklung ist, noch stärker werden will.»

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