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Dank moderner Automationselektronik kommt die Anlage in der Regel ohne Bedienpersonal aus. Steuerung und Überwachung übernimmt die rund um die Uhr besetzte zentrale Leitwarte der Westfalen Gruppe in Hörstel (bei Osnabrück). Darüber hinaus werden täglich in regelmäßigen Abständen Kontrollgänge von geschultem und eingewiesenem Personal durchgeführt. Bei gravierenden Störungen schaltet sich die Anlage automatisch ab. Dieser Fall sei aber bisher nicht eingetreten, hieß es aus Projektreisen.

„Seit der Inbetriebnahme läuft die Anlage reibungslos“, bilanzierte Gerhard Schlüter, Geschäftsführer der CO2 Betriebs-GmbH. Und das höchst energieeffizient: So liegt der Stromverbrauch für die Reinigung und Verflüssigung von CO2 gut 20 Prozent unter dem Wert, der vor Bau der Anlage dafür veranschlagt wurde. „Da es sich bei der Frankfurter Anlage mit einem Jahresverbrauch von rund fünf Gigawattstunden Strom um einen energieintensiven Betrieb handelt, haben wir einen EEG-Industrierabatt beantragt“, berichtete Schlüter.
Der Rabatt kann allerdings erst nach Vorlage der Stromrechnungen des ersten Betriebsjahrs gewährt werden – und auch dann nicht rückwirkend. „Ohne diese Befreiung wären die Errichtung oder der Erhalt einer solchen Anlage in Deutschland gerade für den Mittelstand kaum möglich“, betonte der Geschäftsführer. „Strom ist für uns das Blut in den Adern.“
Eigenständiger und unabhängiger von Lieferanten können die vier Gashersteller wesentlich selbstbewusster auftreten: „Die neue Anlage macht uns unabhängiger von Lieferanten und verbessert die Liefersicherheit für die Anwender“, bestätigt auch Schlüter. Nicht zuletzt verbessert die Eigenproduktion natürlich auch die Verhandlungsbasis mit der Chemieindustrie. Im Team sei man für die Zukunft gut gerüstet, so Schlüter. CO“ würde schließlich immer gebraucht.
Kohlendioxid-Produktion
Spatenstich für Kohlendioxid-Produktion im Industriepark Höchst
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