Track&Trace

Track & Trace-Software besteht Härtetest in Brasilien

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Jederzeit droht eine Überprüfung

Alle Unternehmen in der Lieferkette, d.h. Groß- und Zwischenhändler, sind verpflichtet, die relevanten Track & Trace-
Daten an eine zentrale, vom Hersteller des Produkts unterhaltene Datenbank zu übermitteln. Die
zuständige Aufsichtsbehörde
ANVISA (Agência National de Vigilância Sanitária) kann über eine Schnittstelle jederzeit Prüfungen der hinterlegten Daten vornehmen.

Bei Libbs werden die folgenden Kennzeichnungsdaten in einem Data Matrix-Code verschlüsselt: GTIN (Produkt-ID), Anvisa-Registriernummer, Verfallsdatum, Batch-
Nummer (Lot), Seriennummer und Produktionsdatum. Vorgeschrieben sind die Anvisa-Registriernummer, Seriennummer, Verfallsdatum und Batch-Nummer.

Flexible Software

Federführend im Libbs-Pilotprojekt war das Unternehmen Rastreabilidade Brasil (R&B), das die komplette Abwicklung von Track & Trace sowie das Management der anfallenden Daten anbietet.

Neben Atlantic Zeiser arbeitete auch die auf Inspektionssysteme spezialisierte Firma Scanware Electronic am Projekt mit – beide Unternehmen lieferten nach enger Kooperation eine fertige Lösung für die Serialisierung an einer Verpackungslinie.

Diese basiert u.a. auf Atlantic Zeisers Medtracker, einer modularen Software, die das flexible, auditiersichere Generieren, Verteilen, Drucken, Aggregieren und Nachverfolgen von Codes für alle aktuellen internationalen Rechtsvorschriften gewährleistet.

So können bei entsprechender Konfiguration alle Märkte abgedeckt und auch künftige, noch nicht exakt bekannte Anforderungen erfüllt werden. Libbs forderte eine zukunftssichere Software-Lösung, ohne dabei in einen neuen Maschinenpark investieren zu müssen.

Dass die Software-Architektur von Medtracker die Anbindung an bestehende, auch heterogene Drittanbieter-Hardware erlaubt, war daher ein wichtiger Faktor bei der Lieferantensuche.

Dank einer umfangreichen Schnittstellen-Bibliothek lässt sich Med-
tracker zudem in alle gängigen Unternehmens- und Prozessmanagement-Lösungen integrieren, kann aber bei Bedarf auch selbst das komplette Prozessmanagement übernehmen.

Der modulare Aufbau ermöglicht darüber hinaus die Implementierung über einzelne Module, komplette Linien, Produktionsstätten oder ganze Unternehmen hinweg.

Medtracker kann nicht nur auf den üblichen drei Verpackungshierarchie-Stufen (Einzelprodukt, Umkarton und Palette) Daten erfassen und aggregieren – bei Bedarf können weitere Stufen hinzugefügt werden. Dabei lassen sich sowohl vollautomatische als auch manuelle Verpackungsprozesse steuern und überwachen.

* * Die Autorin ist PR- und Kommunikationsmanager bei Atlantic Zeiser, Emmingen-Liptingen.

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