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Track&Trace Track & Trace-Software besteht Härtetest in Brasilien

| Autor / Redakteur: Ute Heiler* / Anke Geipel-Kern

Die bevorstehende Serialisierung von Arzneimitteln stellt Pharmaproduzenten weltweit vor erhebliche Herausforderungen. Besonders komplex ist die Aufgabe in Brasilien, sodass dort besonders flexible Track & Trace-Lösungen gefragt sind. Wir stellen die implementierte Serialisierungslösung vor.

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In Brasilien muss sich der Weg von Pharmaprodukten durch die gesamte Logistikkette bis zurück in die Fabrik lückenlos nachvollziehen lassen.
In Brasilien muss sich der Weg von Pharmaprodukten durch die gesamte Logistikkette bis zurück in die Fabrik lückenlos nachvollziehen lassen.
(Bild: Atlantic Zeiser)

Die Serialisierung von Arzneimitteln, die die Öffentlichkeit vor Produktfälschungen schützen soll, wird voraussichtlich Ende 2018 in der EU verbindlich. In anderen wichtigen Märkten ist sie bereits vorgeschrieben oder in Vorbereitung. Die Anforderungen sind unterschiedlich, sodass Pharmaproduzenten – speziell Firmen mit großem Exportanteil – aktuell vor erheblichen Herausforderungen stehen.

In Brasilien war Atlantic Zeiser jetzt ein wichtiger Partner bei einem Pilotprojekt des Pharmazeuten Libbs (Laboratório Industrial Brasileiro de Biologia e Síntese), das die lückenlose Nachverfolgbarkeit von Medikamenten beispielhaft sicherstellt. Libbs zielt darauf ab, die Serialisierung auf allen seiner zwölf Linien zu implementieren. Das Ende 2014 der
Öffentlichkeit erstmals vorgestellte Demo-Projekt machte den Anfang.

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Komplexe Anforderungen

Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Pilotprojekt erfüllt Libbs bereits jetzt die aktuellen Vorschriften, die von Pharmaproduzenten verlangen, bis Dezember 2015 drei Produktchargen zu serialisieren und durch die gesamte Lieferkette zu verfolgen. Die komplette Serialisierung aller Pharmaprodukte wird in Brasilien anschließend voraussichtlich stufenweise bis Ende 2016 verpflichtend.

„Die Gesetzgebung in Brasilien geht dabei ein Stück weiter, als es in Europa geplant ist“, sagt Stefan Öing, Leiter des Bereichs Track & Trace-Software bei Atlantic Zeiser. Im fünftgrößten Staat der Welt muss zukünftig nicht nur in der Apotheke abgefragt werden können, ob der auf einer Arzneimittelverpackung aufgedruckte Code über eine Datenbank verifizierbar ist.

Stattdessen muss sich auch der Weg des Produkts durch die gesamte Logistikkette über Zwischenlager und Transportstationen bis zurück in die Fabrik lückenlos via Track & Trace nachvollziehen lassen.

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