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Weltrohstoffpreise Oktober 2019 Rohstoffpreise ziehen an, Ölpreise schwanken nach Raketenangriff

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Weltrohstoffpreise zogen im September 2019 um 4,2 % an. Infolge der weiteren leichten Abwertung des Euro zum Dollar fiel der Anstieg in Inlandswährung mit 5,3 % leicht stärker aus. Ursächlich hierfür waren die erheblichen Schwankungen des Rohölpreises im Monatsverlauf, so die Experten der Industriebank IKB.

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Nach fallenden Rohstoffpreisen im August, ziehen diese im Laufe des September wieder an.
Nach fallenden Rohstoffpreisen im August, ziehen diese im Laufe des September wieder an.
(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Nachdem es zu einem Raketenangriff auf die größte saudi-arabische Rohölverarbeitung gekommen war, was zu einem temporären Produktionsrückgang von 5,7 mbd (= million barrel per day) führte, sprang der Rohölpreis auf bis zu 70 Dollar je Barrel Brent hoch. Immerhin entsprach der Ausfall über 5 % der globalen Ölnachfrage.

Die Sorge über einen möglichen Angriff auf iranische Felder, die zu weiteren Ausfällen geführt hätte, zeigt wie nervös der Weltrohölmarkt derzeit ist, obwohl immer noch eine gute Versorgung gegeben ist. Mittlerweile steht schon ein Teil der saudischen Volumina wieder zur Verfügung. Trotz einer sich leicht abschwächenden Weltwirtschaft zieht die globale Nachfrage nach Rohöl weiter an und wird 2019 im Durchschnitt die Marke von 100 mbd erreichen. Die IKB sieht daher den Rohölpreis weiter in einem Band um die Marke von 60 Dollar je Barrel Brent. Geopolitische Risiken sind aber unverändert gegeben und können temporär zu Ausschlägen bis deutlich über 70 Dollar führen.

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Die Versorgung mit Erdgas in Europa ist weiterhin auf hohem Niveau trotz sinkender deutscher Inlandsförderung. Da wir vorerst eher sich stabilisierende Rohölpreise sehen, hat der Grenzübergangspreis für Erdgas kein nennenswertes Abwärtspotenzial mehr. Die letzte Ankündigung von neuen Zöllen auf europäische Einfuhren durch Präsident Trump dürfte die Rohstoffnotierungen insgesamt weiter unter Druck setzen.

Für den Wechselkurs des Dollar sehen wir bis Jahresende 2019 eine Bewegung um die Marke von 1,10 Dollar je Euro. Erst im Verlauf von 2020 hat der Euro wieder etwas Aufwertungspotenzial.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden, können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Die Experten der IKB analysieren monatlich die Rohstoffmärkte und PROCESS berichtet. Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf unserer Rohstoff-Spezialseite: Weltrohstoffpreise im Wandel

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