Kunststoffe für die Healthcare-Branche Raumedic baut Kapazitäten für Pharma-Silikonlösungen aus

Redakteur: Alexander Stark

Am Unternehmenshauptsitz von Raumedic in Helmbrechts sollen bis 2025 zwei weitere Produktionsgebäude entstehen. Vor allem die Sparte der Silikonschläuche wird ausgebaut. Benötigt werden die Produkte unter anderem für die Arzneimittel- und Impfstoffproduktion.

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Unter Bedingungen ähnlich wie denen in einem OP-Saal stellt Raumedic medizinische Thermoplast- und Silikonprodukte für die internationale Medizintechnik- und Pharmaindustrie her.
Unter Bedingungen ähnlich wie denen in einem OP-Saal stellt Raumedic medizinische Thermoplast- und Silikonprodukte für die internationale Medizintechnik- und Pharmaindustrie her.
(Bild: Raumedic)

Helmbrechts – Im ersten Quartal 2022 will Raumedic den Bauantrag für zwei weitere Produktionsgebäude stellen und schon im kommenden Frühjahr soll den die Bagger anrollen. Das neue Produktionsgebäude mit einer Grundfläche von 5000 m2 wird neben den Extrusionsanlagen mit einem eigenen Labor und einem Rohstofftechnikum speziell für den Kunststoff Silikon ausgestattet sein. In medizinischer Qualität kommt Silikon häufig als Dichtungsmaterial in Medizinprodukten zum Einsatz, in Form von Schläuchen auch bei der Herstellung von Arzneimitteln und Impfstoffen.

„Dass die Nachfrage seitens der Pharmaindustrie gestiegen ist, merken wir gerade deutlich“, sagt Raumedic-Firmenchef Stefan Seuferling. Dennoch hat das Unternehmen in Teilbereichen auch Rückgänge zu verzeichnen. Corona-bedingt sind planbare Operationen zum Teil verschoben worden, was auch für das Unternehmen spürbar sei. Um die geringere Nachfrage, beispielsweise nach Lösungen für die Augenheilkunde oder die Orthopädie zu kompensieren, hat sich das Unternehmen vergangenes Jahr neue Möglichkeiten im Pharmabereich erarbeitet. „Darüber hinaus hatten wir schon 2019 bei der strategischen Neuausrichtung von Raumedic die Weichen gestellt, um Vertrieb und Marketing entsprechend zu stärken“, erklärt der CEO.

Allerdings wird auch die Produktion im neuen Gebäude mittelfristig ausgelastet sein. „Wir wissen schon jetzt, dass es mit dem dritten Werk nicht getan ist. In den kommenden fünf Jahren werden wir insgesamt 50 Millionen Euro in strukturelle Erweiterungen am Standort Helmbrechts investieren und dabei auch die Silikonverarbeitung weiter ausbauen“, kündigt Stefan Seuferling an.

Von den weltweit 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind derzeit rund 80 in der Silikonextrusion in der Firmenzentrale tätig. Etwa doppelt so viele sollen bis 2025 in diesem Produktionsbereich arbeiten. Für das Wachstum würden in nahezu allen Abteilungen zusätzliches Personal benötigt, teilte das Unternehmen mit. F

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