Kunststoff-Recycling Neues Verfahren zur sortenreinen Trennung von Kunststoffen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die Firma Graf Polymers hat heute den Grundstein für eine Anlage zur Trennung von Kunststoffen. Das Unternehmen kann künftig schwer recycelbare Massenkunststoffe wie Polyethylen (PE) sortenrein trennen und verarbeiten. Das Ergebnis ist ein Kunststoffgranulat, das annähernd das Qualitätsniveau von Primärkunststoffen erreicht. Für die Anlage am neuen Standort Herbolzheim erhält das Familienunternehmen rund 8 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums.

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Bundesumweltministerium fördert innovatives Recyclingverfahren für Kunststoff
Bundesumweltministerium fördert innovatives Recyclingverfahren für Kunststoff
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Herbolzheim – Bisher werden schwer recycelbare Abfälle von Massenkunststoffen aus PE (Polyethylen)- und PP (Polypropylen) überwiegend energetisch verwertet. Die bisher eingesetzte konventionelle Trenntechnik erkennt insbesondere dunkel bis schwarz eingefärbte Kunststoffabfälle nicht und erlaubt somit keine sortenreine Trennung. Dies wird mit der neuen Anlage von Graf Polymers möglich sein.

Das Unternehmen plant eine innovative Anlage, bei der erstmalig mehrere Prozessschritte mit neuer Anlagentechnik in einer Prozesskette von der Sortierung über das Recycling bis hin zur Qualitätskontrolle verknüpft sind. Bereits heute setzt das Unternehmen einen hohen Anteil an Recyclingrohstoffen in der Produktion ein.

Mit dem Vorhaben können 45.000 t Neuware ersetzt und dadurch mindestens 90.000 t CO2-Emissionen vermieden werden. Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovative Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

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