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Als Maßstab für die Desinfektion lassen sich die Ergebnisse aus der mikrobiologischen Untersuchung auf Legionella Pneumophila vergleichen: Unmittelbar vor dem Stillstand waren im Sumpf des Prozessluftkühlers 3500 KBE/100 ml gemessen worden. Das Ziel war, unter die in der VDI 2047-2 geforderten 100 KBE/100 ml zu gelangen.
Dies wurde erreicht, als das die Untersuchung unmittelbar nach der Reinigung eine Belastung von nur noch 90 KBE/ 100 ml zeigte. Besonders im Hinblick auf die schwer zu desinfizierenden großen Kühler-Oberflächen ist das Verfahren unbedingt als Erfolg zu werten.
Kriterien für die Instandhaltung thermischer Prozesse
Allerdings stieg die Keimzahl in den folgenden Wochen, während einer Periode hochsommerlicher Temperaturen, wieder an. Die Ursachen hierfür liegen vermutlich zum einen in der bislang nicht grundsätzlich verbesserten Kühlwassersituation, zum anderen in nicht vollständig zurückgebauten Totleitungen im Kühlwassersystem. Damit sind die Bedingungen für mikrobielles Wachstum weiterhin günstig.
Um das System nachhaltig in den Griff zu bekommen, wird die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung im Hinblick auf hygienisch-technische Schwachstellen nach VDI 2047-2 mit Identifikation der Mängelpunkte empfohlen. Voraussichtlich werden weitere permanent wirkende Maßnahmen wie eine Dosierung von speziellem Chlordioxid und/ oder eine Entkeimung mittels UV-Licht notwendig sein.
* * Der Autor ist Vertriebsleiter bei Korinexan, Rheinfelden.
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