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Power-to-Gas für Audi A3 G-tron Erste industrielle Power-to-Gas Anlage für Audi gebaut

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Audi hat gestern die erste industrielle Power-to-Gas Anlage eingeweiht. Das Leuchtturmprojekt soll pro Jahr durschnittlich drei Millionen Kubikmeter synthetisches Methan erzeugen und damit den neuen Audi A3 G-tron antreiben. Die von Etogas entwickelte und gebaute Power-to-Gas Anlage verfügt über eine 25-mal größere Leistung als die bisher größte Power-to-Gas Anlage.

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Die größte industrielle Power-to-Gas Anlage ist gestern in Werlte eingeweiht worden. Heinz Hollwerger (re.), Leiter Entwicklung Gesamtfahrzeuge bei Audi, und Jochen Flasbarth (li.), Präsident Umweltbundesamt, freuen sich, dass der Audi A3 G-Tron zukünftig synthetisches Methan tanken kann.
Die größte industrielle Power-to-Gas Anlage ist gestern in Werlte eingeweiht worden. Heinz Hollwerger (re.), Leiter Entwicklung Gesamtfahrzeuge bei Audi, und Jochen Flasbarth (li.), Präsident Umweltbundesamt, freuen sich, dass der Audi A3 G-Tron zukünftig synthetisches Methan tanken kann.
(Bild: Audi)

Werlte, Stuttgart – Seit drei Jahren elektrisiert das Konzept Power-to-Gas die Energie- und Mobilitätsbranche. Nach erfolgreichen Tests der neuen Ökostromspeichertechnologie wurde jetzt die erste Anlage im industriellen Maßstab eingeweiht. Die Feier fand gestern im niedersächsischen Werlte statt.

Der Stuttgarter Anlagenbauer Etogas (vormals Solar Fuel) hat die weltweit größte Power-to-Gas-Anlage entwickelt und gebaut. Kunde und Betreiber der Power-to-Gas Anlage ist Audi. Die Anlage hat eine elektrische Anschlussleistung von 6 MW und wandelt Ökostromüberschüsse in Wasserstoff und Methan um. Pro Jahr wird die Anlage durchschnittlich drei Millionen Kubikmeter synthetisches Methan erzeugen.

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Im Herbst 2013 wird der Probebetrieb der Gesamtanlage abgeschlossen sein. Die Anlage soll über eine 25-mal so große Eingangsleistung wie die bislang größte Power-to-Gas Anlage verfügen. Diese ging bereits im Oktober 2012 beim Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung Baden-Württemberg (ZSW) – dem F&E-Partner von Etogas – in Stuttgart im Rahmen eines vom BMU geförderten Projekts in Betrieb. Beim dortigen Forschungsbetrieb wird die Industrialisierung der Technologie vorbereitet. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse kommen nun der neuen Anlage in Werlte zugute.

Das Methan, von Audi E-gas genannt, ist für Kunden des neuen A3 G-tron vorgesehen. Mit diesem Treibstoff können Autofahrer mit einer CO2-Bilanz von 20 g/km nahezu kohlenstoffdioxidneutral fahren. Die Gasmenge aus Werlte versorgt 1500 A3 G-tron mit einer jährlichen Fahrleistung von jeweils 15 000 km - insgesamt sind das 22,5 Millionen km.

Änderung des rechtlichen Rahmens gefordert

„Mit der Einweihung der 6-Megawattanlage beginnen wir mit der kommerziellen Anwendung dieser neuen Stromspeichertechnologie“, sagt Etogas-Geschäftsführer Dr. Karl Maria Grünauer. „In den nächsten Jahren werden wir den Markt mit Anlagen in Größen von bis zu 20 MW elektrischer Anschlussleistung versorgen und die Investitionskosten auf das notwendige Niveau für energiewirtschaftliche Anwendungen senken.“

Neben der laufenden technischen Optimierung und der Vorbereitung zur Serienfertigung müssten aber auch die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland angepasst werden, betont Grünauer. „Wir sind zuversichtlich, dass in der nächsten Legislaturperiode die Entnahme von Ökostrom aus dem Netz zur Speicherung im Gasnetz rechtlich nicht mehr als Letztverbrauch eingeordnet wird, etwa wie der Stromverbrauch einer Glühbirne. Denn die Nutzung und somit rechtlich gesehen der Letztverbrauch der gespeicherten Ökoenergie findet erst an der Zapfsäule durch den Tankvorgang des Autofahrers statt.“

Ein geeigneter Rechtsrahmen könne das wirtschaftliche Potenzial von Power-to-Gas voll zur Geltung bringen, so Grünauer. „Damit wird der wirtschaftliche Betrieb netzgebundener Speicher ermöglicht und eine zielkonforme Versorgung mit erneuerbaren Kraftstoffen erreicht.“

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