Newsticker Juli: Aktuelles aus der ProzessindustrieElf Millionen Euro für neuen Forschungsstandort in Leuna
Aktualisiert am 20.07.2026
Quelle: dpa
49 min Lesedauer
Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.
Leuna (dpa/sa) *16:43 Uhr – Elf Millionen Euro für neuen Forschungsstandort in Leuna
In der Nähe des Chemieparks Leuna soll ein neuer Forschungs- und Entwicklungsstandort entstehen. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) überreichte der Stadt Leuna dafür einen Förderbescheid über knapp elf Millionen Euro. Auf einer rund 15.200 Quadratmeter großen Fläche in unmittelbarer Nähe des Chemieparks sollen sich künftig Forschungs- und Technologieunternehmen ansiedeln.
Mit den Mitteln aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen werde das Gelände vollständig erschlossen, teilte die Staatskanzlei mit. Schulze bezeichnete das Vorhaben als sichtbares Zeichen des Strukturwandels. «Mir ist wichtig, dass sie sehen: Unsere Heimat entwickelt sich weiter. Es entstehen neue Arbeitsplätze, neue Ideen und neue Perspektiven», sagte der Ministerpräsident.
Die Bescheidübergabe fand im Anschluss an ein Treffen der Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen im Mitteldeutschen Revier statt. Die drei Regierungschefs informierten sich über Projekte, die den Wandel der ehemaligen Braunkohleregion zu einem Wirtschafts-, Forschungs- und Innovationsstandort voranbringen sollen.
Der 2025 in eine tiefe Krise gerutschte Chemiekonzern Wacker kann in diesem Jahr dank Aktienverkäufen und niedrigerer Pensionslasten voraussichtlich wieder schwarze Zahlen schreiben. Im ersten Halbjahr verbuchte das Unternehmen einen Nettogewinn von 365 Millionen Euro, wie Wacker mitteilte – in der ersten Jahreshälfte 2025 war das Ergebnis negativ gewesen.
Die Rückkehr in die Gewinnzone lag jedoch nicht daran, dass die Geschäfte nun plötzlich wieder glänzend liefen: Im Mai hatte Wacker Chemie für 188 Millionen Euro ein großes Aktienpaket des Wafer-Herstellers Siltronic verkauft. Außerdem reduzierte der Konzern seine Pensionsrückstellungen um knapp 37 Millionen Euro und profitierte von Preiserhöhungen sowie einem Sparprogramm.
Dank der Sondereffekte ist laut Vorstand ein positives Jahresergebnis nun realistisch. Wacker war 2025 mit einem Nettoverlust von 805 Millionen Euro tief in die roten Zahlen gerutscht. Nunmehr erhöhte das Unternehmen seine Prognose: Der Vorstand stellt für dieses Jahr ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 625 Millionen bis 750 Millionen Euro in Aussicht, deutlich mehr als die ursprüngliche Erwartung von 550 bis 700 Millionen.
Wacker Chemie ist nach Firmenangaben führender Hersteller hochreinen Polysiliziums, dem Grundmaterial für Computerchips. Weitere Geschäftsbereiche sind Silikone, aus denen unter anderem Harze und Öle hergestellt werden können, sowie Polymere für die Herstellung von Lacken oder Klebstoffen.
Das eigentliche Geschäft des Konzerns bleibt schwierig. Der Umsatz stieg im Vergleich zur ersten Hälfte des vergangenen Jahres leicht von knapp unter auf knapp über 2,9 Milliarden Euro. Die Nachfrage aus vielen Abnehmerbranchen wie der Automobil- oder Bauindustrie sei weiter schwach, sagte Vorstandschef Christian Hartel. «Auf der Nachfrageseite sehen wir aktuell keine Trendwende.»
Wegen der hohen Verluste im vergangenen Jahr hatte der Vorstand umfangreiche Einsparungen mitsamt dem Abbau von 1.500 Stellen in die Wege geleitet. Das Programm zeigt nach Hartels Worten bereits Ergebnisse, Ziel sind 300 Millionen Euro Kostensenkung im Jahr. Zum Stichtag 30. Juni arbeiteten weltweit 16.084 Menschen für den Konzern, 640 weniger als ein Jahr zuvor.
London (dpa) *08:51 Uhr – Shell verdient dank hoher Öl- und Gaspreise weiter kräftig
Die wegen des Iran-Kriegs stark gestiegenen Öl- und Gaspreise lassen die Gewinne bei Shell weiter sprudeln. Im zweiten Quartal erwirtschaftete der britische Energiekonzern trotz Produktionsausfällen im Nahen Osten einen um Sonderposten bereinigten Gewinn von 9,8 Milliarden Dollar (8,6 Mrd Euro), wie Shell in London mitteilte.
Das waren 42 Prozent mehr verglichen mit dem Vorquartal und zugleich mehr, als von Analysten erwartet. Vor allem das Gasgeschäft, die Förderung und die Chemiesparte trugen zum Zuwachs bei. Zudem kündigte der Öl- und Gasmulti ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über mindestens drei Milliarden Dollar an.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.