Ludwigshafen (dpa/lrs) - *19:43 Uhr – BASF sucht Ursache für Einschränkung an Kläranlage
In der Kläranlage des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen ist derzeit nach Unternehmensangaben die sogenannte Nitrifikationsleistung eingeschränkt. Das Problem bestehe seit dem 9. Juli, die Ursache sei bislang unbekannt, teilte das Unternehmen mit. Folge sei ein erhöhter Ammoniumstickstoff-Wert im Abwasser des Rheins. Ein Expertenteam des Unternehmens arbeite an einer Lösung. Eine Gesundheitsgefährdung für den Menschen bestehe durch die aktuell gemessene Konzentration nicht, so BASF. Eine Gefährdung tierischer Organismen im Rhein könne jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Unter Nitrifikation versteht man den Angaben zufolge den mehrstufigen biologischen Abbau von Ammonium zu Stickstoff. Ammonium ist demnach eine anorganische Stickstoffverbindung. Die Reduzierung von Ammoniumstickstoff in Kläranlagen diene dem Schutz von Gewässern, da Ammoniumstickstoff zur Überdüngung beitrage. Die zuständigen Behörden seien informiert. Das rheinland-pfälzische Umweltministerium habe vorsorglich entsprechende Informationen an die Rheinanlieger herausgegeben.
Brüssel (dpa) - *14:11 Uhr – EU-Staaten können Düngemittel-Preise abfedern
Landwirte in der EU können wegen der gestiegenen Düngemittelpreise mehr EU-Geld vorgestreckt bekommen. Die Agrarminister der EU-Staaten gaben in Brüssel das finale grüne Licht für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission aus dem Juni. Vergangene Woche hatte das Europaparlament bereits im Eilverfahren zugestimmt. Die Verordnung wird bald im Amtsblatt der EU veröffentlicht und tritt am Tag danach in Kraft.
Die EU-Staaten können demnach die Vorauszahlungen auf Direktzahlungen an aktive Landwirte erhöhen und in diesem Jahr schon früher zahlen.
Sie können zudem flexibler bestimmen, wie sie ihre Budgets für Direktzahlungen im kommenden Jahr gestalten. Die Mitgliedstaaten können betroffene Landwirte außerdem besonders unterstützen, um einen Teil der zusätzlichen Kosten für Düngemittel abzufedern. Zuschüsse von bis zu 80 Prozent der zusätzlichen Kosten sind möglich.
Seoul (dpa) - *08:35 Uhr – Südkoreas Aktienmarkt bricht deutlich ein
Südkoreas Aktienmarkt ist mit einem deutlichen Minus in die Handelswoche gestartet. So ist der Leitindex Kospi bis eine halbe Stunde vor Handelsschluss um knapp acht Prozent eingebrochen. Samsung Electronics, das nach Marktkapitalisierung größte börsennotierte Unternehmen des Landes, sank zum selben Zeitpunkt um über zehn Prozent. Am drastischsten ist der Kurs des Chip-Produzent SK Hynix gefallen.
Nachdem der Marktführer bei sogenannten HBM-Speicherchips (High Bandwidth Memory) noch am Freitag in einer Erstnotiz an der US-Börse Nasdaq 26,5 Milliarden Dollar einsammeln konnte, lag der Kurs von SK Hynix am Montag um über 13 Prozent im Minus. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank um rund 1,9 Prozent. Der chinesische CSI 300, der die führenden Unternehmen des Landes abbildet, fiel um 1,4 Prozent. Der Hang Seng in Hongkong hingegen stieg leicht um 0,2 Prozent.
Die Kurseinbrüche haben auch mit den jüngsten Angriffswellen der USA auf den Iran sowie wieder deutlich steigenden Ölpreisen zu tun. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im September liegt derzeit bei 79,5 Dollar, ein Anstieg von rund 4,5 Prozent im Vergleich zum letzten Handelstag. Im Falle SK Hynix spielt laut Analysten zudem eine technische Kurskorrektur eine erhebliche Rolle: Nachdem sich der Aktienkurs des Chip-Produzenten in diesem Jahr bis Ende Juni mehr als vervierfacht hatte, nehmen nun Investoren vermehrt ihre Profite mit.
Südkoreas Leitindex Kospi war mit einer fulminanten Rekordjagd bis Mitte Juni zum Sinnbild der KI-Rally geworden. Seither verlor er aber wieder etwas mehr als ein Viertel. Trotz des Einbruchs seit dem Rekordhoch liegt der Kospi im laufenden Jahr noch über 60 Prozent im Plus. Insgesamt ist der Kospi jedoch äußerst volatil. Sowohl Kursanstiege als auch -einbrüche sind beim südkoreanischen Index extrem ausgeprägt. Das hat zum einen mit der Fokussierung auf wenige Großunternehmen zu tun, vor allem die Chip-Produzenten Samsung Electronics und SK Hynix. Zum anderen ist der südkoreanische Aktienmarkt stark von internationalen Investoren geprägt, die in Phasen erhöhter Unsicherheit vergleichsweise rasch Kapital aus dem von MSCI als Schwellenmarkt eingestuften Markt abziehen.
London (dpa) - *08:25 Uhr – Ölpreise ziehen deutlich an
Die Ölpreise haben am Montag nach einer weiteren Angriffswelle des US-Militärs deutlich zugelegt. Ein Barrel (159
Stand: 08.12.2025
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Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im September legte im frühen Handel zuletzt um 4,46 Prozent auf 79,40 Dollar zu. Es war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Die Angriffswelle sei vorbei und habe Dutzende Zielobjekte mit Präzisionsmunition getroffen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf der Online-Plattform X mit. Die Straße von Hormus habe essenzielle Bedeutung für den weltweiten Handel und werde nicht vom Iran kontrolliert, betonte Centcom. Die US-Streitkräfte stünden bereit, um die Freiheit des zivilen Schiffsverkehrs zu verteidigen - auch gegen «die ungerechtfertigte Aggression des Irans, seine Schikane, Drohungen und willkürlichen Verlautbarungen».
Der Iran hatte am Sonntag erklärt, die Meerenge werde «bis auf Weiteres» geschlossen, während die Streitkräfte der Islamischen Republik Drohnen- und Raketenangriffe auf Verbündete der USA im Nahen Osten flogen, darunter Jordanien und Katar. Zudem meldete Kuwait, dass eine Offshore-Bohrplattform getroffen und beschädigt worden sei. Die jüngsten Entwicklungen seien zwar eskalierend, blieben aber «deutlich unterhalb eines offenen Kriegszustands», sagte Saul Kavonic, Senior-Energieanalyst bei MST Marquee, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Ölpreise dürften so lange weiter leicht steigen, wie die Angriffe andauern und die Passage durch die Straße von Hormus dadurch beeinträchtigt wird. In den ersten Wochen und Monaten des Konflikts war der Ölpreis deutlich gestiegen. Ein Barrel der Referenzsorte Brent hatte zeitweise etwas mehr als 126 Dollar gekostet.