Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Chemiepräsident Steilemann mahnt zur Eile bei Energiepreisbremsen

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18.10.2022

Wilhelmshaven (dpa) *17:25 Uhr – Wintershall Dea plant Kohlenstoffdioxid-Lager bei Wilhelmshaven

Der Gas- und Ölkonzern Wintershall Dea plant ein Kohlenstoffdioxid-Lager unter der Nordsee bei Wilhelmshaven. Das gab das Unternehmen mit Sitz in Kassel und Hamburg am Dienstag bekannt. Es habe eine Absichtserklärung mit dem Flüssiggut-Tanklager HES Wilhelmshaven unterzeichnet. Ziel sei es, Kohlenstoffdioxid, das in der Industrie nicht vermieden werden könne, in geologischen Formationen unter der Nordsee zu lagern.

Zunächst soll eine Machbarkeitsstudie bis 2023 Aufschluss darüber geben, ob der sogenannte CO2nnect-Now-Hub in Wilhelmshaven möglich ist. Dort würde das CO2 aus der deutschen Industrie ankommen und anschließend per Schiff oder in späterer Zukunft über eine Pipeline in die geologischen Formationen transportiert, wo es «dauerhaft und sicher» gelagert werde.

Bereits vor zwei Monaten hat Wintershall Dea eine Absichtserklärung mit der Nord-West Ölleitung (NWO) für den Bau einer Wasserstoff-Produktionsanlage auf dem NWO-Gelände in Wilhelmshaven unterzeichnet. Das Projekt soll künftig aus norwegischem Erdgas 200.000 Kubikmeter umweltschonenden Wasserstoff herstellen. Das entspräche den Angaben nach 5,6 Terawattstunden jährlich oder dem dreifachen Energieverbrauch des Wolfsburger Volkswagenwerks im Jahr 2019.

New Brunswick (dpa) *14:19 Uhr – Johnson & Johnson spürt Gegenwind durch starken Dollar

Der Gegenwind durch den starken Dollar hat den Gesundheitskonzern Johnson & Johnson im dritten Quartal gebremst. So stiegen die Umsätze um 1,9 Prozent auf 23,8 Milliarden Dollar (rund 24,2 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in New Brunswick mitteilte. Währungsbereinigt lag das Wachstum hingegen bei 8,1 Prozent. Dabei trugen alle Sparten zu dem operativen Plus bei, Treiber waren das Pharma- und das Medizintechnikgeschäft.

Der bereinigte Nettogewinn sank um 2,7 Prozent auf rund 6,8 Milliarden Dollar, das entsprechende bereinigte Ergebnis je Aktie ging um knapp zwei Prozent auf 2,55 Dollar zurück. Dabei schnitt Johnson & Johnson besser ab als von Analysten erwartet.

Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern seine Prognosen in der Mitte ihrer Spannen, engte diese aber ein. So soll der währungs- und portfoliobereinigte Umsatz um 6,7 bis 7,2 Prozent steigen, nach zuvor in Aussicht gestellten 6,5 bis 7,5 Prozent. Johnson & Johnson hatte in diesem Jahr zweimal seinen Ausblick gesenkt, zuletzt wegen der Stärke der US-Währung.

Basel (dpa) *07:35 Uhr – Roche bekommt sinkende Corona-Absätze zu spüren

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat sein moderates Wachstum in den ersten neun Monaten 2022 fortgesetzt. Dies ist dem Konzern trotz nachlassender Corona-Umsätze im dritten Quartal geglückt. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt Roche. In den ersten neun Monaten setzte das Unternehmen 47,0 Milliarden Franken (48,05 Mrd Euro) um, ein Plus von einem Prozent verglichen mit dem Vorjahreswert, wie Roche am Dienstag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen legten die Verkäufe um zwei Prozent zu.

Damit hat der Konzern im Rahmen der eigenen Zielsetzung abgeschnitten. Das Management hatte für das Gesamtjahr ein Wachstum zwischen stabil bis in den niedrigen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.

Mit Blick auf die beiden Geschäftsbereiche steuerte die größere Pharmasparte 33,2 Milliarden Franken zum Umsatz bei, was 1 Prozent unter dem Vorjahreswert liegt. Deutlich geringere Verkäufen von Covid-19-bezogenen Produkten und Biopharmaka sei durch ein anhaltend gutes Wachstum der neueren Medikamente ausgeglichen worden, hieß es.

In der kleineren Diagnostik-Sparte nahm der Umsatz um vier Prozent auf 13,8 Milliarden Franken zu. Dies sei vor allem einem starken Basisgeschäft zu verdanken gewesen.

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