Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Chemiepräsident Steilemann mahnt zur Eile bei Energiepreisbremsen

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25.10.2022

Kassel (dpa) *08:47 Uhr – Wintershall Dea legt Gewinnsprung hin

Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea hat im dritten Quartal dank kräftig gestiegener Öl- und Gaspreise deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor. Zudem profitierte der Konzern von höheren Produktionsmengen. Im dritten Quartal legte der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Explorationskosten auf knapp 2,6 Milliarden Euro zu, wie die BASF-Mehrheitsbeteiligung am Dienstag in Kassel mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Wintershall Dea 983 Millionen Euro ausgewiesen. Unter dem Strich erhöhte sich der auf die Anteilseigner entfallene Gewinn von 204 Millionen Euro im Vorjahr auf

799 Millionen Euro.

Hierin enthalten waren nicht zahlungswirksame Wertminderungen vor allem auf die Beteiligung an der Nord Stream AG. Seit Wochen fließt durch die von der Nord Stream betriebene Nord Stream 1 Pipeline kein Gas mehr von Russland nach Deutschland. Zuletzt gab es mehrere Lecks in der Leitung. Bereinigt um Sondereffekte wie etwa die Abschreibung legte der Überschuss dank kräftig gestiegener Öl- und Gaspreise von 234 Millionen im Vorjahr auf 851 Millionen Euro zu.

Wintershall Dea ist 2019 aus der Fusion der Wintershall Holding und der Dea hervorgegangen. Das Unternehmen mit Sitz in Kassel und Hamburg beschäftigt weltweit knapp 2500 Mitarbeiter. BASF hält gut 70 Prozent an Wintershall Dea. Der Rest gehört Letter One, einer Beteiligungsgesellschaft, in der der russische Oligarch Michail Fridman seine Dea-Anteile gebündelt hat.

Leverkusen (dpa) *07:25 Uhr – Hoher Gaspreis lässt Gewinn von Covestro schrumpfen

Hohe Gas- und Energiepreise und eine zurückhaltendere Kauflaune der Verbraucher machen dem Kunststoffkonzern Covestro zu schaffen. Im dritten Quartal brach das operative Ergebnis im Jahresvergleich um fast zwei Drittel auf 302 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Unter dem Strich hielten die Leverkusener sich mit 12 Millionen Euro knapp in der Gewinnzone, nach einem Überschuss von 472 Millionen Euro vor einem Jahr. Der freie operative Mittelzufluss, also das Geld, was im Tagesgeschäft letztlich bei Covestro hängen bleibt, sank um mehr als 90 Prozent auf 33 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Sommerquartal dank höherer Verkaufspreise und des schwachen Eurokurses zum US-Dollar um rund sieben Prozent auf 4,6 Milliarden Euro.

Für das laufende Jahr rechnet der Dax-Konzern nun mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 1,7 und 1,8 Milliarden Euro, nachdem bislang 1,7 bis 2,2 Milliarden Euro auf dem Zettel gestanden hatten. Analysten erwarten im Mittel gut 1,8 Milliarden Euro.

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