Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Chemiepräsident Steilemann mahnt zur Eile bei Energiepreisbremsen

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14.10.2022

Grenzach-Wyhlen (dpa/lsw) *12:35 Uhr – Pharmakonzern Roche saniert für fast 240 Millionen Euro Ex-Müllkippe

Nach sieben Jahren hat der Schweizer Pharmariese Roche die Sanierung eines früheren Abfallgeländes in Grenzach-Wyhlen (Kreis Lörrach) abgeschlossen. Investiert wurden dafür 239 Millionen Euro. Das Areal sei inzwischen «chemiefrei», teilte Roche am Freitag mit. «Wir wollen zukünftigen Generationen keine Altlasten hinterlassen», sagte Vorstand Hagen Pfundner.

Das Roche-Gelände mit einer Fläche von rund zwei Fußballfeldern gehört zur sogenannten Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen - die frühere Deponie gilt als ein bundesweit besonders großes Altlastenprojekt. Bis 1976 wurde in den früheren Kiesgruben Bauschutt, Hausmüll und Abfälle der Chemie- und Pharmaindustrie abgelagert. Für einen anderen Teil der Kesslergrube ist der Chemiekonzern BASF verantwortlich, wie das Unternehmen auf seiner Internetseite berichtete.

Die Sanierung bei Roche hatte im September 2015 begonnen. 360.000 Tonnen belastetes Erdreich wurden abtransportiert und später verbrannt – größtenteils in den Niederlanden, aber auch in Deutschland und Belgien, wie ein Sprecher berichtete.

Für die Arbeiten wurde das Areal überdacht. Wie das sanierte Gelände künftig genutzt werden soll, steht laut Unternehmen noch nicht konkret fest. Die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer sagte, der Pharmakonzern habe während der Sanierung für Transparenz gesorgt und damit zum erfolgreichen Abschluss des Projekts beigetragen.

Roche hatte seinen Umsatz in Deutschland im vergangenen Jahr um fast 22 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro gesteigert. Standorte gibt es in Mannheim, Grenzach-Wyhlen und im oberbayerischen Penzberg. Beschäftigt werden zusammen rund 17.500 Menschen.

Schwedt (dpa) *11:18 Uhr – Brandenburg: Rosneft-Klage derzeit ohne Folgen für PCK-Raffinerie

Die Klage von Rosneft gegen die Treuhandverwaltung ihrer beiden deutschen Tochterfirmen durch den Bund hat nach Angaben der Brandenburger Landesregierung derzeit keine direkten Folgen für die PCK-Raffinerie in Schwedt. «Alles, was jetzt im Augenblick eingerichtet worden ist vom Bund, wird davon nicht beeinflusst, bis es die endgültige Entscheidung dann vom Bundesverwaltungsgericht gibt», sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Freitag in Potsdam. Die Klage habe keine aufschiebende Wirkung. Auch auf die Versorgung habe die Klage «überhaupt keinen Einfluss». Er zeigte sich nicht überrascht über die Klage: «Das Gesetz sieht diese Rechtsmittel an der Stelle vor», sagte Steinbach. «Insofern ist das das gute Recht von Rosneft.»

Auch ein Sprecher von Rosneft Deutschland sagte, auf das operative Geschäft habe die Klage keinen Einfluss. Trotz des Lecks an der Druschba-Pipeline in Polen bezeichnete er die Lage für die Raffinerie PCK als entspannt. Die Beeinträchtigung sei gering geblieben, es sei auch noch genug Rohöl in den Tanklagern. Die Zeit der Pipeline-Reparatur, die wohl innerhalb von zehn Tagen geschehen solle, lasse sich ohne Auswirkungen überbrücken, sagte der Sprecher.

Wirtschaftsminister Steinbach rechnet nach eigenen Worten damit, «dass die zehn Tage an der Stelle nicht voll ausgeschöpft werden müssen».

Rosneft hatte am Donnerstag Klage beim Bundesverwaltungsgericht gegen das Wirtschaftsministerium eingereicht. Das Bundeswirtschaftsministerium kommentierte die Klage nicht.

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