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Mahlen

Beim Mahlen von Wirkstoffen muss alles bis ins Detail durchdacht sein

| Autor/ Redakteur: René Herzog / Jörg Kempf

Ein Team von mehr als 3000 Forschern macht es sich in einem Pharmabetrieb täglich zur Aufgabe, die Wirksamkeit von Medikamenten zu verbessern. Dabei werden auch Verfahrensschritte, die beim ersten Hinschauen als unbedeutend erscheinen können, insbesondere das Mahlen, genauestens auf ihre Wirksamkeit untersucht.

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Das Down-driven-Konzept der Coniwitt sorgt für einen unbehinderten Produktfluss.
Das Down-driven-Konzept der Coniwitt sorgt für einen unbehinderten Produktfluss.
(Bild: Frewitt)

Fast jeder zweite Todesfall in Deutschland geht auf eine Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems zurück. Hersteller von Pharmaka forschen deshalb nach neuen Verfahren; es entstehen wirksamere Medikamente, deren Einnahme bei Bluthochdruck-Patienten einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorbeugt. Bei einem großen Pharmahersteller wurden allein im Jahr 2008 mehr als 750 Millionen Medikamentenschachteln hergestellt. Das Unternehmen erzeugt neben Medikamenten zur Bekämpfung von Herz- und Venenkrankheiten auch solche, die gegen Rheuma und andere Erkrankungen wirksam sind.

Die wohl wichtigste Vorgabe des Pharmaproduzenten lautet: Auf ein und derselben Linie müssen Wirk- und Trägerstoffe mit unterschiedlichsten Produkteigenschaften aufbereitet werden können. Der Prozess basiert auf der Big-Bag-Entleerung mit Produktzerkleinerung und Abfüllung in Container.

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Da bei dem Pharmahersteller bereits Anlagen von Frewitt installiert worden sind, wurden die Schweizer auch bei diesem neuen Projekt in die Evaluationsphase mit einbezogen. Frewitt verfügt in seinem Werk über ein Technikum mit Analyselabor, das während der Testphase der Kundenprodukte wertvolle Dienste leistet. Die Resultate können ausgewertet und die Prozesse inhouse optimiert werden. Der Vorteil des genannten Vorgehens – praxisnahe Ergebnisse – veranlassten den Kunden dazu, sich für zwei Mahlsysteme zu entscheiden, die in Serie geschaltet werden sollen. Es handelt sich um die konische Siebmühle Coniwitt 200 und die Hammermühle Hammerwitt MFH-6.

Ein polyvalentes Mahlsystem

Einleitend soll zum besseren Verständnis die Anlage im Detail beschrieben werden: Im ersten Stock befindet sich eine Hubsäule, welche den Big-Bag über die Entleerstation schwenkt, wo der Big-Bag anschließend angedockt wird. Das Produkt wird vom Big-Bag gravimetrisch durch die nachgeschaltete konische Siebmühle (Coniwitt 200) und anschließend durch die Hammerwitt MFH-6 gefördert. Am Auslauf der Hammermühle befindet sich ein Fallrohr, über welches das Produkt in das Erdgeschoss befördert wird. Am Ende des Fallrohrs ist eine Dosierklappe montiert, die das Produkt in den darunter liegenden Container dosiert. Das System Profi-Clean sorgt beim Entstauben der Anlage für einen Druckausgleich über die ganze Anlage. Alle kritischen Komponenten der Anlage werden während des Prozesses inertisiert.

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