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Ungewisser Ausblick Verpackungsmaschinenbau wächst 2019 das neunte Jahr in Folge

| Redakteur: MA Alexander Stark

Für den Verpackungsmaschinenbau aus Deutschland war 2019 das neunte Wachstumsjahr in Folge. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stellten die ca. 250 überwiegend mittelständischen Unternehmen Verpackungsmaschinen im Wert von rund 7,3 Milliarden Euro her, ein Zuwachs von 2 %.

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Der Verpackungsmaschinenbau legte 2019 erneut zu.
Der Verpackungsmaschinenbau legte 2019 erneut zu.
(Bild: Messe Düsseldorf / tillmann)

Frankfurt – Europa bleibt auch weiterhin die größte Absatzregion für deutsche Verpackungsmaschinenbauer: Die Hälfte aller deutschen Verpackungsmaschinenexporte ging in europäische Länder. Das Liefervolumen erreichte einen Wert von 3 Milliarden Euro und lag damit 3,1 % über dem Vorjahr. Asien nahm Maschinen und Anlagen im Wert von gut 1,1 Milliarden Euro ab (plus 16 %), Nordamerika im Wert von 886 Millionen Euro (plus 8 %). Die Lieferungen nach Afrika beliefen sich auf 351 Millionen Euro (plus 1 %). Weniger erfreulich entwickelten sich dagegen die Exporte nach Lateinamerika, den Nahen und Mittleren Osten sowie nach Australien-Ozeanien, die im zweistelligen Bereich sanken.

Mit einem Exportvolumen von 786 Millionen Euro (plus 7 %) blieben die USA auch 2019 der größte Einzelabsatzmarkt für Verpackungsmaschinen aus deutscher Produktion. China liegt an zweiter Position mit 451 Millionen Euro (plus 23 %), gefolgt von Frankreich (309 Millionen Euro, plus 3 %), Polen (296 Millionen Euro, plus 9,5 %) und dem Vereinigten Königreich (248 Millionen Euro, plus 18 %). Die Exporte nach Russland legten um 5 % auf 203 Millionen Euro zu. Damit nahm das Land Position acht unter den 10 größten Exportmärkten ein, nach Spanien (234 Millionen Euro, plus 24,5 %) und den Niederlanden (219 Millionen Euro, plus 29,1 %).

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Ausblick: Alles offen

Wiesen die Produktionszahlen von Verpackungsmaschinen in den ersten drei Quartalen 2019 noch ein Plus von insgesamt 8 % aus, sanken sie im vierten Quartal um 10 % unter den Vorjahresvergleichswert. Die nachlassende Dynamik der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte wirkte sich bereits auf die deutsche Produktion aus.

Wie die Entwicklung im Verpackungsmaschinenbau im Jahr 2020 aussehen wird, lässt sich derzeit nicht abschätzen und nicht beziffern. Auf Grund der schwachen Ordertätigkeit im zweiten Halbjahr 2019 und insbesondere der gesunkenen Auslandsbestellungen ging der Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen in seiner Prognose vom November 2019 bereits von einem Produktionsrückgang von Verpackungsmaschinen im laufenden Jahr aus. Wie hoch der Rückgang durch den Ausbruch der Corona-Krise und der damit verbundenen Folgen ausfällt, werde sich erst in den kommenden Monaten so richtig zeigen, sagt Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen. Die Unternehmen spüren immer mehr die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Neben Unterbrechungen in der Lieferkette insbesondere in Europa haben insbesondere Störungen auf der Nachfragenseite weiter zugenommen. So kommen nicht nur weniger Aufträge aus Europa, sondern auch aus Asien sowie Nord- und Lateinamerika. Der Auftragseingang sank im ersten Quartal um 19 Prozentpunkte unter den Vorjahreswert. Setzt sich diese Entwicklung fort, wird sich dies bis in das kommende Jahr hinein auswirken. „Wir sind aber optimistisch, dass sich die Nachfrage nach den Lockerungen der staatlichen Restriktionen wieder rasch erholt. Hierzu trägt insbesondere auch die weltweit steigende Nachfrage nach hygienisch verpackten und sicheren Nahrungsmitteln sowie pharmazeutischer Produkte bei“, sagt Clemens.

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