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Drei Tanks für je 100 Tonnen CO2
Eine 200 Meter lange Pipeline transportiert demnächst das Rohgas vom Celanese-Standort in das neue Werk. In der Maschinenhalle durchläuft es dann eine Reinigungs- und Verflüssigungsanlage. Danach wird das auf minus 25 Grad abgekühlte CO2 in einen der drei Hochtanks im Freien gepumpt. Jeder Tank kann 100 Tonnen flüssiges CO2 aufnehmen.
Unmittelbar vor den Behältern entsteht eine Tankwagen-Verladestation, in der autorisierte Fahrer selbständig CO2 tanken können, um es dann zu Großkunden oder den Werken und Lägern der Gasehersteller zu transportieren.
Die Anlage kommt in der Regel ohne Bedienpersonal aus. Steuerung und Überwachung übernimmt die rund um die Uhr besetzte zentrale Leitwarte der Westfalen in Hörstel bei Osnabrück. Darüber hinaus werden täglich in regelmäßigen Abständen Kontrollgänge von geschultem und eingewiesenem Personal durchgeführt. Bei gravierenden Störungen schaltet sich die Anlage automatisch ab.
CO2 für Coca Cola
Kohlendioxid wird in zahlreichen Branchen eingesetzt: in der Wasseraufbereitung (etwa zur Neutralisierung alkalischer Abwässer) ebenso wie in der Metallverarbeitung (zum Beispiel als Schutzgas in der Schweißtechnik). Besonders in der Lebensmittelherstellung (als sprudelnder Zusatz bei Getränken oder zum Verpacken unter Schutzatmosphären) und in der pharmazeutischen Industrie sind hohe Qualitätsstandards gefragt.
Für die neue Anlage sei das kein Problem – sie erreiche Reinheiten bis 5.0 (99,999 Volumenprozent) und erfülle damit die Anforderungen von Coca Cola und ISBT (International Society of Beverage Technologists). Analytik sei vor Ort in der Lage, die Qualität des hergestellten Gases jederzeit und schnell zu überprüfen. Pro Stunde kann die neue Anlage 3,4 Tonnen Kohlendioxid produzieren, was einer Jahresleistung von etwa 28.000 Tonnen entspricht.
„Als mittelständische Gasehersteller setzen wir mit unserer ersten eigenen CO2-Produktion ein deutliches Zeichen. Bislang mussten wir Kohlendioxid von Wettbewerbern und unabhängigen Produzenten beziehen“, berichteten Gerhard Schlüter und Dr. Thilo Rießner. „Mit dieser Produktion machen wir uns ein Stück unabhängiger von Lieferanten und verbessern die Liefersicherheit für die Anwender“, freuten sich die beiden Geschäftsführer der CO2 Betriebsgesellschaft.
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