Freiburg (dpa/lsw) *14:26 Uhr – Laborunfall an der Universität Freiburg
In einem Chemielabor der Universität Freiburg ist ein Behälter mit einer stark ätzenden bromhaltigen Flüssigkeit zerbrochen. Nach Angaben eines Sprechers des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz Freiburg hätten sich am Dienstagmorgen neblige Dämpfe um die Flüssigkeit entwickelt. Eine Mitarbeiterin der Universität, die sich in dem Labor befand, konnte den Raum verlassen, wie die Pressestelle der Universität Freiburg mitteilte. Sie sei unverletzt, aber im Krankenhaus vorsorglich untersucht worden, sagte der Sprecher weiter. Auch die angrenzenden Räume seien evakuiert worden.
«Die akute Gefahrenquelle ist von der Feuerwehr unmittelbar beseitigt worden», teilte die Universität Freiburg mit. Dekontaminationsmaßnahmen sollen voraussichtlich bis Mittwochmorgen andauern. Nach weiteren Angaben des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz gebe es nach ersten Erkenntnissen keine Auswirkungen auf die Umgebung des Institutsgebäudes oder die Umwelt.
Rahway (dpa) *13:05 Uhr – Übernahme reißt US-Pharmakonzern Merck in die roten Zahlen
Der US-Pharmakonzern Merck & Co ist wegen der milliardenschweren Übernahme des Biotechunternehmens Prometheus im vergangenen Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich betrug der Fehlbetrag fast sechs Milliarden US-Dollar (5,4 Mrd Euro), nach rund vier Milliarden Dollar Gewinn ein Jahr zuvor, wie der Konzern am Dienstag in Rahway mitteilte.
Merck & Co hatte im April die Prometheus-Übernahme angekündigt und im Juni abgeschlossen. Im zweiten Quartal schlug dies mit einer einmaligen Belastung von 10,2 Milliarden Dollar zu Buche. Das Management dämpft deshalb auch die Gewinnaussichten für das Jahr. Beim Umsatz rechnet der Konzern dagegen jetzt mit etwas mehr: Der Erlös soll auf Jahressicht bei 58,6 bis 59,6 Milliarden Dollar herauskommen, hier standen zuletzt 57,7 bis 58,9 Dollar im Plan. Im zweiten Quartal erlöste der Konzern rund 15 Milliarden Dollar, das waren drei Prozent mehr als vor einem Jahr.
Berlin (ots) *12:15 Uhr – Konsumflaute belastet auch die Brauereien
Der Bierabsatz ist im 1. Halbjahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent beziehungsweise knapp 128 Millionen Liter gesunken. Insgesamt haben die deutschen Brauereien damit im 1. Halbjahr rund 4,2 Milliarden Liter Bier abgesetzt, teilte das Statistische Bundesamt mit. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere, Malztrunk und andere alkoholfreie Getränke aus Brauereien nicht enthalten.
82 Prozent des gesamten Bierabsatzes waren in den ersten sechs Monaten für den Inlandsverbrauch bestimmt. Der Inlandsabsatz sank im Vergleich zum 1. Halbjahr 2022 um 3,5 Prozent auf 3,4 Milliarden Liter. Die restlichen 18 Prozent (757 Millionen Liter) wurden steuerfrei als Exporte und als Haustrunk abgesetzt. Von den Exporten gingen 404 Millionen Liter (-0,4 %) in EU-Staaten und 348 Millionen Liter (-0,2 %) in Staaten außerhalb der EU.
Frankfurt/Main (dpa) *10:56 Uhr – Maschinenbau-Aufträge deutlich gesunken
Im deutschen Maschinenbau ist vorerst kein Ende der Auftragsflaute in Sicht. Nach einem weiteren Rückgang der Bestellungen im Juni verzeichnete die Branche im ersten Halbjahr preisbereinigt (real) ein Minus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von
14 Prozent, wie der Maschinenbauverband VDMA am Dienstag in Frankfurt mitteilte. «Zahlreiche Unternehmen zehren zwar noch von hohen Auftragsbeständen, bei den Neubestellungen wird die Luft aber langsam eng. Eine Trendwende ist bisher nicht in Sicht», sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.
Im Juni sanken die Bestellungen den Angaben zufolge um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. «Der Maschinen- und Anlagenbau bekommt die zögerliche Investitionsneigung in praktisch allen Absatzregionen nun voll zu spüren», erläuterte Wiechers. Als Gründe nannte er die Zinserhöhungen von Notenbanken zur Eindämmung der Inflation. Höhere Zinsen verteuern Kredite. Das kann die Nachfrage bremsen. Hinzu kämen Unsicherheiten angesichts geopolitisch harter Auseinandersetzungen sowie die Neuausrichtung der Unternehmen und ihrer Geschäftsmodelle in Folge der Transformation.
Boehringer Ingelheim, eines der führenden forschungsgetriebenen biopharmazeutischen Unternehmen, entwickelt seine Pipelines in den Bereichen Humanpharma und Tiergesundheit weiter und expandiert über alle wichtigen Therapiebereiche. Aufgrund einer hohen Medikamentennachfrage in den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 durch eine starke Dynamik bei Jardiance für Humanpharma und Nexgard in der Tiergesundheit, stieg der Umsatz um 9,7 Prozent auf 12,2 Mrd. Euro.
Stand: 08.12.2025
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"Durch echte Innovationen in Bereichen mit einem hohen ungedeckten Bedarf konnten wir in der ersten Jahreshälfte noch mehr Patienten erreichen als bisher", sagt Hubertus von Baumbach, Vorsitzender der Unternehmensleitung. "Laufende und überdurchschnittlich hohe Investitionen in unsere Pipeline haben in den letzten Jahren viele neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten hervorgebracht, die in Zukunft das Leben vieler Generationen verbessern werden."