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17.08.2023

Tübingen (dpa) *16:09 Uhr – Impfstoffentwickler Curevac weitet operativen Verlust aus

Das Biotech-Unternehmen Curevac kämpft immer noch mit Belastungen aus der Zeit der fehlgeschlagenen Entwicklung eines Corona-Impfstoffs. Der operative Verlust belief sich in den ersten sechs Monaten auf 132,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Tübingen mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 75,6 Millionen Euro gewesen. Als Grund nannte Curevac unter anderem zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit der Beendigung von Produktionsdienstleistungen für den Covid-19-Impfstoff der ersten Generation.

Curevac verzeichnete im ersten Halbjahr einen Verlust vor Steuern von gut 125 Millionen Euro (2022: rund 73 Mio Euro). Der Umsatz brach unterdessen ein: Curevac gab für das erste Halbjahr 14,7 Millionen Euro an nach 44,5 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Das Unternehmen hatte seinen ersten Impfstoffkandidaten gegen Corona wegen vergleichsweise geringer Wirksamkeit aus dem Zulassungsverfahren zurückgezogen. Mit seinem britischen Partner Glaxo Smith Kline (GSK) arbeitet Curevac an der Entwicklung eines neuen Corona-Vakzins der zweiten Generation. Erst kürzlich wurde der Beginn einer Phase-2-Studie für den Impfstoff bekanntgegeben. Erste Daten werden voraussichtlich Anfang 2024 erwartet.

Zum Patentstreit mit Biontech, bei dem es um einen Anteil an den Einnahmen geht, die Biontech mit der Impfstoffproduktion erzielt, sagte Curevac in der Mitteilung: «In den letzten 23 Jahren hat Curevac patentierte Grundlagentechnologie im Zusammenhang mit der mRNA-Konzeption sowie mit der Verabreichung und der Herstellung der mRNA entwickelt, die maßgeblich zu der Entwicklung sicherer und wirksamer Covid-19-Impfstoffe beigetragen hat.» Biontech machte in den Corona-Jahren mit seinem Covid-19-Impfstoff Milliardenumsätze.

Berlin (dpa) *06:00 Uhr – Diebe stehlen häufiger chemische und Pharma-Produkte von Lkw

Kriminelle nehmen bei Ladungsdiebstählen von Lastwagen laut Versicherungsbranche zunehmend auch chemische und pharmazeutische Produkte in den Blick. Damit reagierten Diebe der Branche zufolge auf «die globalen Lieferengpässe für diese Produkte, die sie auf dem Schwarzmarkt vermutlich zu hohen Preisen verkaufen können», wie der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft, Jörg Asmussen, mitteilte. Vor der Pandemie seien solche Produkte kaum gestohlen worden. Im vergangenen Jahr habe ihr Anteil an allen von Lkw geklauten Gütern bei sieben Prozent gelegen.

Weiterhin begehrt sind der Statistik zufolge elektronische Geräte. Hier stieg der Anteil dem GDV zufolge von 12 Prozent im Jahr 2017 auf knapp 20 Prozent im vergangenen Jahr. Es ist damit die am häufigsten gestohlene Gutkategorie nach «sonstigen» Produkten.

Ladungsdiebstähle verursachen laut Verband jedes Jahr einen Versicherungsschaden in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Rund 26.000 Fahrzeuge sind demnach im Schnitt jährlich betroffen.

Leuna (dpa/sa) *05:00 Uhr – Neue Bioraffinerie: Später Start hat keine Auswirkungen auf Verträge

Der spätere Produktionsstart einer neuen Bioraffinerie in Leuna hat nach Unternehmensangaben keine Auswirkungen auf die bereits eingegangenen Verträge. Das teilte eine Sprecherin des finnischen Unternehmens UPM mit. Die Firma hatte vor wenigen Tagen bekanntgegeben, dass sich der Produktionsstart der Raffinerie von Anfang nächsten Jahres auf Ende 2024 verschieben werde. Außerdem erhöhe sich die Investitionssumme von 750 Millionen Euro auf 1,18 Milliarden Euro.

Die geplante Bioraffinerie ist nach Branchenangaben weltweit einmalig. Statt aus fossilen Quellen wie Erdöl sollen dort chemische Grundstoffe aus Holz hergestellt werden. Diese können nach Unternehmensangaben dann eins zu eins für die Produktion von Kunststoffen, Waschmitteln oder ähnlichen chemischen Produkten genutzt werden. Es sei die erste Anlage dieser Art im Industriemaßstab, hieß es. Das Areal besitzt eine Größe von rund 15 Hektar und gilt derzeit als eine der größten Industriebaustellen in Deutschland. Mit dem Outdoorunternehmen Vaude aus Baden-Württemberg ist UPM bereits eine erste Kooperation zur Herstellung einer Fleecejacke aus nachwachsenden Rohstoffen eingegangen.

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