Newsticker August: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Ammoniak ausgelaufen: Großeinsatz in der Nacht

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08.08.2023

Potsdam (dpa/bb) *17:13 Uhr – Baubeginn für Wasserstofferzeugung in Schwedt noch unklar

Der Zeitpunkt für die Umsetzung der Pläne zur Wasserstofferzeugung in der Öl-Raffinerie PCK steht weiter aus. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sagte am Dienstag, es sei noch zu früh für Erfolgsmeldungen und bat um Geduld.

Geplant ist in der PCK ein Einsatz von bis zu 100-Megawatt-Elektrolyseuren zur Wasserstoff-Erzeugung. Dafür wird von Siemens Energy eine Pilotanlage geplant und ausgearbeitet. Gesellschafter hätten schon Investitionen zugesagt, so Steinbach. Im Transformationsprozess der Raffinerie sollen in der Zukunft Wasserstoff, synthetische flüssige Kraftstoffe und hochwertige CO2-neutrale Chemieprodukte produziert und dafür grüner Strom eingesetzt werden.

Zunächst müssten Entscheidungen auf Bundesebene getroffen werden, sagte Steinbach. So gehe es etwa um die Frage, ob der Bund die Treuhandverwaltung um ein halbes Jahr verlängere. Für die Investoren seien die Fragen entscheidend, wer ihr verlässlicher Partner, und wer der zukünftige Gesellschafter ist.

Zwei deutsche Tochterfirmen des russischen Ölkonzerns Rosneft sind PCK-Mehrheitseigner. Sie stehen unter Treuhandverwaltung des Bundes. Mögliche Eigentümerwechsel sind im Gespräch. Auch Shell Deutschland und Eni Deutschland sind an der Raffinerie beteiligt.

Die Raffinerie versorgt große Teile des Nordostens Deutschlands mit Treibstoff. Sie verarbeitete bis Ende 2022 vor allem Rohöl aus Russland. Die Bundesregierung beschloss wegen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine, auf russisches Öl zu verzichten.

Die Schwedter Bürgermeisterin, Annekathrin Hoppe (SPD), ist zuversichtlich, dass der Startschuss für die Versuchsanlage zum Jahresende kommen könnte. Die Raffinerie habe das sehr gut vorbereitet, sagte Hoppe der dpa. Der PCK-Standort habe beste Voraussetzungen für den Umbau hin zur Produktion von grüner Energie und Wasserstoff. «Unsere Lebensader in den vergangenen 60 Jahren war die Druschba-Pipeline. Die neue Lebensader ist die große Trasse des Stromversorgers 50Herz, der den grünen Strom in der Region einsammelt.» Dessen Leitung führe direkt an der Öl-Raffinerie vorbei.

Leverkusen (dpa) *08:00 Uhr – Bayer wird neben Agrargeschäft auch für Pharmasparte vorsichtiger

Bayer wird für seine beiden größten Sparten Agrar und Pharma für dieses Jahr pessimistischer. Bereits im Juli hatte der Dax-Konzern den Jahresausblick gesenkt, dabei aber vor allem auf die nach dem Boom im Vorjahr deutlich gesunkenen Preise für den Unkrautvernichter Glyphosat verwiesen. Einzelheiten zu den einzelnen Sparten wurden damals nicht genannt.

Für das Agrarchemie- und Saatgutgeschäft Crop Science erwartet Bayer in diesem Jahr um Wechselkursveränderungen bereinigt nun einen um etwa 5 Prozent geringeren Umsatz als im Vorjahr, statt eines Plus von

3 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Beim Pharma-Geschäft wird kein Wachstum mehr erwartet, nachdem bislang ein Plus von einem Prozent in Aussicht gestellt worden war.

Als bereinigter Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sollen bei Crop Science ohne Währungseffekte nun etwa 21 Prozent vom Umsatz hängen bleiben und im Pharmageschäft etwa 28 Prozent. Bislang hatten die Leverkusener operative Gewinnmargen von 25 bis 26 Prozent beziehungsweise von leicht über 29 Prozent angepeilt. Den Jahresausblick für die kleinste Sparte Consumer Health rund um rezeptfreie Medikamente wie Aspirin bestätigte das unternehmen.

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