Newsticker August: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Ammoniak ausgelaufen: Großeinsatz in der Nacht

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21.08.2023

Mainz (dpa) *12:10 Uhr – Biontech-Gründer Sahin: «Ineffiziente Prozesse» bei Arzneizulassungen

Bei der Entwicklung neuer Medikamente kritisiert Biontech-Gründer Ugur Sahin zunehmend ineffiziente Verfahren und lange Bearbeitungszeiten. Die Zusammenarbeit mit den Behörden sei in der Corona-Zeit, als es um die Zulassung der ersten Impfstoffe ging, so intensiv wie noch nie gewesen, sagte Sahin in einem Interview der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» («FAZ»/Montag). «Jetzt sind wir wieder im Normalzustand, und das bedeutet lange Bearbeitungszeiten. Wir haben sehr kompetente Regulatoren in Deutschland und in Europa, aber zunehmend ineffiziente Prozesse, die sehr viele Ressourcen sowohl bei den Behörden als auch bei Arzneimittelentwicklern verschlingen.»

Insgesamt gebe es ein Missverhältnis zwischen technologischen Möglichkeiten und dem, was die Bürokratie zulasse, sagte Sahin. «Ein Grund ist die redundante Bürokratie, ein anderer ein Mangel an Ressourcen, was Bearbeitungszeiten in die Länge zieht.» Er mahnte: «Medizin ist so wichtig, dass Trägheit des Systems nicht der Flaschenhals sein darf, der Zulassungen verzögert.»

Der Zulassung neuer Medikamente geht in der EU ein mehrstufiges Verfahren voraus, für das unter anderem mehrere klinische Studien vorgeschrieben sind. Am Ende gibt die Europäische Arzneimittelagentur EMA eine Einschätzung ab, die Europäische Kommission entscheidet dann über die Zulassung. Nach Plänen der EU-Kommissionen sollen die Fristen für die letzten beiden Schritte künftig verkürzt werden.

Biontech mit Hauptsitz in Mainz hatte zusammen mit seinem US-Partner Pfizer einen der ersten Impfstoffe gegen das Coronavirus entwickelt. Das Biotechnologieunternehmen arbeitet derzeit an der Entwicklung individualisierter Krebstherapien.

Riedstadt (dpa/lhe) *12:04 Uhr – Erneut Ölfund in Südhessen – Firma lobt gute Qualität

Im südhessischen Riedstadt ist erneut Erdöl gefunden worden. Die Firma Rhein Petroleum teilte am Montag mit, vieles deute derzeit «auf ein interessantes Vorkommen» hin, das sowohl hinsichtlich der Menge als auch der Qualität über den Erwartungen liege. Die erdölführenden Schichten in rund 1700 Metern Tiefe seien mächtiger, als vor der Bohrung angenommen, mit der das Vorkommen erkundet wurde. Weitere Tests sollen nun folgen.

Erste Laboruntersuchungen hätten eine sehr hohe Qualität des Erdöls gezeigt: «Es ist leicht, schwefelarm und reich an wertvollen Inhaltsstoffen», teilte die in Heidelberg ansässige Firma mit. Das Öl eigne sich demnach besonders für die industrielle Weiterverarbeitung und die Herstellung von Produkten wie Arzneimitteln oder hochwertigen Kunststoffen.

Rhein Petroleum fördert bereits Öl in dem Gebiet. Die dafür nötige Produktionsanlage könne auch für den neuen Erdölfund verwendet werden. Zurzeit werden nach Angaben der Firma rund zwei Prozent des bundesweit verbrauchten Erdöls in Deutschland gefördert.

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