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09.08.2023

Delitzsch (dpa) *15:30 Uhr – Planungen für Chemie-Forschungszentrum gehen in nächste Phase

Die Planungen für das Chemie-Großforschungszentrum in Delitzsch (Nordsachsen) gehen in eine nächste Etappe. Die Stadt Delitzsch kann jetzt mit der sogenannten Bauleitplanung für das Gelände einer alten Zuckerfabrik beginnen, auf dem das «Center for the Transformation of Chemistry» (CTC) entstehen soll. Das Freistaat Sachsen unterstützt die Kommune dabei mit 228.300 Euro. Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) übergab am Mittwoch einen entsprechenden Fördermittelbescheid.

Die Bauleitplanung werde Baurecht für die geplante Ansiedlung schaffen, sagte der Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Bisher gehört die 72 Hektar große Industriebrache einem privaten Investor, der dort einstmals Wohnungen errichten wollte. Derzeit laufen Verhandlungen, damit ein eigens gegründeter Zweckverband der Stadt Delitzsch und des Landkreises Nordsachsen das Areal kaufen kann. Zum Preis das Grundstücks machen die Beteiligten keine Angaben. Ob der Kauf noch in diesem Jahr über die Bühne gehen kann, ist noch nicht sicher.

Delitzsch hatte im vorigen Jahr den Zuschlag für das Großforschungszentrum bekommen. Das Projekt ist Teil des Strukturwandels im Mitteldeutschen Braunkohlerevier. Der Bund fördert das internationale Forschungszentrum bis 2038 mit rund 1,1 Milliarden Euro. Am CTC sollen 1000 Menschen arbeiten und forschen, rund 700 davon in Delitzsch und 300 an einem Standort in Sachsen-Anhalt. Ein zweites Spitzenforschungszentrum für Astrophysik soll im Lausitzer Revier entstehen.

Essen (dpa) *08:24 Uhr – Chemikalienhändler Brenntag verdient deutlich weniger

Der Chemikalienhändler Brenntag wird nach einem Gewinnrückgang im zweiten Quartal für das Gesamtjahr etwas vorsichtiger. Das Marktumfeld sei weiter vom Krieg in der Ukraine, geopolitischen Spannungen und einem hohen Inflationsdruck geprägt, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch mit. Dabei sei es denkbar, dass es aufgrund einer geringeren Nachfrage zu Preissenkungen in den Lieferketten von Brenntag kommen könnte. Die Unternehmensführung senkte daher das obere Ende der Prognosespanne für den operativen Gewinn etwas.

Im Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun mit einem bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operatives Ebitda) von 1,6 Milliarden bis 1,7 Milliarden Euro. Zuvor hatte Brenntag bis zu 1,8 Milliarden Euro im Visier. Im zweiten Quartal ging das operative Ergebnis im Jahresvergleich um fast ein Viertel auf knapp 410 Millionen Euro zurück. Experten hatten im Schnitt mit etwas weniger operativem Gewinn gerechnet.

Unter dem Strich blieb im Quartal ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von 186,9 Millionen Euro – nach 287,5 Millionen Euro im Vorjahr. Mit 4,26 Milliarden Euro schrumpfte der Umsatz um fast 16 Prozent. Das war weniger, als Experten erwartet hatten.

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