Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie Kühlmittel auf Werksgelände ausgetreten – Polizei ermittelt

Aktualisiert am 20.07.2026 Quelle: dpa 45 min Lesedauer

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Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

24.07.2026

Silbitz (dpa/th) *11:59 Uhr – Kühlmittel auf Werksgelände ausgetreten – Polizei ermittelt

Nach dem Austritt von Glycol auf einem Firmengelände in Silbitz (Saale-Holzland-Kreis) ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Gewässer- und Bodenverunreinigung. Das Kühlmittel sei nach bisherigen Erkenntnissen bei Wartungsarbeiten an einer Industrieanlage aus bislang ungeklärter Ursache ausgetreten und habe einen betriebsinternen Kühlteich verunreinigt, teilte die Polizei mit.

Belastetes Wasser sei auf eine angrenzende Wiesenfläche auf dem Firmengelände abgepumpt worden. Feuerwehr, Polizei und die untere Wasserbehörde hätten den Vorfall überprüft und Maßnahmen zur Gefahrenabwehr eingeleitet. Unter anderem seien Wasserproben entnommen und der betroffene Kühlteich gereinigt worden.

Nach derzeitigem Kenntnisstand bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung. Die Ergebnisse der Wasserproben stehen demnach noch aus. Die Ermittlungen sollen nun unter anderem die Ursache des Austritts, das Ausmaß möglicher Umweltschäden sowie die Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit den Wartungsarbeiten klären.

23.07.2026

Ludwigshafen (dpa) *14:28 Uhr – BASF setzt angekündigten Verkauf von Wohnungen teilweise aus

Der Chemiekonzern BASF setzt den angekündigten Verkauf für einen Teil von Werkswohnungen ihrer Tochtergesellschaft aus. «Wir sehen uns in der Verantwortung, wirtschaftlich nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Ein nicht wertsteigernder Verkauf ist daher keine Option für uns», teilte Helmut Winterling mit, der Präsident der Europäischen Verbundstandorte bei BASF. Die Voraussetzungen am Immobilien- und Kapitalmarkt hätten sich in den vergangenen Monaten maßgeblich verändert.

BASF hatte im Februar über den geplanten Verkauf informiert. Hintergrund ist die strategische Ausrichtung. BASF will sich mehr auf sein Kerngeschäft konzentrieren, um die Wettbewerbsfähigkeit und das Stammwerk zu stärken.

Ursprünglich handelte es sich um 1.100 Eigentumswohnungen, die an verschiedene einzelne Käufer verkauft werden sollen, sowie 3.300 Wohnungen, die als Paket inklusive Gebäude an einen Kaufinteressenten gehen sollen. Nun teilte BASF mit, der Verkauf des Pakets werde bis auf weiteres ausgesetzt, der Verkauf der Eigentumswohnungen aber fortgesetzt. Bei Gewerkschaften und Landespolitik war der geplante Wohnungsverkauf auf Kritik gestoßen.

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