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Weg frei zu chinesischem Kapitalmarkt Kraus Maffei ist nun an Shanghaier Börse notiert

| Redakteur: MA Alexander Stark

Krauss Maffei hat Ende Dezember 2018 den Gang an die Börse in Shanghai vollzogen. Der Börsengang erfolgte durch Übertragung der Anteile an Krauss Maffei auf die Chem China-Mehrheitsbeteiligung THY, die an der Börse notiert ist.

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Dr. Frank Stieler, CEO der Krauss Maffei Group, in Shanghai: "Hier entsteht etwas Großes"
Dr. Frank Stieler, CEO der Krauss Maffei Group, in Shanghai: "Hier entsteht etwas Großes"
(Bild: Krauss Maffei)

München; Shanghai/China – Zusätzlich zu dem Börsengang übernimmt THY das Werk von Chem China in Sanming, China. Dort werden künftig neue Baureihen von Spritzgussmaschinen für den chinesischen Markt gefertigt. Dr. Frank Stieler und Dr. Harald Nippel, CEO und CFO des Unternehmens, werden den neuen integrierten Maschinenbaukonzern leiten. Dieser wird künftig unter dem Namen Krauss Maffei im Markt auftreten. Das Unternehmen erwirtschaftet mehr als 80 % des Umsatzes der Gesellschaft. Diese wird nach heutigem Stand einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro haben. Das Listing erschließe den Zugang zum chinesischen Kapitalmarkt. Dieser Schritt werde der Gruppe sowohl in China als auch weltweit erheblich stärken, erklärte Stieler. Das internationale Geschäft werde wie bisher aus Deutschland betreiben und weiterentwickeln, so Stieler weiter

Fokus auf beschleunigtem Wachstum

Krauss Maffei ist einer der weltweit führenden Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Produktion von Kunststoff und Gummi. Durch den Zugang zum chinesischen Kapitalmarkt will das Unternehmen sein Wachstum weiter beschleunigen. Der Zugang zu neuen finanziellen Mitteln soll auf die Strategie „Compass“ einzahlen. Der Hersteller erweitert sein Produktportfolio um neue Baureihen für die Volumenmärkte und baut seine Services und digitalen Dienstleistungsprodukte aus. Lokale Geschäftsmodelle, insbesondere in China, sollen zügig vorangetrieben werden. Mit der Strategie „Compass“ setzt das Unternehmen auf die Erweiterung seiner Geschäftsmodelle, insbesondere im Bereich der digitalen Dienstleistungen. Dazu hat das Unternehmen bereits im Juli 2018 die neue Geschäftseinheit Digital Service Solutions gegründet.

In China will Krauss Maffei seine Präsenz deutlich ausbauen: Der Maschinen- und Anlagenbauer übernimmt ab sofort die operative Verantwortung des eingebrachten Werkes in Sanming, China. Dort sollen künftig neu entwickelte Baureihen von Spritzgussmaschinen für den lokalen chinesischen Markt montiert werden. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach derartigen Baureihen mit hohem Qualitätsstandard rechnet das Unternehmen für die kommenden Jahre in China mit einem jährlichen Umsatzwachstum von über 20 % (Cagr).

Das bisherige Geschäft von THY wird fortgeführt. THY ist ein führendes Designinstitut und Spezialmaschinenbauer für Komponenten des Chemieanlagenbaus.

Arbeitnehmervertreter und IG Metall begrüßen die Chancen des Kapitalmarktzugangs in China

Das Geschäft der Gruppe wird auch zukünftig vom Firmensitz in München, Deutschland geführt. Sowohl die deutsche Mitbestimmung, die Rechtsform der Group als auch sämtliche Mitarbeiter- sowie Gewerkschaftsvereinbarungen bleiben bestehen, teilte der Konzern mit. Auch die Rechte an den Technologien blieben in Deutschland gebündelt. Die Arbeitnehmervertreter und die IG Metall sehen den Schritt an den Kapitalmarkt für KraussMaffei positiv. „Wir sind von den Wachstumschancen, die sich durch den Zugang zum chinesischen Kapitalmarkt ergeben, überzeugt. Die Einbringung ist eine positive Weiterentwicklung für Krauss Maffei und bietet Chancen, weiterhin Arbeitsplätze auch in Deutschland zu sichern und aufzubauen“, sagt Susanne Meyer, stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats. Auch die IG Metall steht der Entwicklung positiv gegenüber. Der chinesische Konzern bleibe ein verlässlicher Partner und halte wie versprochen an seinen Plänen für das Unternehmen fest. Horst Lischka, als Unternehmensbeauftragter der IG Metall zuständig für München und Mitglied des Präsidiums des Aufsichtsrats von Krauss Maffei sagte, dass er von den Chancen der Einbringung an der Börse Shanghai überzeugt sei.

Chem China bleibt Mehrheitsaktionär bei THY

Krauss Maffei ist seit April 2016 mehrheitlich im Besitz des führenden chinesischen Chemiekonzerns Chem China. Dieser hält auch weiterhin die Mehrheit der Anteile am Unternehmen über die THY. Für die Anteile von Chem China an THY besteht eine Haltefrist von drei Jahren.

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