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Remote Operations Hinter den Kulissen des Nervenzentrums der Luftzerlegung in Südamerika

| Autor / Redakteur: Ute Forstner* / Dominik Stephan

Betriebsabläufe in einem Remote Operations Center zentral steuern: Das „Centro de Operaçoes“ bei Saõ Paulo – ein neues Remote Operations Center (ROC) der Linde Gas – steuert die Abläufe von über 30 Luftzerlegungsanlagen in ganz Südamerika. Der Aufbau der einheitlichen ROC-Architektur für die unterschiedlichen Anlagen wurde durch eine skalierbare, kostengünstige und zuverlässige Automatisierungslösung unterstützt.

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Das Anlagen-Steuerungszentrum erinnert an ein riesiges Raumschiff-Cockpit mit einer modernen, aber freundlichen Inneneinrichtung, in dem konzentriert rund um die Uhr gearbeitet werden kann.
Das Anlagen-Steuerungszentrum erinnert an ein riesiges Raumschiff-Cockpit mit einer modernen, aber freundlichen Inneneinrichtung, in dem konzentriert rund um die Uhr gearbeitet werden kann.
(Bilder: Siemens)

Ein Mensch würde ohne Sauerstoff nicht länger als ein paar Minuten überleben. Ähnliches gilt für industrielle Prozesse – nur dass für diese häufig nicht nur Sauerstoff benötigt wird, sondern Stickstoff, Kohlendioxid, Wasserstoff, Argon und andere Gase. Einer der weltweit führenden Produzenten industrieller und medizinischer Gase ist die Linde-Tochter Linde Gas.

Der Produktions- und Verteilungsmix bei Luftzerlegungsanlagen ist sehr komplex: Die Abnehmer reichen von großen Industrieparks über Anlagen beim Kunden vor Ort bis zu kleinen Lkw-Tankstellen. Eine elegante Lösung für die wirtschaftliche Produktion ist daher der virtuelle Verbund aller Anlagen, d.h. die Zusammenlegung der Systeme für die Fernsteuerung der Betriebsabläufe (Remote Operations Control) und der zeitlichen Abläufe (Remote Scheduling) in einem „Remote Operations Center“ (ROC). Das Aufgabengebiet eines ROC umfasst die gesamte Gasversorgung mit unterschiedlichen Betriebsweisen und einem hoch komplexen Verteilernetz.

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Acht Remote Operations Center...

So übernehmen acht vernetzte Remote Operations Center die weltweite Steuerung und Zeitplanung für Linde-Gas-Anlagen in über hundert Ländern. Der Hauptnutzen der ROCs liegt in der Effizienz-Steigerung, denn der Markt für Industriegase ist hart umkämpft. So kann jede Anlage im optimalen Arbeitsbereich gefahren werden, Stillstände lassen sich aufeinander abstimmen und die Verfügbarkeit des gesamten Produktionsverbunds erhöhen.

Das ROC in Jundiaí bei Saõ Paulo spielt eine wichtige Rolle für die Expansion des Unternehmens in Südamerika. Dieses Zentrum ist für über 30 Anlagen in zehn südamerikanischen Ländern zuständig. Zukünftig sollen zehn weitere Luftzerlegungsanlagen (LZA) in das Netzwerk eingebunden werden.

...ein Kontinent am anderen Ende der Welt

Linde hatte erkannt, dass eine Anlage auf Standards beruhen muss, damit der Betrieb zentral gesteuert werden kann. Der Informationsaustausch basiert daher auf gemeinsamen Protokollen, Verbindungen und Software. Auf der Logistikseite wurden vergleichbare Standards für den Lkw-Transport und die Routenplanung geschaffen. Luís Mamede, „Performance Systems Manager“ für Südamerika bei Linde Gas, erklärt: „Wir müssen sicher sein können, dass die Anlagentechnik zu 100 Prozent zuverlässig ist.“ Das bedeutet: Alle Teile, wie die Automatisierung und die elektrischen und mechanischen Komponenten, müssen als Ganzes funktionieren. Es genügt nicht, dass auf die einzelnen Maschinen und Geräte Verlass ist, auch ihr Zusammenspiel muss sicher gewährleistet sein.

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