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Schlüsselfertige Anlage

GEA liefert Anlage zur Rauchgasbehandlung für Stickoxide an Thomas Zement

| Redakteur: Alexander Stark

GEA hat von Thomas Zement den Auftrag für eine schlüsselfertige Anlage zur Reduktion von NOx in Rauchgasen erhalten. Der Auftrag umfasst zwei neue Reaktoren für die selektive katalytische Reduktion (SCR) einschließlich des Rauchgastransports durch Saugzugventilatoren und der Integration in den Produktionsstandort Erwitte in Deutschland.

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Ein Beispiel für eine Gea-Anlage zur Rauchgasbehandlung für Stickoxide.
Ein Beispiel für eine Gea-Anlage zur Rauchgasbehandlung für Stickoxide.
(Bild: Gea)

Düsseldorf – Der Auftrag des Zementherstellers an Gea umfasst ferner Ingenieurleistungen sowie die Lieferung, Installation und Inbetriebnahme von Stahlkonstruktionen, SCR-Katalysatoren, die ID-Ventilatoren, Heizkreise, die Kanalanbindung und die Anpassung der NH3-Einspritzung aus bestehenden Speichern. Während der Installation der SCR-Einheit kann die Produktion weiterlaufen. Ein weiterer, wichtiger Vorteil für den Kunden besteht in einer kurzen Umrüstzeit. Der langjährige Kunde des Anlagenbauers ergänzt mit dieser Investition die bestehende, nicht-katalytische Technologie. Nach der Installation soll damit eine der umweltfreundlichsten Anlagen zur Zementproduktion in Europa entstehen.

Die selektive katalytische Reduktion (selective catalytic reduction, SCR) ist eine Technik zur Reduktion von Stickoxiden in Abgasen von Industrieanlagen. Dabei ist die chemische Reaktion am SCR-Katalysator selektiv. Das bedeutet, dass bevorzugt die Stickoxide NO und NO2) reduziert werden, während unerwünschte Nebenreaktionen wie die Oxidation von Schwefeldioxid zu Schwefeltrioxid weitgehend unterdrückt werden. Die SCR-Technologie reduziert die Emissionen von Stickoxiden (NOx) durch den Einsatz eines Katalysators um bis zu 95 %. Der Kern ist der Katalysator, der es ermöglicht, die Reaktionstemperatur von circa 1000 °C auf einen Bereich von 230 °C bis 400 °C zu senken. Hohe Reduktionsraten können so mit einem Minimum an Ammoniak-Schlupf, der im Verlauf des weiteren Rauchgasweges zur Bildung von Ammoniaksalzen und dadurch zu Sekundärproblemen führen kann, realisiert werden.

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Aufgrund einer entsprechenden, niedrigen Schwefelkonzentration und einem ausreichenden Temperaturniveau wird die SCR-Einheit staubarm hinter den vorhandenen Gewebefiltern installiert. Diese Anordnung hat sich bereits in drei erfolgreich betriebenen Anlagen mit den niedrigsten NOx- und NH3-Emissionen bewährt. Analysen von Katalysatorproben zeigen konstant keine Verluste der hohen Reaktivität des ausgewählten Materials und damit eine lange Katalysatorlebensdauer.

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