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Rohstoffe Drohende Rohstoffengpässe rechtzeitig abwenden

| Autor/ Redakteur: Claudia Otto / Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Eine sichere Versorgung mit wichtigen Rohstoffen ist für die deutsche Industrie überlebenswichtig. Denn ohne Rohstoffe, steht die Produktion still. Um Lieferengpässe zu verhindern, müssen Rohstoffknappheiten frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

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Bei den primären Metallrohstoffen ist Deutschland beinahme vollständig vom Import abhängig. Versorgungssicherheit und Verfügbarkeit sind daher zentrale Themen für Wirtschaft und Politik hierzulande.
Bei den primären Metallrohstoffen ist Deutschland beinahme vollständig vom Import abhängig. Versorgungssicherheit und Verfügbarkeit sind daher zentrale Themen für Wirtschaft und Politik hierzulande.
(Bild: Carol Meneses - Fotolia.com)

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat die Rohstoffversorgung der deutschen Industrie untersucht. In einer repräsentativen Umfrage wurden bundesweit 1900 Unternehmen zu Aspekten der Rohstoffversorgung befragt. Die Befragungsergebnisse zeigen, dass deutsche Unternehmen, die Metallrohstoffe oder Vorprodukte aus Metall in ihrer Produktion einsetzen, relative Wettbewerbsnachteile gegenüber ihren Konkurrenten aufweisen. Gut die Hälfte dieser Unternehmen gibt an, dass Wettbewerber, die ihren Sitz in rohstofffördernden Ländern haben, Vorteile bei der Rohstoffbeschaffung haben. Im Vergleich dazu gibt nur gut ein Fünftel der Unternehmen an, dass auch Wettbewerber, die nicht in rohstofffördernden Ländern ansässig sind, von Vorteilen profitieren.

Viele deutsche Unternehmen bei der Rohstoffbeschaffung benachteiligt

Offensichtlich ist der Sitz eines Unternehmens in einem rohstofffördernden Land also mit strategischen Vorteilen verbunden, welche die Wettbewerbsfähigkeit der konkurrierenden, ausländischen Unternehmen gefährden.

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An erster Stelle geben die Unternehmen günstigere Einkaufspreise an, wenn sie die Gründe für die Vorteile von Wettbewerbern bei der Rohstoffbeschaffung nennen. Fast alle Unternehmen – unabhängig davon, ob die Konkurrenten in rohstofffördernden Ländern oder nicht sitzen – geben dies als Grund an. Es zeigt sich, dass insbesondere Unternehmen mit limitiertem Zugang zu Rohstoffquellen die eigene Wettbewerbsfähigkeit signifikant bedroht sehen.

Der Anteil der Unternehmen, die deutlich negative Auswirkungen aufgrund von Vorteilen von Konkurrenten registrieren, ist in dieser Gruppe doppelt so hoch wie bei Unternehmen, denen mindestens drei Lieferquellen von metallischen Rohstoffen zur Verfügung stehen. Insgesamt geben lediglich 6 bis 7 % der Unternehmen an, dass ihre Wettbewerbsfähigkeit gar nicht von Wettbewerbsvorteilen anderer Unternehmen beeinflusst wird. Die Mehrheit der deutschen Unternehmen, die auf Metallrohstoffe angewiesen sind, ist demnach schon bei der Rohstoffbeschaffung messbaren Nachteilen gegenüber Konkurrenten ausgesetzt.

Rohstoffreiche Länder profitieren nicht nur von niedrigeren Preisen

„Die Versorgungsrisiken für unsere Unternehmen entstehen vor allem durch den weltweit steigenden Rohstoffbedarf und die Marktmacht rohstoffreicher Länder, die diese teilweise mit Exportbeschränkungen zementieren“, erklärt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der VBW – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.. Rohstoffreiche Länder profitieren laut VBW von günstigeren Einkaufspreisen, fehlenden Handelsauflagen, geringeren Transportrisiken und einer stärkeren staatlichen Unterstützung.

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