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Smart Process Manufacturing Kongress

Digital, vernetzt und smart: die Zukunft der Prozessindustrie

| Autor/ Redakteur: Anke Geipel-Kern* / Anke Geipel-Kern

Die Digitalisierung entwickelt sich in rasantem Tempo zum Game Changer in der Prozessindustrie. Jeder will mitspielen. Welche Erfahrungen gibt es? Was bringen Augmented Reality, Data Analytics, Blockchain, 3D-Druck und KI der Prozessindustrie? Alles zu abgehoben oder tatsächlich tauglich für den praktischen Einsatz? Darüber diskutiert die Branche am 25./26. Oktober auf dem Smart Process Manufacturing Kongress in Würzburg.

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Auf dem Smart Process Manufacturing Kongress geht´s ins Eingemachte. .
Auf dem Smart Process Manufacturing Kongress geht´s ins Eingemachte. .
(Bild: Stefan Bausewein)

Digitalisierung sei ein bisschen wie Sex im Tee­nageralter, sagte vor einiger Zeit Tom Blades, CEO von Bilfinger, auf einer Pressekonferenz: Alle reden darüber, aber keiner weiß genau, was der andere tatsächlich macht. Das zugespitzte Bonmont bringt die Fakten auf den Tisch: Zwischen Vernetzung und digitalen Geschäftsmodellen ändert sich nicht nur Deutschlands drittgrößte Industriebranche radikal, auch die Beziehung zu den Zulieferindustrien steht auf dem Prüfstand.

Darüber diskutieren unter dem Motto „Digital, vernetzt und smart – Die Zukunft der Prozessindustrie“ am 25./26. Oktober Fach- und Führungskräfte der Prozessindustrie auf dem Smart Process Manufacturing Kongress: die Potentiale von Digitalisierung und die Erfahrungen, die Unternehmen momentan mit dem digitalen Transformationsprozess machen. Treffpunkt ist die ehrwürdigen Festung Marienberg hoch über der Bischofsstadt Würzburg, die in diesem Jahr zum „Digital Innovation Camp“ wird. Neben Erfahrungsberichten, Strategien und Erfolgsfaktoren gibt es Vorträge zu neuen Technologien wie AR, Blockchain und KI.

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Mit zwei Fishbowl-Diskussionsrunden startet der erste Tag interaktiv, und am zweiten Tag runden parallele Vortragssessions und World Cafés das Format ab. Ein Höhepunkt wird das interaktive Großmodell von Phoenix Contact sein, das Augmented Reality in der Anwendung zeigt.

Neue und alte Bekannte

Was tut sich momentan in der Branche? Player wie Google, IBM, Microsoft oder T-Systems betreten das Spielfeld, andere wie etwa SAP bieten Plattformmodelle, die zusätzliche Dienstleistungen und Services, aber auch eine ganz neue Transparenz ermöglichen. Wieder andere, wie der Industriedienstleister Bilfinger, erfinden sich völlig neu, investieren und setzen voll auf die Karte Digitalisierung. Und zwischen Großchemie und IT-Giganten eingeklemmt, steckt die mittelständische Chemie, die ihren eigenen Weg in die Digitalisierung finden muss.

Hochkarätige Keynote

Das Programm startet mit Keynotespeaker Dr. Kimo Quaintance, Co-Founder und Education Strategist bei IQ Gemini. Das brandaktuelle Thema lautet „Escaping the Technology Trap: Why big data does not work without common sense? Bringing humans back to the center of innovation.“ Quaintances These, warum Big Data ohne den gesunden Menschenverstand nicht funktionieren kann, legt den Finger in die Wunde. Big-Data-Analysen brauchen nämlich intelligente Fragestellungen sonst wird das Datengold ganz schnell zu Katzengold.

Von Null auf Hundert in sechs Monaten

Franz Braun, CDO der Bilfinger-Ausgründung Bilfinger Digital Next gibt einen spannenden Ausblick auf die Digitalstrategie der Firma und verrät, wie es Digital-Anfänger „In sechs Monaten von Null auf Hundert zum Digital-Projekt“ schaffen. Wie modulare, intelligente Konzepte für die Produktion bei Merck die nächste Produktionsgeneration der Spezialchemikalien der Zukunft ermöglichen, erfahren die Teilnehmer bei einem Tandemvortrag mit dem Team um Merck-Spezialist Andreas Bamberg und Siemens.

Data Analytics mit zwei Vorträgen

Dem großen Thema Data Analytics widmen sich zwei Vorträge. Bei Chen Linchevski, dem CEO von Precognize, einem israelischen Start-up, das in diesem Jahr von WTO zum Technologiepionier gekürt wurde, geht es um das „Frühwarnsystem für die Anlagenüberwachung – Mit Data Analytics und KI den Datenschatz heben.“

Dr. Anne Bendzulla, Chief Digital Officer bei Thyssenkrupp Industrial Solutions nähert sich dem Thema von der Prozessseite und erklärt, wie Data Analytics zur Prozessoptimierung im Betrieb genutzt werden kann. Und Julien Brunel, Leiter Digitalisierung der Engineering Division bei Linde berichtet über das Linde Digital Base Camp und gelebtes Change Management.

Digitalisierung und Industrie 4.0 für alle

Digitalisierung ist nur etwas für die großen Player der Branche? Auch dem Mittelstand kann der Sprung in die Digitalisierung gelingen. Wie das funktionieren kann, erklärt Clemens Eckert, Partner des Consulting-Unternehmens Maexpartners. Den Abschluss des ersten Tages macht Prof. Leon Urbas mit dem brandaktuellen Thema Künstliche Intelligenz.

Neben weiteren Erfahrungsberichten, Strategien und Erfolgsfaktoren gibt es am ersten Tag auch zwei Runden mit innovativen Start-up-Präsentationen. Am zweiten Tag runden zwei parallele Vortrags-Sessions und World Cafés zum Thema Arbeiten im Werk 4.0 das Format ab.

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